SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Sonntag, 05.04.09 (Woche 15) bis Freitag, 01.05.09 (Woche 18)

    Baden-Baden (ots) - Sonntag, 5. April 2009 (Woche 15)/30.03.2009

    21.15 Spass aus Mainz mit Alice Hoffmann und Detlev Schönauer Gäste: Peter Beck Patrik Cottet Moine Jörg Knör BASTA

    Was ist bloß mit Vanessa los? Sonst die Ruhe selbst, unerschütterlich und mit Würde Begge Peders ungeschliffenen Späßen und Jacques' Anzüglichkeiten begegnend, ist sie heute wie ausgewechselt: Fällt ihren beiden peinlich berührten Männern um den Hals, hat im nächsten Moment das heulende Elend, um gleich darauf im Feldwebelton das Kommando im Bistro an sich zu reißen. Der Begge Peder diagnostiziert schnell: 'Die hot doch ebbes genomme!' Fragt sich nur was, denn Vanessa leugnet in ihren lichten Momenten jeden Kontakt mit Drogen, Klebstoff und Klosterfrau Melissengeist. Jacques und Peder können nur mit Mühe und viel Zuwendung die Gastkünstler vor Übergriffen schützen und einen halbwegs geordneten Ablauf des Abends sichern. Bis die Symptome dieser geheimnisvollen Persönlichkeitsveränderung plötzlich auch auf sie übergreifen.

    Gastkünstler:

    Patrick Cottet Moine: Der Südfranzose mit dem längsten Hals seit Erfindung des Giraffenmenschen zeigt den ungleichen Kampf zwischen Angler und Fisch - ein Pantomime der Extraklasse.

    Jörg Knör: Das Multitalent Knör präsentiert in einem rasanten Auftritt seine unglaublichen Qualitäten als Entertainer, Parodist, Sänger und Comedian und spannt den Bogen von Roberto Blanco über Dieter Bohlen zu Udo Lindenberg.

    Basta: Die kölschen Jungs beweisen, weshalb sie zu den angesagtesten A-Capella-Gruppen der Republik gehören: Brillante Stimmen, witzige Texte, präzise Performance sind ihr Markenzeichen - und sie sehen einfach verdammt gut aus.

    Sonntag, 5. April 2009 (Woche 15)/30.03.2009

    23.30 Wortwechsel Birgitta Weber im Gespräch mit Florian Schroeder (Kabarettist)

    "Zum Glück muss ich nicht mehr überall auftreten. Früher habe ich alle Geburtstage im Raum Freiburg bespielt. Und die Leute haben manchmal reihenweise über die Bühne gehend, den Saal verlassen", flachst der Kabarettist Florian Schroeder. Das ist allerdings lange her. Heute passiert dem Jungkabarettisten Schroeder so etwas nicht mehr.

    Als Klassenclown beginnt seine Karriere. Zum großen Vergnügen seiner Mitschüler parodiert Schroeder die Lehrer. Bereits mit 14 Jahren hat er seinen ersten Fernsehauftritt: In Harald Schmidts Sendung "Schmidteinander" parodiert er Helmut Kohl und Norbert Blüm. Zehn Jahre später tourt er mit seinem ersten Solo-Programm durch Deutschland. Jetzt ist er wieder unterwegs, mit der zweiten Show "Auf Ochsentour".

    Dem Publikum bekannt ist er aber vor allem durch seine eigene Kabarettsendung "Schroeder!" im SWR Fernsehen und durch den Kabarett-Talk "Seitensprung" bei 3sat. Bis heute ist er dabei seinen Ursprüngen treu geblieben und arbeitet bei seinen Parodien ausschließlich mit Stimme und Mimik. Birgitta Weber spricht mit Florian Schroeder über seine junge Karriere, seinen Werdegang und den derzeitigen Kabarettistenstreit.

    Montag, 13. April 2009 (Woche 16)/30.03.2009

    22.20 Stuttgarter Kabarettfestival 2009

    90 Minuten voller Spaß, Spott und Satire: ARD-Moderator Dieter Moor präsentiert die besten Jung-Kabarettisten beim Wettstreit um den Stuttgarter Besen 2009. Acht Künstler fegen im Minutentakt über die Bühne der Stuttgarter Wagenhallen. Am Ende des Abends entscheiden Publikum und Jury, wer die begehrten Kabarett-Trophäen mit nach Hause nehmen darf. Der Nachwuchspreis des Renitenztheaters wird bereits zum zwölften Mal vergeben. Mancher Besengewinner von einst ist heute ein Straßenfeger: Hagen Rether, Rolf Miller oder Florian Schröder haben den  Preis schon in der Vitrine, Heuer wollen diese Künstler hier Staub aufwirbeln: Carmela de Feo, Ohne Rolf, Nepo Fitz, Andreas "Spider" Krenzke, Zu Zweit, Frederic Hormuth, Thomas Schreckenberger und Bidlah Buh.

