SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Mittwoch, 31. Mai 2000 (Woche 22) bis Mittwoch 28.Juni /19.05.2000

    Baden-Baden (ots) -

    Mittwoch, 31. Mai 2000  (Woche 22)    

    21.00    (VPS 20.59)
                 Schlaglicht
                 "Alles Hexerei?"
                 Das Geschäft mit dem Glauben ans Übersinnliche
                 Eine Reportage von Ursula Schwedler
    
    Bei Herzenskummer, Krankheit, Geldsorgen und Lebenskrisen
vertrauen sie sich der "Mannemer Hex" an: Politiker, Zuhälter,
Geschäftsleute, Arbeiter wie Rentner. Die "Mannemer Hex" hilft mit
Ritualen, mit Prognosen aus der Karte und mit Jenseits-Kontakten. Sie
ist Wahrsagerin, Magierin, Astrologin, Kartenlegerin und
Kräuterweiblein in einem. Von morgens bis abends ist ihr Wartezimmer
voll. Im Dämmerlicht zwischen Altären, Plastikblumen, Kerzen und
bestickten Jesus- und Marien-Teppichen warten die "Gläubigen" auf
ihre Meisterin. Sie schwören auf ihre Visionen, hängen an ihren
Lippen.
    
    Jedem ist ihre Hilfe kostbar: Ob er aus dem Knast entlassen wurde,
ob er endlich den richtigen Partner gefunden hat oder ob er vom bösen
Geist befreit wurde, von dem er sich besessen fühlte. Aus Dankbarkeit
schenken sie ihr Hundefutter, Rohdiamanten, schwarze Trüffel oder
kostenlose Frisuren- und Maniküre-Behandlungen. Ob das Ganze nun
verrückt, abergläubisch, gefährlich, ernsthaft oder überzeugend ist,
bleibt letztlich eine Glaubenssache.
    
    
    
    
    
    Dienstag, 6. Juni 2000  (Woche 23)/19.05.2000
    
    22.35    (VPS 22.34)
                 Teleglobus
              
                 Der Tritt zum Glück
              
                 Fußball-Liebe in Afrika
                 Eine Reportage von Rainald Becker
    
    Kleine,  schwarze  Füße und ein nicht ganz rundes Lederei.
Fußball vor einem Dorf,  irgendwo in Burkina Faso.  Das ehemalige
Obervolta,  eines der ärmsten Länder der Welt,  steht stellvertretend
für die meisten anderen afrikanischen Staaten.  Nirgendwo sonst auf
der Welt hat Fußball diese magische, politische und soziale Bedeutung
wie auf dem schwarzen Kontinent.  Fußball ist dort nicht nur die
Chance des einzelnen auf Glück und Reichtum,  Fußball wird dort
zelebriert,  gefeiert: Ein Spiel der Nationalmannschaft von Burkina
Faso gleicht einem gigantischen Familienfest. Der  runde Lederball
hilft aber auch, Stammeskonflikte zu beenden und ist Teil der
Sozialisation.  Burkina Faso ist ein Vielvölkerstaat, das Land in der
Sahel-Zone  beherbergt  sieben verschiedene Volksgruppen,  die alle
ihre eigene Kultur und ihren eigenen Stolz haben. Bindeglied für alle
ist der Fußball.
    
    Als  die  Nationalmannschaft  dieses  Landes  kürzlich bis ins
Halbfinale des Africa Nations Cup kam,  ging eine so in Europa nie
mögliche Welle der Begeisterung und Einheit durch das Land,  für Tage
waren Hitze,  Hunger,  Leid und Elend vergessen. Regelmäßig reisen
Sozialarbeiter, die gleichzeitig ausgebildete Fußballtrainer sind, zu
den abgelegenen Dörfern. Talentsuche auf afrikanisch.  Wer dort beim
barfüßigen Dorfkick entdeckt wird, macht zwar nur selten die  große
internationale Karriere,  aber er ist das gefeierte und beneidete
Idol seiner Altersgenossen. In einer Fußballschule nahe der
Hauptstadt Ouagadougou  lernt er nicht nur Dropkick und Spannschuss,
sondern auch auch lesen und schreiben.
    
    Am  Beispiel von Burkina Faso soll die Bedeutung des Fußballs
erzählt werden. Die Reportage von Rainald Becker aus dem Sahel ist
das etwas andere Fußball-Stück zur Europa-Meisterschaft.
    
    
    Mittwoch, 7. Juni 2000  (Woche 23)/19.05.2000
    
    21.50    Liebling Kreuzberg (14)
              
                 Hausbesuche
              
                 Rollen und Darsteller:
              
                 Robert Liebling      Manfred Krug
              
                 Giselmund Arnold      Michael Kausch
              
                 Paula Fink      Corinna Genest
              
                 Senta Kurzweg      Anaj Franke
              
                 Sarah Liebling      Roswitha Schreiner
              
                 Rosemarie Monk      Diana Körner
              
                 Mutter Liebling      Karin Hardt
              
                 und andere
    
    Zweimal traten die Behörden zu einer Hausdurchsuchung an: Einmal
waren es die Steuerfahnder,  die zu Herrn und Frau Fasold kamen und
nicht nur Akten fanden, sondern auch unerlaubte Waffen.  Der
Berlinstatus macht diesen Fall besonders brisant. Zum anderen brach
die Kriminalpolizei in die Wohnung des Türken Said Ylmaz  ein,  weil
sie dort Hehlergut vermutete.  Im ersten Fall,  den Arnold übernimmt,
geht  es  darum,  legale Schwächen des polizeilichen Vorgehens zu
finden und zu benutzen, um Herrn Fasold möglichst straffrei zu
halten. In dem von  Liebling  (zusammen  mit dem neuen Referendar
Wittich) bearbeiteten Fall hat sich die Polizei eindeutig verrannt.
    
    
    
    Mittwoch, 14. Juni 2000  (Woche 24)/19.05.2000
    
    21.50    Liebling Kreuzberg (15)
              
                 Das eigene Geld
              
                 Rollen und Darsteller:
              
                 Robert Liebling      Manfred Krug
              
                 Giselmund Arnold      Michael Kausch
              
                 Paula Fink      Corinna Genest
              
                 Senta Kurzweg      Anaj Franke
              
                 Sarah Liebling      Roswitha Schreiner
              
                 Rosemarie Monk      Diana Körner
              
                 Mutter Liebling      Karin Hardt
              
                 und andere
    
    Frau Liedtke,  fast 80 Jahre alt, lebt allein in Ihrer Wohnung und
hat einige Eigenheiten oder auch Marotten.  Zum Beispiel sammelt sie
seit 30 Jahren alte Kleider für wohltätige Zwecke und stapelt sie in
ihrer Wohnung.  Aber dass man ihr  nun eine
Gebrechlichkeitspflegschaft aufgezwungen hat,  dass man ihr Geld auf
ein für sie unzugängliches Konto eingezahlt hat, dass man sie also
entmündigte, wollen und können sie und ihr Anwalt (Arnold) nicht
akzeptieren.
    
    Frau Plaumann, in besten Jahren, will sich scheiden lassen. Nur
hat die Sache einen Haken: Zu dem gemeinsamen Vermögen,  von dem ihr
50 Prozent gehören soll,  gehörten  auch  mehrere  Hunderttausend
DM,  die aus einer Steuerhinterziehung stammen und die ihr Mann über
Jahre gut angelegt hat.  Rechtsanwalt Liebling steht da vor der
Frage, ob es nicht standeswidrig sei,  Frau Plaumann zu ihrem
vermeintlichen Recht zu verhelfen.
    
    
    Montag, 19. Juni 2000  (Woche 25)/19.05.2000
    
    20.15    Infomarkt - Marktinfo
                 Moderation: Sabine Hampel und Stephan Schlentrich
    
    Die Themen:
    
    Mietgärten - Zwischen Pflichten und Pflege
    Im Test: Deutsche Bahn
    
    
    
    
    Dienstag, 20. Juni 2000  (Woche 25)/19.05.2000
    
    Geänderten Beitrag beachten!
    
    22.35    (VPS 22.34)
                 Teleglobus
              
                 Die Sklavenjäger im Sudan
                 Eine Reportage von Stefan Schaaf
                 (Erstsendung: 29.06.1998)
    
    Im  Schatten  eines alten Feigenbaumes sitzen ein Dutzend
dunkelhäutiger Jungen  und  Mädchen.  Ein arabischer Aufseher
verhandelt mit einem afrikanischen Dorfältesten,  ein  Haufen  von
Geldscheinen wechselt den Besitzer - und die Sklavenkinder sind
wieder frei. Unglaubliche Geschichten von Menschenhandel dringen aus
dem Sudan. Kinder und Frauen aus dem Südsudan werden verschleppt,
misshandelt und zur Fronarbeit gezwungen,  berichten  westliche
Hilfsorganisationen.  Zwischen dem arabischen Norden  und  dem
christlich-animistischen  Süden tobt seit fast 40 Jahren ein brutaler
Bürgerkrieg,  und Sklaverei scheint in diesem blutigen Konflikt ein
letztes Mittel zu sein, den aufständischen Süden in die Knie zu
zwingen. Augenzeugen erzählen von paramilitärischen Einheiten des
Nordens, die Dörfer überfallen  und  Menschen  als Raubgut mitnehmen.
Die Schweizer Organisation "Christian Solidarity International" legt
Beweise dafür vor: Mit kleinen Propellermaschinen  fliegen die
Mitarbeiter in den umkämpften Südsudan,  um dort Menschen über
bezahlte Mittelsmänner wieder freizukaufen.
    
    Das  islamistische  Regime in Khartoum bestreitet,  dass es eine
systematische Versklavung  von Menschen gibt.  Vielmehr sei es unter
den Nomaden des Südens eine traditionelle Praxis, bei Streitigkeiten
mit einem anderen Stamm Geiseln zu nehmen.  Erst wenn die Fehde
beigelegt sei, würden diese wieder freigelassen.  Den vielen
Familien, die brutal auseinandergerissen werden, helfen solche
Erklärungen wenig.
    
