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Woche 23

Baden-Baden (ots) - Sonntag, 4. Juni 2000 (Woche 23)/02.06.2000 16.30 Paternoster Das Magazin zwischen Himmel und Erde "Sein ist die Zeit" 94. Deutscher Katholikentag in Hamburg 2000 Unter dem Motto "Sein ist die Zeit" treffen sich vom 31. Mai bis zum 4. Juni in Hamburg mehrere Zehntausend Katholiken zum größten Laientreffen der katholischen Kirche. Zentrale Themen werden die Zukunft der ökumenischen Bewegung sein, die Rolle der Frau in der Kirche, die Stellung der Laien und Modelle für die Zukunft der Gemeinden. Ökumenische Treffen und der Gedankenaustausch von Vertretern verschiedener Religionen werden in Hamburg - dort ist nur jeder zehnte Einwohner Mitglied der katholischen Kirche - eine wichtige Rolle spielen. "Paternoster" - das Südwest-Magazin mit Themen aus Religion, Kirche und Gesellschaft, berichtet in einer Sonderausgabe vom 94. Deutschen Katholikentag in Hamburg. Montag, 5. Juni 2000 (Woche 23)/02.06.2000 22.20 Alexander Schalck-Golodkowski Händler zwischen den Welten Ein Film von Hans-Hermann Hertle und Kathrin Elsner (Erstsendung: 02.05.2000, SFB) Alexander Schalk-Golodkowski, der über zwei Jahrzehnte lang als mächtiger Chef des "Bereichs Kommerzielle Koordinierung (KoKo)" für die DDR außerplanmäßig Devisen beschaffte, ist eine der schillerndsten Figuren der deutschen-deutschen Geschichte. Zahllose Mythen umgeben den korpulenten Mann mit der Sonnenbrille, der nach dem Fall der Mauer erstmal ins Licht der Öffentlickeit rückte. Seine überstürzte Flucht in den Westen, die Aufdeckung seiner Doppelrolle als Außenhändler und Stasi-Oberst, Verhöre durch den BND sowie 27 Ermittlungsverfahren erhizten bis heute die Gemüter. Der Historiker Hans-Hermann Hertle und die Journalistin Kathrin Elsner blicken hinter die Kulissen des KoKo-Imperiums und zeichnen das Facettenreiche Porträt eines Händlers zwischen den Welten, dem eine beispiellose Karriere gelang. An die Programmredaktionen Fernsehen Südwest "Ich wollte nicht zu den Verlierern gehören", sagt Schalck heute , wenn er seinen Aufstieg vom Facharbeiter und Amateurboxer zum Stasi-Oberst, zum Leiter der KoKo und geschätzten Unterhändler im Westen beschreibt. Je notleidender die Staatswirtschaft der DDR war, desto größer wurden seine Bedeutung und sein Einfluss bei den maßgeblichen Spitzenleuten Honecker, Mielke und Mittag. Seine exzellenten Kontakte in Ost und West, sein diplomatisches Geschick und weltgewandtes Auftreten, seine buchhalterische Akribie sowie sein politisches Credo "Sozialismus ja, aber leistungsbetont und pragmatisch" prädestinierten Schalck für seinen einzigartigen Job. Der Film, der sich auf mehrtägige Interviews mit Alexander Schalck-Golodkowski sowie umfangreiches Archivmaterial stützt, präsentiert historisch fundiert und spannend einen wach und eloquent wirkenden, aber auch von Krankheit gezeichneten Mann, der nun einen Lebensrückblick hält. Der Film entstand zeitgleich mit den im Rowohlt Verlag veröffentlichen Memoiren Alexander Schalck-Golodkowskis. Montag, 5. Juni 2000 (Woche 23)/02.06.2000 23.10 57. Baden-Badener Disput Thema: Wissenschaft im Abseits? Moderation: Gertrud Höhler Aufzeichnung vom 2. Juni 2000 Gesprächsteilnehmer: Alfred Grosser (Politologe / Paris), Stephan Gutzeit (Gründungskanzler des "European College of Liberal Arts" ECLA / Berlin), Christiane Nüsslein-Volhard (Biologin / Tübingen), Hartmut Schiedermair (Präsident des Deutschen Hochschulverbandes / Bonn), Michael Stürmer (Historiker / Berlin) Deutschland im Jahr 2000, fast 200 Jahre nach Humboldts wegweisender Bildungsreform: kein guter Ort mehr für Bildung, Wissenschaft und Forschung? Deutsche Schüler schneiden bei internationalen Schulleistungsstudien mittelmäßig ab; deutsche Universitäten sind dringend reformbedürftig - aber wenig geht voran; deutsche Spitzenforscher wandern ins Ausland ab, weil sie andernorts bessere Forschungsbedingungen vorfinden. Der aktuelle politische Streit um ausländische Computerspezialisten passt da ganz ins Bild der Pessimisten, die das deutsche Bildungssystem in der Krise sehen: Geraten Wissen und Bildung, die wichtigsten Ressourcen im Informationszeitalter, in Deutschland zunehmend ins Abseits? Wie kann Humboldts Erbe in Zeiten leerer öffentlicher Kassen verantwortlich verwaltet und neu gestaltet werden? Der "Baden-Badener Disput" sucht in drei Bereichen nach Ansatzpunkten für Humboldts Erben: Wie können die Universitäten sich erneuern, Studenten marktgerechter ausbilden und zugleich ihrem humanistischen Bildungsideal treu bleiben? Wie