SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Samstag, 31.01.09 (Woche 6) bis Freitag, 13.03.09 (Woche 11)

    Baden-Baden (ots) - Samstag, 31. Januar 2009 (Woche 6)/30.01.2009

    22.20 Frank Elstner: Menschen der Woche

    Klaus Maria Brandauer Der 65-jährige Österreicher ist einer der wenigen deutschsprachigen Weltstars. Für seine Rolle in "Jenseits von Afrika" bekam er den "Golden Globe" und eine "Oscar"-Nominierung. Internationalen Ruhm brachten ihm auch sein Engagements in "Mephisto", "Das Russland Haus" und als Schurke im James-Bond-Abenteuer "Sag niemals nie". Klaus Maria Brandauer spielt am 1. Februar bei den Winterfestspielen im Baden-Badener Festspielhaus "Ein Wintermärchen" nach William Shakespeare.

    Kay Nehm Er war zwölf Jahre lang der Chefankläger der Republik, der höchste deutsche Strafverfolger. Am 31. Mai 2006 trat er in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin wurde Monika Harms als erste Frau auf diesem Posten. Als Präsident der Deutschen Akademie für Verkehrswissenschaft e.V. lud er zum 47. Deutschen Verkehrsgerichtstag, der traditionell Ende Januar in Goslar zusammentritt.

    Jürgen Tarrach Ob als vom Pech verfolgter Pizzabäcker Carlo in der TV-Serie "Um die 30" (1994), oder als fauler, kettenrauchender Polizist aus Köln-Porz in "Die Musterknaben" (1996) - Schauspieler Jürgen Tarrach spielt die unterschiedlichsten Rollen, als wären Sie ihm auf den Leib geschrieben. Leib und Seele sind ihm übrigens ein großes Anliegen. Am kommenden Mittwoch (4.2.) ist er im Ersten an der Seite von Thekla Carola Wied in dem Psychothriller "Schuldig" zu sehen.

    Thomas Luderer "Der verrückteste Unfall aller Zeiten" schrieben einige Zeitungen. Am Sonntag kam ein PKW in Limbach-Oberfrohna bei Chemnitz von der Fahrbahn ab und flog in das Dach einer Gemeindekirche. Thomas Luderer leitete den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr, der es gelang, Fahrer und Auto zu bergen.

    Tamme Hanken Egal ob Mensch oder Tier, Tamme Hanken hilft allen, die zwei oder vier Beine haben. Der aus Ostfriesland kommende "Knochenbrecher" zählt zudem zu den weltweit gefragtesten Chiropraktikern für Pferde. Oft braucht es nur einen Blick auf das kranke Tier und der 48-Jährige weiß schon was zu tun ist.

    Sonntag, 1. Februar 2009 (Woche 6)/30.01.2009

    Geänderten Programmablauf beachten!

    09.55 (VPS 10.00) Katholischer Festgottesdienst "1000 Jahre Mainzer Dom"

    (bis 11.30 - weiter wie mitgeteilt)

    Sonntag, 1. März 2009 (Woche 10)/30.01.2009

    Geänderten Titel beachten!

    16.00 startklar - das automagazin

    Aus "Rasthaus" wird "startklar - das automagazin". Am Sonntag, 1. März, um 16.00 Uhr geht das neue Magazin mit Moderator Thorsten Link auf Sendung. Mit dabei sind neue Elemente wie die Reihe "Raus aus der Krise". Darin wird bei den großen deutschen Autoherstellern nachgefragt, wie deren wirtschaftliche Lage tatsächlich aussieht und mit welchen Modellen die Konzernchefs aus der Krise fahren wollen. Ab Mai wird Stefanie Tücking in "startklar" regelmäßig Menschen vorstellen, die eine ganz besondere Leidenschaft für Autos haben. In der Rubrik "klar!" werden außerdem alltägliche Fragen rund um den Straßenverkehr verständlich und unterhaltsam beantwortet. Bewährte Inhalte der bisherigen Sendung "Rasthaus" wie Serviceinformationen rund ums Auto und Fahrberichte aktueller Modelle bleiben bestehen.

    Freitag, 6. März 2009 (Woche 10)/30.01.2009

    Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten!

    00.00 Literatur im Foyer Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Lars Gustafsson und Peter Esterhazy Folge 8/36

    Péter Esterházy, Fußballfan und Friedenspreisträger aus altem Adelsgeschlecht widmet sich in "Keine Kunst" seiner Sportleidenschaft und erzählt dabei Familien- wie Zeitgeschichte.

    Lars Gustafsson lässt seinen Erzähler in die 50er Jahre reisen: "Frau Sorgedahls schöne weiße Arme" heißt der neue Schweden-Roman des Universalgelehrten.

    Péter Esterházy: Keine Kunst

    Wie erklärt man seiner auf dem Sterbebett liegenden Mutter die Abseitsregel beim Fußball? Aus einer bewegenden Episode entwickelt Péter Esterházy in seinem neuen Roman "Keine Kunst" die Geschichte seiner Mutter mit ihrer lebenslangen Fußballleidenschaft. Der ungarische Schriftsteller Péter Esterházy bekam 2004 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Bekannt wurde er durch seine großen Vatergeschichten "Harmonia Caelestis" und "Verbesserte Ausgabe"

    Lars Gustafsson: Frau Sorgedahls schöne weiße Arme

    Der schwedische Literaturprofessor Lars Gustafsson wird gerne als Universalgelehrter beschrieben. Mehr als 60 Bücher hat er veröffentlicht - von der Lyrik bis zum Krimi. Nach langen Jahren in Amerika ist er in seine schwedische Heimat zurückgekehrt und sein neues Buch "Frau Sorgedahls schöne weiße Arme" ist es auch: Gustafsson lässt seinen Helden, einen Philosophieprofessor, in das Schweden der 50er Jahre zurückblicken.

