SWR - Südwestrundfunk

Der SWR rüstet sich für die Zukunft mit einem geänderten Fernsehangebot

    Baden-Baden (ots) - "Der SWR profiliert sein Programmangebot im
Ersten und im SÜDWEST Fernsehen". So umreißt Intendant Prof. Peter
Voß das erste Ergebnis der Programm- und Haushaltsberatungen für das
Jahr 2001. Im Vorgriff darauf wird die Zuschauer bereits ab September
2000 eine verbesserte Programmpalette im SÜDWEST Fernsehen erreichen.
    
    In den stürmischen Zeiten der Fusion von SDR und SWF zur neuen
Anstalt hat der SWR erhebliche redaktionelle, produktionelle und
finanzielle Anstrengungen, besonders bei der regionalen Ausgestaltung
der beiden SÜDWEST Fernsehprogramme unternommen. Jetzt geht es - so
der Intendant - darum, die Programmlinien des SWR insgesamt stärker
auszuprägen. Nicht die Herstellung von mehr Programmen sei gefragt,
sondern Qualitätssteigerungen und wahrnehmbare wie wählbare Programme
für Mehrheiten und Minderheiten unter den Zuschauern. Der Blick
richtet sich auf die Kernaufgaben einer öffentlich rechtlichen
Rundfunkanstalt.
    
    Allen Unkenrufen zum Trotz werden - so Peter Voß - keine
Programm-Mittel gestrichen. Um jedoch die Mehranforderungen für die
Programmprofilierung in Höhe von 16 Millionen Mark Direktmittel und 4
Millionen Mark Produktionsmittel aufbringen zu können, sind deutliche
Umschichtungen in den Etats notwendig, denen strukturelle Änderungen
und verbesserte Herstellungsverfahren folgen.
    
    Der SWR versteht nach Auffassung des Intendanten die neuerliche
Programmoffensive als Teil seiner Marktfähigkeit und
Zukunftssicherung mit einem öffentlich-rechtlich geprägten Angebot.
Er löst damit auch seine Verpflichtungen in der Arbeitsgemeinschaft
der Rundfunkanstalten (ARD) ein. Dem entspricht sein Engagement im
Bereich Fernsehfilm mit zwei "Tatorten" für den Sonntagabend und
attraktiven Fernsehfilmen für den Sendeplatz Mittwoch, 20.15 Uhr, im
Ersten. Die Konzentration der Mittel wird es dem SWR erlauben, im
Bereich von Feature und Dokumentation qualitativ hochwertige Reihen
und Einzelstücke fortzusetzen. Der Erfolg bisheriger Reihen wie z. B.
"Legenden" bestärkt den SWR in dieser Grundlinie. Dies gilt auch im
spezielleren Fall von Geschichtsthemen. Zugleich wird er seine
Zusatzangebote wie das erfolgreiche "ARD-Buffet", "Wunschbox" und
sein großes Engagement bei "ARD exclusiv" über seine
Quotenverpflichtung hinaus fortsetzen. Verstärkt werden die
finanziellen Mittel für die Auslandsberichterstattung.
    
    "Das SÜDWEST Fernsehen bedarf der stetigen Optimierung. Die
bisherigen Erfolge sind unbestreitbar. Sie müssen jedoch deutlich
verstärkt werden", so der Intendant des SWR.
Fortsetzung: Der SWR rüstet sich für die Zukunft mit einem
geänderten Fernsehangebot
    
    Das SÜDWEST Fernsehen will nicht auf Populismus setzen, aber - bei
voller Wahrung seines Qualitätsanspruchs - unter den acht dritten
Fernsehprogrammen dauerhaft einen mittleren Platz einnehmen. Die
Bündelung in den einzelnen Genres ist dabei unabweisbar, soll eine
größere Aufmerksamkeit erreicht werden:
    
    * Statt mehrerer Formate auf einem Sendeplatz gibt es im Idealfall
nur noch eines oder zwei, die aber dann in höherer Schlagzahl
gesendet werden. Es werden deshalb doppelt soviele "Nachtcafés"
hergestellt wie bisher. Dies trifft auch für das Wissenschaftsmagazin
"Sonde" zu, das sein Spektrum auf Medizin ausgedehnt. Das
Wirtschaftsmagazin "Saldo" erhöht seine Schlagzahl um zehn weitere
Sendungen.
    
    * Endlich gibt es ab August 2000 einen eigenen Sendeplatz für die
Regionalliga, Samstag, 18.00 Uhr. Die
Sporthintergrundberichterstattung - bisher in "Sport unter der Lupe"
auf dem Schirm - findet aus aktuellem Anlass in
"Schlaglicht"-Reportagen ihren Platz.
    
    * Neu ins Programm kommt ein Krimitermin am Mittwoch, 21.45 Uhr.
    
    * Neu ist ein Programmplatz mit Stücken aus der Reihe "Debut im
Dritten" und großen Dokumentationen (90 Minuten lang), die mit großem
Aufwand auch für das Erste Programm hergestellt werden. Die
Dokumentationsreihe "Menschen und Straßen" fügt sich diesem
Programmangebot nahtlos ein.
    
    * Neu ist die Sendung "Report nachgefragt",  montags, 22.15 Uhr.
Sie nimmt jeweils ein Schwerpunktthema der "Report"-Sendung des SWR
vom selben Tag aus dem Ersten im Gespräch mit Experten noch einmal
auf.
    
    * Das Unterhaltungsangebot wird neu sortiert. Auch Zuschauer, die
weniger der Schlager- und Volksmusik verpflichtet sind, finden in den
Sendungen "Erstes Glück" (bereits angelaufen) und "Sky Lights" eine
Farbe, die nicht nur ältere Zuschauer anspricht.
    
    * Neu kommt "Talk ohne Grenzen" mit Frank Elstner. Der SWR will
mit dieser Sendereihe am Samstagabend eine Alternative mit
europäischer Ausrichtung zum gängigen deutschen Unterhaltungsangebot
liefern.
    
    * Die aktuellen Kultursendungen erfahren eine konzeptionelle
Neugestaltung und eine dem Zuschauerfluss passendere Platzierung im
Programm.
    
    * Kultur am Sonntagvormittag wird künftig mit Literatursendungen
und einer großen Fläche für Musik aufwarten. Die Reihe "Baden-Badener
Disput" entfällt.
    
    * Wie bisher werden ein Dokumentationsplatz zu Themen der Zeit im
Programm stehen, ebenso wie ein Sendeplatz für Kultur-Feature. Ein
neuer Schwerpunkt wird eingerichtet mit dem Programm "Junger
Dokumentarfilm". Geschichtsdokumentationen und Wissenschaftsfeature,
die der SWR für das Erste herstellt, werden übernommen.
    
    * Das ambitionierte Projekt "Schätze der Welt", die
Gesamtdokumentation des UNESCO-Welt-Kulturerbes, ist nunmehr
dauerhaft gesichert.
    
ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Wolfgang Utz, Tel.: 07221/929-2785.

Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: SWR - Südwestrundfunk

Das könnte Sie auch interessieren: