SWR - Südwestrundfunk

SWR-Reihe "Schätze der Welt" im Mai auf 3sat und Südwestfernsehen: Antike UNESCO-Denkmale rund um das Mittelmeer
Telegene Kulturreise nach Paphos, Pamukkale, Palmyra und Baalbek

    Baden-Baden (ots) - Die Fernsehreihe "Schätze der Welt - Erbe der
Menschheit" vom Südwestrundfunk(SWR) in Baden-Baden folgt im Mai
antiken Spuren rund um das Mittelmeer. Im Mittelpunkt der Reihe in
den Fernsehkanälen 3sat und SÜDWEST stehen Welterbestätten der
UNESCO, deren Geschichte mit dem griechischen und römischen Altertum
verbunden ist. Im zypriotoschen Paphos verehrte man Aphrodite, die
griechische Göttin der Schönheit. Hierapolis mit seinen Thermen im
türkischen Pamukkale war im römischen Reich ein beliebter Kurort. Die
syrische Stadt Palmyra dagegen war ursprünglich ein Heiligtum des
altsyrischen Gottes Baal. Das libanesische Baalbek, erbaut als
Kultstätte für den Gott Baal, diente als Heiligtum für den römischen
Gott Jupiter. Die Sendungen laufen jeweils sonntags um 21.00 Uhr im
Kulturkanal 3sat und werden samstags um 13.30 Uhr im Südwestfernsehen
wiederholt.
    
    Am Sonntag, 7. Mai läuft in 3sat der Beitrag über "Paphos.
Wallfahrtsort der Aphrodite" (Südwestfernsehen am 13. Mai). Bereits
vor dem Aphrodite-Kult wurde in Paphos auf Zypern eine
Fruchtbarkeitsgöttin verehrt. Rainer Schirra schlägt mit seinem Film
über dieses Welterbe einen Bogen von diesen Anfängen bis hin zur
heutigen Zeit und berichtet damit von den verschiedenen
Fremdherrschaften und Einflüssen, die ihre Spuren auf der Insel
hinterließen. Der Wallfahrtsort wurde durch die Pilger sehr reich und
konnte sich damit zu einem Kulturzentrum entwickeln, das Bildhauer,
Dichter und Wissenschaftler anzog. Aphrodites Welt ist versunken.
Kunstvolle Mosaike, die von den Sagen der griechischen Antike
erzählen, zeugen noch von dieser Zeit. Mosaike findet man auch in den
byzantinischen Kuppelkirchen, die seit anderthalb Jahrtausenden
gebaut werden: Die Marienverehrung könnte man hier als eine
Fortsetzung des Aphroditeskults verstehen.
    
    Um "Pamukkale. Die Thermen von Hierapolis" in der Türkei geht es
eine Woche später am 14. Mai (SÜDWEST 20. Mai). Wattebauschburg
heißen die Thermen von Hierapolis im Volksmund. In der einst heiligen
Stadt, in der Dionysos, Athena und Isis verehrt wurden, stehen nur
noch Ruinen. Der Film von Gabi Reich erzählt die Geschichte der Stadt
und zeigt das außergewöhnliche Zusammenspiel von Natur und Kultur.
Als Gesamtheit wurden sie zum Welterbe der UNESCO ernannt. Zur
Blütezeit war Hierapolis eine kosmopolitische Stadt, in der
Anatolier, Mazedonier, Römer und Juden zusammenlebten. Das ehemalige
Theater ist noch heute erhalten. Der Zerfall begann im 4.
Jahrhundert: Badehäuser wurden zu Basiliken umgebaut.
    Fortsetzung: Antike UNESCO-Denkmale rund um das Mittelmeer
    
    Als Königin der Wüste wird die syrische Oasenstadt Palmyra
bezeichnet. Mitten in der syrischen Wüste liegt diese Oase. Ihr
widmet sich die Welterbe-Reihe am 21. Mai auf 3sat und am27. Mai  im
Südwestfernsehen. In dieser Sendung blickt noch einmal Kaiser
Aurelian auf Palmyra, bevor er diese Oasenstadt plündern lässt. Mit
seinen Augen führt der Film von Jens Dücker durch Palmyras
Geschichte: Lange konnte die syrische Kultur- und Handelsmetropole
seine Eigenständigkeit gegenüber dem römischen Reich bewahren, bevor
Aurelian die Stadt zerstörte. Viele Jahrunderte zogen hier die
Karawanen durch bis zur Seidenstraße. Die Stadt zwischen den
verfeindeten Reichen der Römer und der Parther war unabhängig, selbst
dann noch als Syrien eine Kolonie der Römer wurde. Anfang des ersten
Jahrhunderts nach Christus errichtete man in Palmyra ein neues
Stadtzentrum und einen Tempel für Baal, den höchsten mesopotamischen
Gott. Mit dem Bau dieser Gebäude orientierte man sich am
griechisch-römischen Stil. Zum Dank für die Hilfe im Kampf gegen die
Parther wird der Fürst von Palmyra zum Herrscher des Orients ernannt.
    
    Nach Baalbek am Fuße des Antilibanon-Gebirges geht es am 28. Mai
(3sat) und am 3. Juni (Südwestfernsehen). Die Säulen des Jupiter wird
diese Tempelanlage auch genannt. Durch den Sucher alter Fotoapparate
zeigt Christian Romanowski in seinem Film die Ruinen dieser Anlage.
Das gigantische Heiligtum, lange Zeit unbeachtet, wurde im 19.
Jahrhundert zu einem beliebten Ziel von Orientreisenden wie Gustav
Flaubert. Der Tempel zu Ehren des römischen Gottes Jupiter blieb
allerdings unvollendet. Als Kaiser Konstantin den christlichen
Glauben annahm, wurden die Statuen der alten Götter gestürzt, womit
die Zerstörung der alten Heiligtümer ihren Anfang nahm. Beeindruckend
bleiben die gigantischen Ausmaße der Anlage trotz allem für den
Kunstliebhaber von heute, auch wenn nur noch ein Bruchteil zu sehen
ist.
    
    Diesen Text sowie ein Foto von Paphos zum Herunterladen finden Sie
im Internet unter www.swr-online.de/presse/pressebilder/bilder.html
    Allgemeine Informationen zu dieser Fernsehreihe auch unter
www.schaetze-der-welt.de
    
ots Originaltext: SWR
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07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

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