    Sonntag, 8. März 2009 (Woche 11)/30.01.2009

    Geänderten Titel beachten!

    16.00 startklar - das automagazin

    Mittwoch, 11. März 2009 (Woche 11)/30.01.2009

    Tagestipp 20.15 betrifft: Schwierige Jungs. Die neuen Sorgenkinder der Nation

    Eigentlich sind sie prächtige Buben, wenn man sie näher kennt: Marcel, Samir, Michael oder Maxi. Aber für ihre Umwelt gelten sie als extrem "schwierig". Michael bekam schon in der Grundschule das bewusstseinsverändernde Medikament Ritalin vom Hausarzt verordnet, weil er nicht so still sitzen und den Unterricht so aufmerksam verfolgen konnte wie die Mädchen. Marcel und Samir, 12 und 13 Jahre alt, sind von der Polizei immer wieder bei Trinkgelagen, Sachbeschädigungen oder Schlägereien aufgegriffen worden. Und den 14-jährigen Maxi wollen seine ratlosen Lehrer nach dem dritten Schulwechsel in eine "E-Schule", also eine Sonder-Schule für Erziehungshilfe, stecken. Seine allein erziehende Mutter weiß mit ihrem Sohn, den sie doch so liebt, einfach nicht mehr weiter ...

    Jungs sind die neuen Sorgenkinder, die Verlierer, vor allem auf dem Arbeitsmarkt. Unaufhaltsam ziehen die Mädchen an ihnen vorbei. Während die unzähligen "Gleichstellungsbeauftragten" in Behörden und Unternehmen noch immer davon ausgehen, dass Mädchen und Frauen diskriminiert seien, scheinen im Bildungsbereich die Jungen deutlich benachteiligt. Elf Prozent aller Jungs scheitern mit ihrem Schulabschluss. Im unteren Drittel der Gesellschaft ist die Situation sogar dramatisch: Ein Fünftel aller jungen Männer im Bundesgebiet ist heute auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar! Junge Männer haben doppelt so häufig wie Mädchen überhaupt keinen Schulabschluss (zwölf Prozent), ein Drittel von ihnen gelten bereits im Alter von zehn Jahren als funktionale Analphabeten. Gleichzeitig feiert die Politik jedes Jahr mit zigtausend "Girls Days" die Öffnung der letzten klassischen Männerberufe für Mädchen. Die Forderung nach "Boys Days" verhallt bisher ungehört.

    "betrifft" fragt nach den Ursachen für die dramatische Vernachlässigung des bislang angeblich so starken Geschlechts: Ist die zunehmende Auflösung der Familie daran schuld? Zerbrochene Familien, abwesende Väter und ein Erziehungsumfeld, das vom Kindergarten bis zum Schulabschluss überwiegend aus Frauen besteht, bewirken eine "Feminisierung des Alltags", die für viele Jungen keine Vorbilder bereit hält. Aber vielleicht sind es ja auch die Gene, die Jungs zu einem aggressiveren und selbstzerstörerischen Verhalten drängen?

    Der Film zeigt Beispiele für gestrandete Männlichkeit: Geschichten von überforderten Jungs, die ihr Unglück für Normalität nehmen, die keinen Plan haben für ihr Leben, denen Vorbilder und Beispiele fehlen. Er zeigt aber auch vereinzelte Lösungsansätze und hoffnungsvolle Versuche, den Jungs einen Lebenssinn zu geben und ihnen beim schwierigen Übergang in die Erwachsenwelt zu helfen. Und er fragt, ob es nach 30 Jahren erfolgreicher Mädchenförderung nicht   höchste Zeit ist, dass sich die Politik endlich auch der Jungenproblematik annimmt.

    Freitag, 13. März 2009 (Woche 11)/30.01.2009

    Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten!

    00.00 Literatur im Foyer Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Sarah Kuttner und Bodo Kirchhoff Folge 9/36

    Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Schriftstellern, Dichtern, Sachbuchautoren. Ob Romane, Gedichte, Briefe, ob Analysen oder Polemiken, alles kommt zur Sprache - meinungsfreudig, unterhaltsam, lebendig.

    Sarah Kuttner: Mängelexemplar

    Sarah Kuttner ist als Moderatorin bei VIVA und MTV bekannt geworden, hat in ihren Kolumnen Jugendkultur kommentiert und ist zurzeit als Reporterin auf den Spuren origineller Kleinanzeigen in der ARD unterwegs. "Eine Depression ist ein fucking event" - so fängt ihr Roman "Mängelexemplar" an. Sie erzählt amüsant, locker und informativ von etwas, das sich erst wie Liebeskummer anfühlt - und dann zur langjährigen Therapiekarriere führt.

    Bodo Kirchhoff: Erinnerungen an meinen Porsche

    Auch Bodo Kirchhoffs Held braucht Hilfe: Der Aktienhändler und überzeugte Macho liegt, durch seine Freundin schwer am Penis verletzt, in einem Sanatorium im Schwarzwald und erinnert sich an seine Frauen. Um ihn herum frisst die Rezession das Vermögen der besseren Kreise. Als Schriftsteller ist Bodo Kirchhoff Vollprofi - und so hat er bis wenige Wochen vor der Drucklegung an einem Buch gearbeitet, das scheinbar groschenromanreif ist, darüber hinaus aber ein erster literarischer Kommentar zur weltweiten Finanzkrise.

    Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Georg Brandl, Tel. 07221/929-2285.

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