SWR - Südwestrundfunk

SWR-Produktionen erhalten "Marler Fernsehpreis für Menschenrechte"

    Baden-Baden/Marl (ots) - Amnesty International zeichnet "Im Schatten des Bösen" und "Tatort - Schatten der Angst" aus

    Baden-Baden/Marl. Zwei SWR-Produktionen sind heute (9.5.) mit dem "Marler Fernsehpreis für Menschenrechte" ausgezeichnet worden: "Im Schatten des Bösen" von Susanne Babila in der Kategorie "Dokumentation Ausland" und "Tatort -  Schatten der Angst" in der Regie von Martin Eigler in der Kategorie "Spielfilm". Amnesty International zeichnet mit diesen undotierten Preisen alle zwei Jahre Produktionen aus, die sich in besonderer Weise mit dem Thema Menschenrechte auseinandersetzen.

    Sechs Wochen lang war Susanne Babila mit dem Kameramann Jürgen Killenberger und dem Tonmann Felix Hugenschmidt in der terrorisierten Region Süd-Kivu im Nordosten des Kongo unterwegs. Vergewaltigung wird dort als systematische Kriegswaffe eingesetzt. Der Film "Im Schatten des Bösen" begleitet über mehrere Wochen einige Frauen, die während des andauernden Bürgerkriegs unvorstellbare Gausamkeiten erlebten. Im Krankenhaus Panzi erhalten sie medizinische und psychologische Hilfe. Ntakobajira beispielsweise erzählt, wie Milizen ihrem Mann die Augen ausstachen, ihn ermordeten und sie danach zwei Jahre als Sexsklavin gefangenhielten. Auch zwei Jahre nach der Erstausstrahlung ist der Film leider immer noch aktuell. Die Jury würdigte den Film, weil er " ...das Leid der Betroffenen auf eine würdige und einfühlsame Weise an die Öffentlichkeit" bringt. "Im Schatten des Bösen" ist eine Produktion der BildManufaktur GmbH, Stuttgart, im Auftrag des Südwestrundfunks in Zusammenarbeit mit Arte. Es produzierte Jürgen Killenberger, die Redaktion liegt bei Gudrun Hanke-El Ghomri (SWR), Ulle Schröder (Arte) und Nadine Zwick (Arte).

    Der Lena-Odenthal-Tatort "Schatten der Angst" setzte sich im Rahmen eines Krimis mit der Problematik sogenannter Ehrenmorde auseinander. Der Film "macht eindrücklich die Zerrissenheit der jüngeren Generation deutlich bei ihrer Wahl zwischen einem Leben in der modernen Gesellschaft und der Einordnung in das Wertesystem ihrer Familie (...). Er beleuchtet damit die Einschränkung der Würde und der Persönlichkeitsrechte und bringt ein immer noch zu wenig beachtetes Thema unserer Gesellschaft in unser Bewusstsein", würdigte die Jury den "Tatort". "Tatort - Schatten der Angst" ist eine Produktion des SWR in Zusammenarbeit mit der Maran Film. Es produzierten Sebastian Hünerfeld und Sabine Tettenborn, die Redaktion liegt bei Melanie Wolber und Manfred Hattendorf.

    Pressekontakt Dokumentarfilm: Daniela Kress, Telefon 07221/929-3800, daniela.kress@swr.de Pressekontakt Fernsehfilm: Annette Gilcher, Telefon 07221/929-4016, annette.gilcher@swr.de

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