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Brüderle sieht Chance für Opel,"wenn GM fair ist"/"2+Leif": Internes Strategiepapier der CDU sieht Familien- und Bildungspolitik als zentrales Wahlkampfthema und von der Leyen als "Wahlkampfjuwel"

    Berlin (ots) - Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Rainer Brüderle sieht eine Überlebenschance für Opel. In der SWR-Fernsehsendung "2+Leif" sagte Brüderle: "Ich würde statt einer Insolvenz eine Lösung prüfen, dass Opel aus der babylonischen Gefangenschaft mit GM herausgelöst wird. Das Problem ist doch, dass die Mutter Mist gemacht hat. Wenn diese Mutter jetzt fair ist mit den Mitarbeitern bei Opel gibt es eine Chance." In "2+Leif" sprach sich Brüderle außerdem gegen eine mögliche Ampelkoalition nach der Bundestagswahl aus. "Die Grünen machen uns permanent Avancen und beschimpfen uns gleichzeitig. Ich sehe inhaltlich keine Gemeinsamkeiten." Den Höhenflug der FDP in aktuellen Umfragen begründete der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Hartmut Schauerte (CDU), in "2+Leif" mit "einer Sehnsucht, dass die Große Koalition nicht fortgesetzt werden sollte". Schauerte nahm die CDU-Vorsitzende, Bundeskanzlerin Merkel, gegen parteiinterne Kritik an ihrem politischen Kurs in Schutz: "Wir kommen jetzt in eine Situation, wo Frau Merkel das Profil zeigen wird, das sie hat, das sie aber zur Führung der Großen Koalition nicht zeigen konnte. Sie musste die Dinge ja einigermaßen zusammenhalten." Die CDU will nach Informationen der SWR-Fernsehsendung "2+Leif" die Bildungs- und Familienpolitik zum Schwerpunktthema im kommenden Bundestagswahlkampf machen. In einem internen Strategiepapier, das "2+Leif" vorliegt und in der Sendung zitiert wurde, sieht die CDU bei jungen Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren die Chance, einen "Großteil der Stimmen zu holen". In diesem Zusammenhang bezeichnet die CDU in dem Papier Familienministerin Ursula von der Leyen als "Wahlkampfjuwel" der Partei. Sie müsse überall im Wahlkampf herausgestellt werden. Wörtlich heißt es im CDU-Strategiepapier zur Bedeutung der Ministerin: "Ihre bloße Anwesenheit zeigt, dass die Kompetenz im Bereich Familienpolitik bei der CDU liegt."

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