SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Donnerstag, 01.01.09 (Woche 1) bis Donnerstag, 29.01.09 (Woche 5)

    Baden-Baden (ots) - Donnerstag, 1. Januar 2009 (Woche 1)/08.12.2008

    20.15 (VPS 20.14) Der Schwarzwaldhof Spielfilm Deutschland 2008 Autor: Christian Pfannenschmidt Rollen und Darsteller: Veronika Hofer Saskia Vester Dora Hofer Rosel Zech Sebastian Claasen Oliver Stokowski Albert Hofer Michael Hanemann Stefan Hofer Tim Morten Uhlenbrock Merle Hofer Miriam Morgenstern Curt Hofer Simon Licht Hermann Huck Walter Schultheiß Martin Buchner Arndt Schwering-Sohnrey Gitta Gerwisch Simone Ascher Dr. Conny Fuchs Delia Mayer und andere Kamera: Pascal Mundt Musik: Andreas Schilling

    Veronika Hofer (Saskia Vester), verheiratet und Mutter zweier fast erwachsener Kinder, steht an einem Scheideweg ihres Lebens: Nach einem Seitensprung ihres Mannes Curt (Simon Licht) haben die Eheleute sich zusehends auseinandergelebt, und obwohl sie sich noch immer gut verstehen, will Veronika nun den entscheidenden Schritt wagen und ihren Mann verlassen. Auch aus der Arbeit im familieneigenen 4-Sterne-Hotel will sie sich endgültig zurückziehen. Dann aber kommt Curt bei einem tragischen Wanderunfall ums Leben - und so steht Veronika plötzlich vor der Entscheidung, ob sie als Haupterbin bei ihrem Entschluss bleiben soll, dem Hotel den Rücken zu kehren. Zur großen Überraschung ihrer Familie beschließt sie, sich der Herausforderung zu stellen und die Leitung des Betriebs zu übernehmen.Vor allem Curts Stiefmutter Dora (Rosel Zech) ist von dem Vorhaben alles andere als begeistert. Die strenge Familienpatriarchin hatte gehofft, ihre ungeliebte Schwiegertochter nun endlich los zu sein und den "Schwarzwaldhof" nach ihren eigenen Vorstellungen führen zu können. Daher lässt sie die in Managementfragen noch unerfahrene Veronika in aller Deutlichkeit spüren, wie wenig willkommen sie im Hotel ist. Doch mit Fleiß, Willenskraft und Ehrgeiz gelingt es Veronika sehr schnell, sich in den Hotelalltag einzuarbeiten. Während ihre Tochter Merle (Miriam Morgenstern) ebenfalls im "Schwarzwaldhof" mitanpackt, droht Veronikas rebellischer Sohn Stefan (Tim Morten Uhlenbrock), sich durch illegale Geschäfte die eigene Zukunft zu verbauen. In dem Hotelgast Sebastian Claasen (Oliver Stokowski) findet Veronika derweil einen überaus charmanten Verehrer. Was sie nicht ahnt: Sebastian ist kein gewöhnlicher Tourist, sondern soll das Haus im Auftrag einer großen Hotelkette für eine Übernahme ausspionieren. In seinem Angebot sieht Dora endlich ihre Chance gekommen, Veronika ein für allemal auszubooten - lieber will sie das traditionsreiche Hotel verkaufen, als sich die Leitung mit ihrer Schwiegertochter zu teilen. Erst als es schon fast zu spät ist, erfährt Veronika von Sebastians Vorhaben und Doras Intrige. Enttäuscht wendet sie sich von Sebastian ab und nimmt den Kampf gegen Doris auf ...

