SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Freitag, 06.03.09 (Woche 10) bis Freitag, 10.04.09 (Woche 15)

    Baden-Baden (ots) - Freitag, 6. März 2009 (Woche 10)/04.03.2009

    23.30 Nachtkultur Die Kultur-Illustrierte Moderation: Markus Brock

    u.a. mit folgenden Themen: Täuschend echt  - Heike Makatsch als Hildegard Knef Zerrissen! - Das aufregende Leben des Hanno Rinke Bis dass der Tod uns scheidet - deutsche und türkische Hochzeitsbräuche Gute Kunst für jedermann? - die art Karlsruhe unter der Lupe

    Freitag, 20. März 2009 (Woche 12)/04.03.2009

    23.30 Nachtkultur Die Kultur-Illustrierte Moderation: Markus Brock

    u.a.: Bauen gegen die Energiekrise - Der Zukunftsarchitekt Werner Sobek

    Freitag, 20. März 2009 (Woche 12)/04.03.2009

    00.00 Literatur im Foyer Grenzerfahrungen: 20 Jahre Mauerfall - ein literarischer Rückblick Thea Dorn im Gespräch mit Julia Franck, Claudia Rusch, Susanne Schädlich u.a. Folge 10/36

    Am 9. November 1989 fiel die Mauer. Aber fiel sie auch in den Köpfen der Menschen? Nach 20 Jahren ist die Zeit für eine Bilanz gekommen, für eine Rückschau. Wie war das damals, das Leben mit der Grenze. Wussten die Westdeutschen überhaupt, was das ist, eine Grenze? Ist die Grenze alleine eine ostdeutsche Erfahrung? Und ist die Grenze in den Köpfen schon gefallen oder erkennt man immer noch, wer in der BRD, wer in der DDR aufgewachsen ist? Gibt es ein Leben nach der Grenze? Und wo gehören die Grenzgänger hin, die die DDR vor dem Mauerfall verlassen haben?

    Thea Dorn hat Gäste eingeladen, die die Grenze am eigenen Leib erfahren haben - und das Glück ihrer Überwindung,

    Julia Franck: "Grenzübergänge. Autoren aus Ost und West erinnern sich"

    Die Buchpreisträgerin Julia Franck hat in ihrer Anthologie "Grenzübergänge" Erinnerungstexte gesammelt von Autoren aus Ost und West. Sie selbst verließ 1978 mit ihrer Familie die DDR. Ein Dreivierteljahr lebte sie im Notaufnahmelager Marienfelde.

    Susanne Schädlich: "Immer wieder Dezember. Der Westen, die Stasi, der Onkel und ich"

    Susanne Schädlich verließ die DDR 1977 in einen ihr fremden Westen. In "Immer wieder Dezember" erzählt sie von ihrem mühsamen Ankommen - über den Umweg USA. Und sie erzählt vom Versuch der Stasi, sie auch im Westen weiter zu verfolgen. Susanne Schädlich ist die Tochter des bekannten Schriftstellers Hans Joachim Schädlich. Anfang der 90er Jahre musste sie erfahren, dass der ältere Bruder ihres Vaters die Familie für die Stasi ausspioniert hatte.

    Claudia Rusch: "Aufbau Ost. Unterwegs zwischen Zinnowitz und Zwickau"

    Claudia Rusch hat sich auf die Suche nach Deutschland Ost begeben. Sie hat alle 15 ehemaligen DDR-Bezirke bereist und Geschichten gefunden, die nicht entlang des einfachen Rasters Ost und West verlaufen. Schicksale in Grautönen, Menschen in Halbtrauer und -hoffung.

    Jutta Voigt: "Westbesuch. Vom Leben in den Zeiten der Sehnsucht"

    Jutta Voigt erzählt von DDR und BRD, damals als die Mauer noch stand. Sie erzählt von den Sehnsüchten der Ostdeutschen, die im Westen das gelobte Land  erträumten, von den genehmigten Westbesuchen der Rentner und Reisekader, vom Westler bei seinen armen Verwandten im Osten -  erlaubte oder nicht erlaubte deutsch-deutsche Beziehungen über die Mauer hinweg.

