SWR - Südwestrundfunk

SWR: Programmhinweise Sonntag, 21. Mai 2000 bis Dienstag, 23. Mai 2000
(Woche 21)

    Baden-Baden (ots) -

    Sonntag, 21. Mai 2000

    16.30    Paternoster
         Das Magazin zwischen Himmel und Erde
         "Zum Teufel mit der Toleranz!"
         Wieviel Spielraum lässt die "Wahrheit"?
    
    "164.000 Christen starben 1999 wegen ihres Glaubens", titelte die
Welt im Januar. Die Zahlen beruhen zwar auf Schätzungen und erfassen
nur die offensichtliche Gewalt. Wieviele Menschen beispielsweise aber
im Sudan, in China und in Indonesien wegen ihres christlichen
Glaubens psychisch unter Druck gesetzt oder benachteiligt werden,
lässt sich aus keiner Statistik herauslesen. Intoleranz gegenüber
Christen in Asien - Toleranzappelle bei uns: Wie passt das zusammen?
Ist es da nicht nachvollziehbar, wenn viele Menschen sich sagen: "Zum
Teufel mit der Toleranz!" "Paternoster" geht in dieser Sendung den
Hintergründen von Phänomenen der Intoleranz nach, fragt nach den
Ängsten, die zu Konflikten führen und befasst sich insbesondere mit
der Forderung nach religiöser Toleranz: Kann derjenige, der für sich
so etwas wie religiöse "Wahrheit" erkannt hat, von diesem
Wahrheitsanspruch absehen? Wieviel Spielraum für Toleranz bleibt ihm?
Gast im Studio ist der Rottenburger Theologe und Herausgeber der
"Stauffenburg Discussion - Studien zur Inter- und Multikultur", Dr.
Michael Kessler. Die Sendung wird moderiert von Andreas Malessa.
    
    Beiträge:
    "Corpus Christi" - Bilanz eines Konfliktes um den "schwulen Jesus"
im Heilbronner Theater
    Christen unter Druck - Ausschreitungen in Asien
    Toleranz in Istanbul - Ein Beispiel für das Zusammenleben von
verschiedenen Religionen
    Toleranztraining - Porträt einer Heidelberger Initiative
    
    
    Sonntag, 21. Mai 2000  
    
    22.35  (VPS 22.34)
         Wortwechsel
         Fritz Frey mit Andrzej Szczypiorski
         (Zum Tode des polnischen Schriftstellers)
    
    In  dieser Woche verstarb Andrzej Szczypiorski.  Aus diesem Anlass
zeigt das Südwestfernsehen noch einmal den "Wortwechsel", den Fritz
Frey im vergangenen Sommer mit dem polnischen Schriftsteller in
Zürich führte. Szczypiorski (Roman: Die schöne Frau Seidenmann) wurde
als Katholik und polnischer Patriot von den deutschen Besatzern in
das Lager Sachsenhausen verschleppt. Später war er
Solidarnosc-Vertreter im polnischen Senat. Seine Bücher wurden in 23
Sprachen übersetzt.

    Montag, 22. Mai 2000  
    
    14.00    Yo!Yo!Kids
    
    Thema des Tages: Rope Skipping
    Serien: Bann der Sterne, Littles, Renaade
    Tipp: Sport und Spiel
    
    
    Dienstag, 23. Mai 2000  
    
    14.00    Yo!Yo!Kids
    
    Thema des Tages: Kinder zeigen Kindern Kunst
    Serien: Bann der Sterne, Littles, Renaade
    Tipp: Computerspiele
    
    
    Dienstag, 23. Mai 2000  
    
    22.30    (VPS 22.29)
         Teleglobus
         Zimbabwe am Abgrund
         Vom Musterland zum Krisenherd
         Ein Bericht von Stefan Schaaf und Uwe Bork
    
    Zimbabwe bewegt sich gegenwärtig am Abgrund eines Bürgerkrieges,
der das ganze südliche Afrika in Mitleidenschaft ziehen könnte. Seit
einigen Wochen besetzen sogenannte schwarze Kriegsveteranen das Land
weißer Farmer und fordern eine Aufteilung. Dabei sind Güter
geplündert und gebrandschatzt worden. Einige Weiße, die seit
Generationen im Land leben, sind ermordet worden. Opfer dieser Gewalt
sind  aber auch schwarze Farmarbeiter und Mitglieder der
Oppositionsparteien.
    
    Lange Zeit galt Zimbabwe als Musterland. Seit der Unabhängigkeit
1980 hatten Schwarz und Weiß friedlich zusammengelebt. Doch in den
letzten Jahren gebärdete sich Staatspräsident Robert Mugabe immer
mehr als Diktator. Der ehemalige Freiheitsheld verhinderte notwendige
Reformen und fördete Günstlingswirtschaft und Korruption. Damit wuchs
die Unzufriedenheit in der Bevölkerung, die demokratische Opposition
wurde stärker. Die Rufe nach einem Rücktritt Mugabes wurden lauter,
doch er denkt nicht daran. Stattdessen hat er eine demagogische
Kampagne gestartet, in der die Weißen zu Sündenböcken für die
wirtschaftliche Misere gestempelt werden und löste so die jetzige
Welle der Gewalt aus.
    
    Zimbabwe zeigt, wie schnell sich Rassismus instrumentalisieren
lässt und wie schnell eine jahrelange Versöhnungsarbeit zerstört
werden kann. Das kann auch unabsehbare Folgen für den großen Nachbarn
Südafrika haben,  wo dank der Aussöhnungspolitik Mandelas ein neuer
Anfang nach der Zeit der Apartheid eingeleitet wurde.
    

ots Originaltext: SWR
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