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Südwestrundfunk (SWR): Schätze Skandinaviens im Juni in 3sat und Südwestfernsehen:

    Baden-Baden (ots) - SWR zeigt kulturelle Hochs aus dem Norden
    Petäjävesi, Bryggen, Roskilde und Visby in der SWR-Reihe "Schätze
der Welt"
    
    Schätze Skandinaviens sind im Juni Thema der SWR-Reihe "Schätze
der Welt - Erbe der Menschheit", die sonntags um 21.00 Uhr im
Kulturkanal 3sat läuft und am folgenden Samstag jeweils um 13.30 Uhr
im Südwestfernsehen wiederholt wird.  Mit der schlichten Holzkirche
von Petäjävesi und der Kathedrale von Roskilde hat die UNESCO zwei
gänzlich verschiedene Bauwerke zum Welterbe erklärt. Die beiden
Welterbestätten von Bryggen und Visby gehören dem Kapitel der Hanse
in Skandinavien an. Im Bergener Stadtteil Bryggen lebten die
deutschen Kaufleute und Gotlandfahrer, die sich im 12. Jahrhundert
hier zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen hatten. Von Visby
aus konnte sich der Handel bis nach Nowgorod und Asien ausgedehnen.
Weitere Informationen im Internet unter www. schaetze-der-welt.de
oder www.unesco.de
    
    Als "Blockhaus des Glaubens" stellt die Schätze-Reihe die
schlichte Holzkonstruktion im finnischen Petäjävesi vor. Wegen ihrer
traditionellen Holzbauweise Ostskandinaviens wurde sie 1994 zum
Welterbe der UNESCO erklärt. Der Film von Hans-Jürgen Grundmann am 4.
Juni auf 3sat und am 10. Juni im Südwestfernsehen führt durch die
Geschichte der Kirche. Diese fing damit an, dass die Gemeinde im 18.
Jahrhundert zu lange auf eine Baugenehmigung warten musste. Deshalb
beschloss man, auch ohne diese anzufangen.  Nach Jahrzehnten der
Vergessenheit konnte die Holzkirche vor dem Abriss bewahrt werden.
Beeindruckend sind die volkstümlichen Schnitzereien an der Kanzel:
eine Schar von Engeln mit bäuerlichen Gesichtern im Kontrast zu den
vier thronenden Evangelisten. Noch heute ist sie ein Denkmal der
Gläubigkeit der Menschen und des handwerklichen Könnens ihrer
Erbauer.
    
    Bryggen wird als "Nördlichster Brückenkopf der Hanse" am 14. Juni
zur veränderten Sendezeit um 10:30 Uhr auf 3sat und regulär am 17.
Juni um 13.30 Uhr im Südwestfernsehen vorgestellt. Die norwegische
Hansestadt Bergen ist seit 1360 einer der wichtigsten
Hansestützpunkte. Im Stadtteil Bryggen, seit 1979 Welterbe der
UNESCO, lebten die deutschen Handelsherren. Von ihnen und ihren
Geschichten berichtet der Film von Ursula Böhm. Das Bild des
Hafenviertels Bryggen wird durch die erdfarbenen und matt
gestrichenen Kontorhäuser aus Holz bestimmt. Fern von ihrer Heimat
führten die deutschen Kaufmänner, nach hanseatischem Recht
unverheiratet, ein hartes und entbehrungsreiches Leben.
    
    An die Redaktionen Reise/Wochenende/Medien
        
    Die Kathedrale von Roskilde ist die Grablege der dänischen Könige.
Wichtige Richtungen der Baukunst wurden verwirklicht, da die
dänischen Könige ihre Gräber im Stil der jeweiligen Zeit bauen
ließen. Roskilde ist die erste gotische Backsteinkathedrale in
Skandinavien. Bereits im 10. Jahrhundert ließ der dänische König hier
eine Kirche bauen. Doch Königin Margarete wollte sich gar nicht hier
begraben lassen. Der Bischof entführte ihren Sarg einfach und ließ
sie in Roskilde bestatten. Der Film von Jens Dücker erzählt von den
einzelnen Bauepochen des seit 1995 gelisteten UNESCO-Welterbes am 18.
Juni auf 3sat und am 24. Juni im Südwestfernsehen.
    
    Um den "Aufstieg und Fall der Hansestadt Visby geht es in der
Schätze-Sendung am 28. Juni mit der veränderten Ausstrahlungszeit um
10.30 Uhr auf 3sat und auf dem Regel-Sendeplatz am 1. Juli um 13.30
Uhr im Südwestfernsehen. Der Film von Hartmut Schwenk führt zurück in
die Blütezeit der Stadt. Die Handelsbeziehungen der schwedischen
Stadt Visby reichten im 12. und 13. Jahrhundert nach Nowgorod und bis
in den islamischen Raum hinein. Damit war der seit 1995 zum
UNESCO-Welterbe erklärte Ort der Schlüssel zum Osthandel der Hanse.
Geprägt wird das mittelalterliche Bild noch heute vor allem durch die
gewaltige Stadtmauer, die sich wie ein Ring um die ganze Stadt zieht.
    
    
    Diesen Text sowie Fotos zum Herunterladen finden Sie ab 23. Mai
2000 im Internet unter
www.swr.de/presse/pressebilder/bilder.html
    
    
ots Originaltext: SWR
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