    Freitag, 3. April 2009 (Woche 14)/04.03.2009

    20.15 Fröhlicher Weinberg Moderation: Marc Marshall Weinregion Baden

    Der Fröhliche Weinberg beschäftigt sich heute mit der "Weinregion Baden". Als Vertreterin der Region ist Martina Hunn eingeladen. Die Winzerin aus Leidenschaft macht sich zudem nebenberuflich für die Frauen in der Männerdomäne Wein stark. Moderator Marc Marshall erklärt sie, was sich hinter den Worten "Vinissima - Frauen und Wein" verbirgt. In der Weinberg-Küche wirbelt unterdessen Daniel Fehrenbacher aus dem "Adler" in Lahr. Dort zaubern sein Vater und er mit regionalen Produkten Traditionelles neuerdacht auf den Tisch und haben so schon manche Auszeichnung gewonnen, vor allem aber die Begeisterung ihrer Gäste. Einen Blick hinter die Kulissen ganz anderer Art bietet Hubert Kirner. Er hält die Handwerkskunst des Kuckucksuhrenbaus in Schonach aufrecht und gibt Einblicke in das Zuhause des hölzernen Kuckucks. Dazu kommt eine Menge Musik ins Studio: Johnny Logan und die Geschwister Hofmann gesellen sich u. a. zu Marc Marshall - und wenn die erstmal zusammen auf der Bühne stehen ...

    Samstag, 4. April 2009 (Woche 15)/04.03.2009

    20.15 SamstagAbend: Alles für den Hund Moderation: Markus Brock

    Der SamstagAbend mit Markus Brock stellt prominente Hundehalter vor, zeigt extravagantes Zubehör sowie ausgefallene Angebote für den besten Freund des Menschen. Gäste sind u. a. die Sängerin und Hundeliebhaberin Dunja Rajter, der Hundepsychologe Martin Rütter, Mops Sir Henry mit Besitzerin Uschi Ackermann sowie der Hamburger Broder Drees, der Seebestattungen für Tiere anbietet.

    Für viele Hundebesitzer sind die treuen Vierbeiner der Inbegriff besserer Lebensqualität. Kein Wunder also, dass sich die Deutschen ihre Tierliebe auch was kosten lassen - schließlich soll es dem Liebling auf vier Beinen an nichts fehlen. Rund fünf Milliarden Euro ist ihnen das Wohlbefinden der ca. fünf Millionen Hunde in Deutschland pro Jahr wert. Es soll schließlich an nichts fehlen: Ob edelsteinbesetzte Halsbänder, Hundesofas oder Hundebetten, ob Pflegemittel oder Hundenahrung für gehobene Ansprüche. Und warum soll der geliebte Vierbeiner keine eigene Homepage besitzen? Sir Henry, seines Zeichens berühmter Mops mit eigener Zeitungskolumne, und seine Besitzerin Uschi Ackermann geben Einblick in das literarische Schaffen des vielseitigen Hundes. Der Phantasie von Herrchen oder Weibchen scheinen keine Grenzen gesetzt.

    Aber der richtige Umgang mit dem treuen Begleiter will gelernt sein: Tierpsychologe Martin Rütter, einer der besten Hundeexperten in Deutschland, hat dafür die Trainingsphilosophie D.O.G.S. entwickelt, die er in der Sendung vorstellt.

    Ihre Popularität und ihren Ruhm verdankt sie der Musik - ihr unverwechselbares dunkles Timbre wurde zum Markenzeichen. So kennen die meisten die Sängerin und Schauspielerin Dunja Rajter. Der Krieg in ihrer Heimat veränderte ihr Leben. So hat sich die Künstlerin u. a. auch dem Tierschutz in ihrer Heimat Kroatien verschrieben, wo sie mit einem Förderverein Tierheime für die zahlreichen verwahrlosten Hunde schaffen will.

    Dienstag, 7. April 2009 (Woche 15)/04.03.2009

    22.00 Fahr mal hin Es schillert so schön - Ein Streifzug durch Mannheim

    Bis heute ist Mannheim eine Stadt der Gegensätze. Kreativer Innovationsdrang trifft auf provinzielle Gemütlichkeit, Betonwüsten auf Grünanlagen wie den Luisenpark, Traditionsbewusstsein auf Multi-Kulti-Flair. Die Autorin des Films begibt sich im Schillerjahr auf Spurensuche nach dem großen schwäbischen Dichter, der zwei Jahre in Mannheim verbracht hat. Geflohen vor der pietistisch engen Welt in Schwaben, erschien ihm Mannheim - er kam 1782 mit 22 Jahren in der Kurpfalz an - wie ein verheißungsvolles Versprechen, eine kulturelle Hochburg. Tatsächlich war hier dann auch der Beginn von Schillers Dramatikerkarriere. Eine rauschende Premiere seiner "Räuber", worüber er sagte, dass er sich "zu Mannheim in einem angenehmen dichtrischen Taumel" befände. Bis heute hat die Stadt Mannheim ihren Rang als Talentschmiede nicht verloren. Hier arbeitet die einzige Popakademie Deutschlands, eines der originellsten Technikmuseen hat genauso Platz wie eines der wichtigsten Schauspielhäuser, das Nationaltheater. Dort hatte Schiller Premiere - und auch Walter Sittler, der populäre Schauspieler, der sich in "Fahr mal hin" nicht nur an seine Anfänge am Mannheimer Theater erinnert, sondern auch an die ersten Gehversuche seiner Tochter im Luisenpark. Eingefleischte Mannheimer, die ihre Heimat mit Inbrunst lieben, erzählen in der Sendung, was Mannheim so liebens- und lebenswert macht. Und Zugezogene zeigen, welche Rolle diese kontrastreiche Stadt in ihrem Leben hat.