    Die Reportage von Stefan Schaaf ist den Sklavenhändlern vom Sudan
auf der Spur. Der Film zeigt, wie die versklavten Menschen auf einem
Markt wie Ware feilgeboten werden. Unfassbare Geschichten der
Ausbeutung und Erniedrigung sind zu hören. Das Filmteam sprach mit
den Händlern,  die gleichmütig den makabren Preis für ein
Menschenleben benennen: hundert Dollar oder drei Kühe.  Vor fünfzig
Jahren wurde sie  von  den  Vereinten Nationen geächtet,  doch im
Sudan lebt sie noch: die Sklaverei.
    
    
    Mittwoch, 21. Juni 2000  (Woche 25)/19.05.2000
    
    21.50    Liebling Kreuzberg (16)
              
                 Rom und zurück
              
                 Rollen und Darsteller:
              
                 Robert Liebling      Manfred Krug
              
                 Giselmund Arnold      Michael Kausch
              
                 Paula Fink      Corinna Genest
              
                 Senta Kurzweg      Anaj Franke
              
                 Sarah Liebling      Roswitha Schreiner
              
                 Rosemarie Monk      Diana Körner
              
                 Mutter Liebling      Karin Hardt
              
                 und andere
    
    
    
    
    Rechtsanwalt Liebling ist in Rom, um dort von einem italienischen
Kollegen den Fall  des  Herrn Bierbaum zu übernehmen.  Herr Bierbaum
war vor vielen Jahren wegen eines Raubüberfalls straffällig geworden
und ist seitdem flüchtig. Nun will er aus beruflichen Gründen zurück
nach Deutschland - möglichst ohne ins Gefängnis zu müssen.  Aber in
Rom ist auch Lili,  Lieblings alte Freundin. Erzählt er deswegen Frau
Monk, dass er in Kopenhagen und nicht in Rom sei?
    
    Hausmeister Grollmann beschäftigt,  da Liebling nicht da ist,
diesmal Dr. Arnold mit einem seiner "sozialen Fälle": Frau Griebnitz,
Witwe eines verstorbenen  Skatbruders,  ist  samt ihrer drei Kinder
von ihrem Hauswirt aus Ihrer Wohnung geworfen worden. Das ist sicher
nicht rechtens. Aber wie kommt man am Wochenende zu seinem Recht?
    
    
    Montag, 26. Juni 2000  (Woche 26)/19.05.2000
    
    Geänderten Titel beachten!
    
    22.20    Unheilbare Triebe?
                 Das Elend der Psychiatrie hinter Gittern
                 Film von Günter Czernetzky
    
    
    Mittwoch, 28. Juni 2000  (Woche 26)/19.05.2000
    
    21.50    Liebling Kreuzberg (17)
              
                 Alles auf Bewährung
              
                 Rollen und Darsteller:
              
                 Robert Liebling      Manfred Krug
              
                 Giselmund Arnold      Michael Kausch
              
                 Paula Fink      Corinna Genest
              
                 Senta Kurzweg      Anaj Franke
              
                 Sarah Liebling      Roswitha Schreiner
              
                 Rosemarie Monk      Diana Körner
              
                 Mutter Liebling      Karin Hardt
              
                 und andere
    
    Auch  wenn  Tochter  Sarah  nicht  wieder eine "kritische Phase"
hätte,  wäre Rechtsanwalt  Liebling  in einer verzwickten Situation:
Um den Fall des Herrn Bierbaum  zu  übernehmen,  war er in Rom
gewesen und hatte dort seine alte Freundin Lili getroffen. Seiner
neuen Freundin, Rosemarie Monk, hatte er aber erzählt,  er  sei in
Kopenhagen gewesen.  Nun muss er Rosemarie,  die im auf die Spur
kommt,  erklären,  warum er sie belog. Außerdem muss er Rosemaries
Vorgesetzten, Oberstaatsanwalt Schobel, dazu bewegen, ihr den Fall
Bierbaum wegzunehmen, damit die persönliche Beziehung Monk - Liebling
nicht die dienstliche beeinflusst.  Der Fall Bierbaum,  an sich schon
schwierig genug, wird dadurch, dass Oberstaatsanwalt Schobel ihn
überraschend übernimmt, nicht einfacher.
    
    Herr Podelzig,  Bäcker von Beruf, hatte im Zustand des Vollrauschs
dem Fahrer eines  Busses  der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG)
angeblich eine Pistole in den Rücken gesetzt und ihn so gezwungen,
von seiner Route abzuweichen und ihn direkt vor seiner Wohnung
abzusetzen. Rechtsanwalt Arnold müsste beweisen, dass  die  Pistole
nur  ein  Kugelschreiber  und  überhaupt alles nur halb so schlimm
war, damit wenigstens nur ein Urteil auf Bewährung gefällt wird.
    
    
ots Originaltext: SWR
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