    Mittwoch, 15. April 2009 (Woche 16)/30.03.2009

    22.30 Auslandsreporter Der Autofriedhof des Herrn Messerli

    "Verkaufen kann jeder. Behalten ist Kunst." Das ist ein etwas ungewöhnlicher Wahlspruch für einen Schrotthändler, der von Altautos, Altmetall und Gebraucht-Teilen lebt. Denn ganz gewöhnlich ist Franz Messerli nicht. Kauzig könnte man jemanden nennen, der Oldtimer besitzt, die in Liebhaberkreisen Millionen wert sein könnten. Und der davon nach Möglichkeit nichts hergeben will.  "Da steht das Lebenswerk meiner Familie", sagt er, "das soll so bleiben."

    Den Schrottplatz in der Nähe der Schweizer Bundesstadt Bern hat Franz Messerli vom Vater geerbt. Zum Erbe gehörten auch Hunderte von Autos aus den dreißiger bis sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts, die Messerli Senior ab 1933 auf einer Wiese neben der Werkstatt abgestellt hatte. Meist vollständig und unbeschädigt - nur eben aus der Mode gekommen. Dort stehen sie immer noch, manche seit über siebzig Jahren. Aus der Wiese ist längst ein Wald geworden. Vögel nisten in Auspufftöpfen, Katzen huschen über löchrige Sitzpolster. Plymouth, Mercedes, Vauxhall, Jaguar, Fiat, DKW, Studebaker, BMW, Riley, Bianchi, Ford, VW Käfer - die Liste ist riesig. Fast sechs Jahrzehnte Automobilgeschichte unter Bäumen, von Brombeeren überwuchert, mit Moos bewachsen, Spinnennetze hängen an geborstenen Scheiben.

    Die meisten Oldtimer sind mittlerweile in desolatem Zustand. Als Messerli einst doch einen verkaufte, musste der mit dem Helikopter zwischen den Bäumen herausgeflogen werden. Etliche Meter über dem Boden brach der altersschwache Wagen auseinander. Dutzende Autos stehen in offenen Hallen, eine dicke Staubschicht hat sich auf die meist noch intakten Karossen gelegt. Es sieht aus, als wäre die Zeit über die Menschen hinweggegangen und hätte nur einige Beispiele ihrer Kunstfertigkeit hinterlassen: Alte Autos. Vergangenen Sommer setzten Künstler Messerlis Autofriedhof in Szene. Denn der Ort ist bedroht.

    Was den einen ein Kulturdenkmal von hohem historische Rang ist, bedeutet für andere schlicht eine nicht ordnungsgemäße Lagerung umweltgefährdender Stoffe, die schon viel zu lange andauert. Seit Jahrzehnten mahnen die Behörden Messerli, der wilden Lagerung von Schrott, Altöl und modernden Reifen mitten in der Natur ein Ende zu machen. Jetzt hat die Schlussrunde begonnen. Bis zum Herbst soll der Boden saniert und der Friedhof verschwunden sein. Dann wäre der Wald wieder sauber, aber die Gegend um einen Ort ärmer, dessen Faszination man sich nur schwer entziehen kann.

    Freitag, 17. April 2009 (Woche 16)/30.03.2009

    Genauen Untertitel beachten!

    22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Nur noch Heulen und Zähneklappern? - Angstmacher Krise

    Samstag, 18. April 2009 (Woche 17)/30.03.2009

    Genauen Untertitel beachten!

    12.20 Nachtcafé (WH von FR) Gäste bei Wieland Backes Nur noch Heulen und Zähneklappern? - Angstmacher Krise

    Freitag, 24. April 2009 (Woche 17)/30.03.2009

    Nachgelieferte Gäste beachten!

    00.00 Literatur im Foyer Thea Dorn im Gespräch mit Julia Schoch und Joachim Gaertner Folge 14/36

    Freitag, 1. Mai 2009 (Woche 18)/30.03.2009

    21.50  Angst im Autoland Jobkrise in Deutschlands Schlüsselindustrie

    Die Angst geht um in Deutschland. Längst hat sich die Krise der Banken wie Mehltau auf die deutsche Industrie gelegt. Ganz besonders davon betroffen: die Automobilhersteller, die nach Jahren der Rekordumsätzen  jetzt in einen Abgrund blicken. "Nichts ist unmöglich" - dieser Slogan eines Autokonzerns beschreibt die Lage sehr treffend. Seit sogar der Untergang einer automobilen Traditionsmarke wie Opel in bedrückende Nähe gerückt ist, scheint die Zeit der Gewissheiten für alle, die vom Auto leben, endgültig vorbei. Aber nicht nur die Autokonzerne zittern: von Produktionsrückgängen, Pleiten und Entlassungen sind auch Hunderttausende in den Zulieferbetrieben bedroht.

    Anlässlich des 1. Mai, des Tags der Arbeit, unternehmen SWR-Autoren eine aktuelle Reise durch Deutschlands Schlüsselindustrie. Sie besuchen Menschen, deren Jobs auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Automobil verbunden sind: Vom Arbeiter bei den Ford-Werken in Köln über die Trainerin für Autoverkäufer; vom Lademeister in Bremerhaven, der immer weniger deutsche Neuwagen nach Übersee verschifft, bis zum Betriebsrat eines krisengeschüttelten Automobilherstellers. Eine aktuelle Bestandsaufnahme zur Lage all derer, die vom Automobil leben.

    Pressekontakt: Georg Brandl, Tel. 07221/929-2285, E-Mail: georg.brandl@swr.de

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