    Mittwoch, 8. April 2009 (Woche 15)/04.03.2009

    22.30 Auslandsreporter Reiszocker und Co. - Wie Existenzen verspielt werden

    Einen Kredit zu bekommen, war für Bodiedulla Bhramaiam, den indischen Reisbauern aus Andhra Pradesh, schon immer schwer, ihn zurückzuzahlen noch schwerer. Was er nun in Folge der Finanzkrise erlebt, war unvorstellbar für ihn. 20 Prozent Zinsen hat er bis jetzt bezahlt, wenn er nun überhaupt noch neues Geld bekommt, zahlt er sogar bis zu 36 Prozent. Der indische Kreditmarkt ist wie ausgetrocknet: ausländisches Geld fließt kaum noch ins Land, vorhandenes wird abgezogen. Die weltweite Liquiditätskrise schlägt durch auf Indien und die Kreditklemme auf die dortigen Bauern. Bodiedulla sieht die vielen indischen Bauern vor sich, die sich in der Not das Leben nahmen, schon vor der Finanzkrise. Er glaubt, dass es nun noch mehr sein werden. Auch deshalb, weil die Spekulanten das Zocken mit Nahrungsmitteln entdeckt haben.

    Während laut UN täglich 100.000 Menschen an Hunger sterben, ist die Spekulation mit Agrarrohstoffen rasant gestiegen. Die UNCTAD stellte in ihrem jüngsten Handels- und Entwicklungsbericht fest, dass die Nachfrage nach sogenannten Future-Kontrakten und Optionen auf Agrarrohstoffe um nahezu 30 Prozent gestiegen ist. Reis, Mais, Weizen, sind für die Zocker besonders interessant, seit die Preise für Öl, Kupfer und Kobalt abgestürzt sind. Die Hedgefonds steuern auf der Suche nach profitablen Anlagemöglichkeiten die Agrarrohstoffbörsen an. Der Reispreis ist innerhalb von nur sechs Monaten um 80 Prozent gestiegen. Auch davon ist Bodiedulla Bhramaiam direkt betroffen. Da seine eigene Ernte nicht ausreicht, um seine Familie zu ernähren, müsste er Reis dazukaufen. Die hohen Preise kann er aber nicht mehr bezahlen.

    Während der indische Bauer angsterfüllt in die Zukunft schaut, haben die Zocker das Schicksal von Antoine in der Demokratischen Republik Kongo schon längst besiegelt: Seine Arbeit hat Antoine verloren - wie 10.000 andere Kongolesen auch. Arbeit hatte er von den Chinesen bekommen, die in der kongolesischen Provinz Katanga Rohstoffe suchten. Mit Kupfer, Kobalt und Coltan haben sie den seit Jahren andauernden Wirtschaftsboom in Gang gehalten, bis die Finanzkrise auch das chinesische Wirtschaftswachstum traf. Die Rohstoffpreise sind im freien Fall nach unten. Dreihundert im Hüttenwesen tätige chinesische Firmen machten innerhalb nur eines Monats in der Provinz Katanga dicht. Andere Arbeit gibt es nicht. Hunger und Kriminalität breiten sich aus in der Provinzhauptstadt Lubumbashi.

    Am 2. April 2009 wird London Schauplatz eines weiteren G20 Gipfels sein. Neue Regeln für die Finanzmärkte sollen verabschiedet werden. Regeln, die den Handlungsspielraum der Finanzjongleure und Spekulanten enger stecken sollen. Aber wird auch das System verändert werden, in dem eine Handvoll Spekulanten die globalen Geldströme auf der Jagd nach immer größerer Rendite lenkt? Entwicklungsländer warten auf eine globale Finanzordnung, in der sie nicht mehr nur Opfer sind, sondern die Spielregeln mitbestimmen können.

    Freitag, 10. April 2009 (Woche 15)/04.03.2009

    Beitrag ist kein Hörfilm!

    07.05 Luther Spielfilm Deutschland/USA 2003

    Freitag, 10. April 2009 (Woche 15)/04.03.2009

    Beitrag ist kein Hörfilm!

    02.05 Luther (WH) Spielfilm Deutschland/USA 2003

    Pressekontakt: Georg Brandl, Tel. 07221/929-2285, E-Mail: georg.brandl@swr.de

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