    "Der Schwarzwaldhof" ist ein dramatischer Familienfilm von Erfolgsregisseur Matthias Tiefenbacher ("Oh Tannenbaum"). Vor der malerischen Kulisse des Schwarzwald-Ortes Freudenstadt erzählt der Film eine Geschichte von Familie und Tradition, Intrigen und Liebe. In den Hauptrollen sind Saskia Vester ("Die Landärztin"), Oliver Stokowski ("Der Ermittler") und Rosel Zech ("Um Himmels Willen") zu sehen. In weiteren Rollen spielen Tim Morten Uhlenbrock ("Der letzte Zeuge") und Miriam Morgenstern ("Das Traumhotel").

    Dienstag, 27. Januar 2009 (Woche 5)/08.12.2008

    23.00 Menschen unter uns Wer ein Leben rettet, rettet die Welt

    Winter 1944: Dekan Hermann K. Zeller und seine Frau Elsbeth verstecken das jüdische Ehepaar Krakauer in ihrem Pfarrhaus in Waiblingen, dreimal hintereinander. Das Ehepaar überlebt. Die noch lebenden Töchter, ihre Kinder und andere Verwandte empfinden heute die Rettung der Verfolgten als "selbstverständlich und normal". Die überlebenden Opfer der Schoa nennen jene Christen, die in der Zeit des Nationalsozialisten Juden retteten, "Gerechte aus den Völkern". Zu ihnen zählt das württembergische Pfarrerehepaar Zeller.

    Autor Günther B. Ginzel begibt sich auf eine bewegende Spurensuche. Der jüdische Autor entdeckt nicht nur die Leidensgeschichte des Ehepaars Krakauer und deren Rettung durch fromme Christen, sondern er blickt wie in einen Spiegel: Auch seine Eltern verdanken ihr Leben so genannten "Unbesungenen Helden".

    Der Film Helden wider Willen ist nicht nur eine Zeitreise in die Vergangenheit: Von der geretteten Familie Krakauer lebt heute, 70 Jahre später, niemand mehr; doch der Autor trifft die Nachkommen der Zellers, Enkel und Ur-Enkel. Und er stellt fest: Das Vorbild der Groß- und Urgroßeltern - und deren Erbe -leben weiter.

    Donnerstag, 29. Januar 2009 (Woche 5)/08.12.2008

    23.45 Zum Holocaust-Gedenktag Menschliches Versagen Autor: Michael Verhoeven

    Der Film wirft die beunruhigende und bis heute beschämende Frage auf, in welchem Ausmaß die zivile Bevölkerung in Nazi-Deutschland zum Profiteur der systematischen Beraubung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland und in den besetzten Ländern geworden ist.

    Das Ende des Holocaust ist - zumindest in seinen wichtigsten Fakten - bekannt. Viel weniger dokumentiert und bis heute viel weniger vorstellbar sind die Anfänge des Verbrechens mitten in einer "normalen" Gesellschaft. In seinem Film "Menschliches Versagen" geht der renommierte, vielfach preisgekrönte Autor und Regisseur Michael Verhoeven daran, anhand der konkreten Geschichten von Betroffenen den Vorgang der Ausgrenzung, Entrechtung, Enteignung und schließlich Deportation der jüdischen Mitbürger aufzuzeigen. Wie kann es sein, dass ein so eklatantes Unrecht durch immer neue Gesetze rechtsförmig gemacht wurde? Warum haben sich die damit befassten Behörden so intensiv, oft übereifrig am Holocaust beteiligt? Warum haben die meisten nichtjüdischen Deutschen so wenig dagegen unternommen? Wie war es möglich, sie alle zu Komplizen zu machen? Warum hat es quer durch ein riesiges Reichsgebiet so wenig Mut zum Aufbegehren und so wenig Kraft zum Widerstand gegeben? Der zentrale Themenbereich des Filmes ist die sogenannte "Arisierung" von jüdischem Eigentum und Vermögen, die vollständige Ausraubung der jüdischen Bevölkerung - die nach dem Krieg durch Rückerstattung oder Schadenersatz nur zu einem geringen Prozentsatz wieder "gut" gemacht worden ist.

    Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Georg Brandl, Tel. 07221/929-2285.

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