kann der Forschungsstandort Deutschland gestärkt werden - auch und gerade in den Wachstumsbranchen Genforschung und Computer? Wie kann schließlich - quer durch Schule, Bildung, Beruf - eine neue Wissenskultur gepflegt werden, die den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird? Hartmut Schiedermair, seit 20 Jahren Präsident des Deutschen Hochschulverbandes und gelegentlich auch schon als "Humboldts letzter Krieger" bezeichnet, hält an der Reformfähigkeit der deutschen Universitäten von innen fest und fordert mehr "geistiges Unternehmertum". Der 30 Jahre jüngere Stephan Gutzeit, der nach dem Studium in Amerika mit gleichgesinnten jungen Akademikern in Berlin eine private Universität gründen will, sieht nur in einer Radikalumkehr der Universität eine Chance, die mittelalterlichen "artes liberales" im neuen Jahrtausend wiederzu-beleben. Christiane Nüsslein-Volhard hat in der Max-Planck-Gesellschaft die Forschungsbedingungen gefunden, mit denen sie weltweit Maßstäbe setzen konnte: Sie erhielt für ihre Arbeit 1995 den Nobelpreis für Medizin. Michael Stürmer und Alfred Grosser kennen die internationale Forschungslandschaft in den geistes-wissenschaftlichen Disziplinen aus langjähriger Tätigkeit - sie verstehen sich als Publizisten und Universitätslehrer in der humanistischen Tradition, als geistige Arbeiter, die in die Gesellschaft hineinwirken wollen. An die Programmredaktionen Fernsehen Südwest Freitag, 9. Juni 2000 (Woche 23)/02.06.2000 10.00Südwest extra 75. Deutsch-französischer Gipfel in Mainz Live aus Mainz Moderation: Joachim Görgen Es wird wohl kein Routine-Gipfel. Einmal wegen des Jubiläums - es ist das 75. deutsch-französische Gipfeltreffen; zum anderen wegen des Verhältnisses zwischen den beiden Regierungen, das nicht immer frei von Irritationen war. Am 9. Juni treffen sich Bundeskanzler Schröder, der französische Staatspräsident Chirac und Premierminister Jospin in Mainz. Bundeskanzler Schröder und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck als deutsch-französischer Kulturbevollmächtigter haben darüber hinaus 200 Delegierte aus Deutschland und Frankreich zu diesem Treffen eingeladen. "Südwest extra" zeigt den Empfang mit militärischen Ehren in Mainz und informiert über die Hintergründe des Gipfeltreffens. Freitag, 9. Juni 2000 (Woche 23)/02.06.2000 23.35(VPS 23.20) Sky Lights Das VIP-Journal mit Sky du Mont Folge 2 Sky du Mont... ... an der Imbissbude mit Gregor Gysi in Berlin-Mitte: Sky Dumont trifft den Politstar auf eine Heiße Rote in Berlin Mitte. Beim Snack schnacken der große Graue und der kleine Rote über Männer, Frauen und das Kinderkriegen. Gysi erklärt ohne rot zu werden, wie es ein Sozialist schafft, just am 1. Mai Vater einer Tochter zu werden. Außerdem tauschen sich die beiden etwas reiferen Jungväter über Musik ihrer Kinder und das Melken von Kühen aus. Der Ex-PDS-Chef ist nämlich nicht nur Anwalt, sondern hat für alle Fälle auch eine Ausbildung zum Rinderzüchter in der Hinterhand. ... zu Gast bei Dagmar Koller in Wien: Dagmar Koller - gefeierter Operettenstar und Ehefrau des ehemaligen Bürgermeisters von Wien, Helmut Zilk - plaudert mit Sky du Mont im Büro ihres Mannes über ihre Weltkarriere und die Höhen und Tiefen des öffentlichen Lebens, die sie an der Seite ihres Mannes durchlebt hat. ... beim jüngsten Museumsdirektor Deutschlands Maurice Wothe: Er ist neun Jahre alt und sammelt Fossilien und Versteinerungen - soviele, dass aus der elterlichen Wohnung inzwischen ein Museum enstanden ist. Sky du Mont hat den jüngsten Museumsdirektor Deutschlands in seinem Reich besucht. ... auf den Spuren der deutschen Geschichte mit Ferdinand Fürst von Bismarck: In der Nähe von Hamburg hat sich Sky du Mont mit dem Urenkel des ersten deutschen Reichskanzlers Otto Fürst von Bismarck getroffen. In Hamburg als Anwalt tätig, bewahrt und betreut Ferdinand Fürst von Bismarck das Erbe seiner Familie, kümmert sich um den Sachsenwald - ein Geschenk des Kaisers Wilhelm I. an den Reichskanzler - besitzt im Mississipi-Delta eine Reisfarm, in Paraguay eine Holzplantage und engagiert sich seit Anfang der 70er Jahre als Immobilienunternehmer in Südspanien. Obwohl der Kosmopolit Fürst von Bismarck viel unterwegs ist, nahm er sich für "Sky Lights" die Zeit, bei einem Spaziergang durch Schloss Friedrichsruh und den fürstlichen Schmetterlingsgarten einen Blick auf seine spannende Familiengeschichte zu werfen, die eng mit der deutschen Geschichte verknüpft ist. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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