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Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Woche 22

Baden-Baden (ots) - Sonntag, 28. Mai 2000 (Woche 22) 18.15 Ich trage einen großen Namen (221) Ratespiel um berühmte Persönlichkeiten mit Wieland Backes Zwei Damen als Nachfahrinnen kann Wieland Backes in seiner Sendung begrüßen. Der erste Gast wird vom Vater erzählen, er gehörte zu den Legenden der Abenteurer und Pioniere, zu den Menschen, die zu ihrer Zeit als Helden verehrt wurden. Wesentliche technische bahnbrechende Entwicklungen, ohne die ein bestimmter Zweig des Transportwesens heute nicht möglich wäre, sind auch diesem Verwandten zu verdanken, der leider viel zu früh sterben sollte. Was für ein Mensch - auch in seinem privaten Umfeld - war der Verwandte der Dame, die als zweiter Gast von Wieland Backes begrüßt wird? Seine Bücher spiegeln wider, was seine Gedanken- und Gefühlswelt - bewegte, aber das Schreiben war nur eine seiner vielen Begabungen. Eine andere sollte sein Beruf werden, wenn auch gleichsam alle Talente nicht wirklich voneinander zu trennen sind. Im Rateteam sitzen Wilhelm Wieben, Georgia Tornow und Ernst Dieter Lueg. Der Lotse ist Hans-Georg Soeffner. Montag, 29. Mai 2000 (Woche 22) 21.00 Blickpunkt Europa Magazin Moderation: Oksana Orlowa und Immo Vogel Die Themen: 1. Schweizer Abenteuerurlaub - lebensgefährlich?: Die Schweiz hat sich international einen Ruf als Eldorado für waghalsige Abenteuerurlauber erworben. Allerdings kommt es auch regelmäßig zu schweren Unfällen, erst vor zwei Wochen starb ein 22-jähriger Amerikaner beim Bungee-Springen im Kanton Bern. Jetzt hat die Schweizer Regierung einen Richtlinienkatalog für die Veranstalter von Abenteuerurlauben veröffentlicht, mit dessen Hilfe die Zahl der Unfälle gesenkt werden soll. Das Problem: Der Katalog hat keine gesetzliche Wirkung. Verpflichtungen erwachsen den unterzeichnenden Veranstaltern ausdrücklich nicht. Ist der Katalog eine Farce? 2. Pub mit professioneller "Ausreden-Atmo": Colin Benham, britischer Kneipenwirt in der Grafschaft Essex, hat ein Herz für seine Kunden - und Geschäftssinn. Aus seinem Pub "Travellers Joy" können menschliche Barhocker, die gerne noch etwas auf den hölzernen Barhockern verweilen wollen, endlich glaubhafte Ausreden für ihr Zuspätkommen zu anderen Terminen übermitteln. In der Kneipe steht eine Telefonzelle, die Colin mit fast jedem gewünschten Hintergrundgeräusch beschallen kann. Ehefrauen, die sich immer gewundert haben, dass bei ihrem Anruf wegen des angeblich verspäteten Zuges im Hintergrund fröhlich grölende Männerstimmen und Gläserklirren statt kreischender Zugbremsen zu hören waren, kann Colin mit einem Trick überlisten. Er bietet professionelle Bahnhofsatmosphäre. Außerdem im akustischen Angebot: Supermarkt, Bibliothek, Straße. "Blickpunkt Europa" schlägt sich ausnahmsweise einmal auf die Seite der Flunkerer und macht den Praxistest. 3. Vom Knast-Insassen zum Helden von Enschede: Mike Raaijmakers saß gerade auf der Terasse, als die Fabrik von S.E. Fireworks in Enschede explodierte. Sofort rannte der gelernte Rettungssanitäter in Richtung Unglücksort und leistete dort vielen Schwerverletzten erste Hilfe. Anschließend evakuierte er mit einem herrenlos herumstehenden Polizeiwagen Menschen aus der Gefahrenzone. Mike ist derzeit Freigänger des Gefängnisses von Zutphen. Besonders pikant: Er sitzt dort wegen Autodiebstahls. Diesmal allerdings war sein "Diebstahl" hochwillkommen. "Blickpunkt Europa" ist zu Besuch bei einem ungewöhnlichen Menschen. 4. Karitative Abfallverwertung - das Schweizer Hilfswerk "HIOB": Helmuth Wittwer war lange Zeit unverdächtig, ein notorischer Gutmensch zu sein. Jahrelang war der erfolgreiche Unternehmer ein Playboy und Jet-Set-Typ. Heute aber dirigiert Wittwer 150 Mitarbeiter in seinem Hilfsunternehmen. "Hiob" repariert, wäscht und renoviert so genannten Müll und verschifft ihn dann in Dritte-Welt-Länder. Jährlich sind das 5.000 Tonnen Güter, etwa ausgemusterte Zahnarzt-Stühle oder hunderte, plötzlich angeblich unmodische Hemden von bester Qualität. 35 Länder beliefert "Hiob", das gänzlich ohne Spendengelder auskommt, Tendenz steigend. Ein Bericht aus Steffisburg im Kanton Bern. 5. Künstlerische Abfallverwertung - das Lissaboner "Müll-Orchester": Joao Ricardo Oliveira, in Berlin lebender Musiker portugiesischer Herkunft, verbindet seine Kunst mit sozialem Engagement. Gemeinsam mit Waisenkindern in Lissabon hat er aus Müll Instrumente gebaut. Ein international bekannter portugiesischer Komponist hat ihm und den Kindern eine Sinfonie geschrieben. Derzeit ist Oliveira mit den Kindern in der Lissaboner Generalprobe für den ersten Auftritt am 31. Mai. Im September tritt das "Müll-Orchester" dann auf der Expo 2000 in Hannover auf. "Blickpunkt Europa" fand die Klänge zwar nicht harmonisch, die Idee aber toll. Montag, 29. Mai 2000 (Woche 22) 21.45 Saldo Das Wirtschaftsmagazin Moderation: Tilman Achtnich Die Themen: EXPO 2000 - Die Weltausstellung zwischen Erlebnispark und High-Tech-Show Rote Karte für Adidas - Kampagne gegen Sportartikelfirmen vor der Fußball-EM Grüne Karte für Inder - Softwarespezialisten aus Bombay gründen Filiale im Schwarzwald Yachten, Jets und Supervillen - Die weltweite Suche nach den verschwundenen Flowtex-Milliarden Salto Mortale - das artistisch-ökonomische Kunststückchen in Saldo ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Fax 07221 929-2013 Internet: pressestelle@swr-online.de Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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