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Mittwoch, 19. April 2000
Schlaglicht
Kultur Südwest

Baden-Baden (ots) - Mittwoch, 19. April 2000 (Woche 16) 21.00 (VPS 20.59) Schlaglicht Am Himmel gibt es keine Bremsspuren - Wie Flugunfälle aufgeklärt werden Eine Reportage von Willy Brunner und Gerhard Wisnewski Ein Flugplatz in Niederbayern. Nur schwerfällig löst sich die zweimotorige Maschine von der Rollbahn und geht in einen Steigflug über. Schon nach kurzer Zeit beginnt sie zu sinken. Der linke Tragflügel hängt durch. Wenige Sekunden später explodiert sie an einer Böschung. Ein Jahr lang haben die Autoren den Beamten der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) über die Schulter geschaut. Bei Unfällen routinemäßig informiert, waren sie frühzeitig an der Absturzstelle und konnten bei der schwierigen und manchmal makabren Arbeit der Sachverständigen von Anfang an dabei sein. Eine Arbeit, die sich auf den Zusammenstoß von Segelflugzeugen ebenso bezog wie auf einen geheimnisvollen Selbstmord und den mysteriösen Absturz einer zweimotorigen russischen Maschine in Straubing. Dieser Unfall führte ein WDR-Team zusammen mit dem Braunschweiger Flugunfallexperten Stefan Hasenfuß sogar bis ins russische St. Petersburg, wo der Flugschreiber der Maschine ausgewertet werden konnte. "Einfach ist die Arbeit dieser Leute nicht", bilanzierten die Autoren die Recherchen. Denn: Am Himmel gibt es nun mal keine Bremsspuren. Mittwoch, 19. April 2000 (Woche 16) 22.30 Kultur Südwest Das aktuelle Magazin Moderation: Markus Brock "Herausforderung Tier" - Kunst von Beuys bis Kabakov zur Eröffnung der 15. Europäischen Kulturtage: Die 15. Europäischen Kulturtage Karlsruhe beschäftigen sich mit dem Thema Kunst und Kultur im neuen Jahrtausend. Ob Ausstellung, Musik, Literatur, Film oder Theater - alle Sparten stehen unter dem Motto "KunstStück Zukunft" und sollen Zukunftsaspekte aufzeigen. So zum Beispiel in der Städtischen Galerie: In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum für Naturkunde und dem Karlsruher Zoo präsentiert die Ausstellung "Herausforderung Tier" die Arbeiten zeitgenössischer internationaler Künstler, die sich mit der Tierthematik auseinander setzen. Die rasanten Entwicklungen in Naturwissenschaft und Technologie während der letzten Jahrzehnte haben die Stellung des Tieres in der zivilisierten Gesellschaft entscheidend verändert. Film, Fernsehen und vor allem die Werbung haben das Tier als Symbol der Sehnsucht nach einer besseren Welt vereinnahmt. Dem gegenüber stehen die viel diskutierten Themen, wie Tierversuche, Tiertransporte, Massentierhaltung oder Gentechnologie. Es zeigt sich, dass der Umgang des Menschen mit dem Tier zum Spiegelbild des Umgangs mit seiner eigenen Natur wird. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie umfasst Gemälde, Skulpturen und Fotografien sowie Computeranimationen, Videokunst und Rauminstallationen. Unter anderem sind Arbeiten von Joseph Beuys, Stephan Balkenhol, Andrew Mansfield oder Rosemarie Trockel zu sehen. Mo Koshji alias Brigitte Langenbrunner - ungewöhnliche Strickmode aus Freiburg: Seit rund zehn Jahren ist Mo Koshji alias Brigitte Langenbrunner als Designerin und Unternehmerin erfolgreich. Die Freiburgerin zählt zu den besten deutschen Modemachern. Bestrickt und gewickelt, in Kitt- und Sandtönen, schickte sie ihre Kundinnen durch den letzten Sommer. Auch in diesem Jahr wird sich daran nicht sehr viel ändern. Immer noch in Strick, jetzt allerdings etwas dunkler in anthrazit und schwarz. Und immer noch gibt's die langen Schlaufen und Bändel zum Knoten oder einfach hängen lassen. Geblieben sind auch die witzigen Details, wie Kapuzen oder kleine Täschchen. Zipflig asymmetrische Oberteile, weich fließend und ein bisschen japanisch anmutend, wie auch der Name Mo Koshji. In der Fabrik in Emmendingen bei Freiburg werden die zum Teil hauchdünnen Strickteile zusammengenäht und mit Extras versehen. Das Material kommt aus verschiedenen Deutschen Strickereien, das Design ausschließlich von Brigitte Langenbrunner selbst. Kultur Südwest stellt sie vor. Wer war Rolf Schott ? - Überraschender Nachlass-Fund des Mainzer Schriftstellers: Der in Mainz geborene Rolf Schott (1891 - 1977) war Erzähler, Theaterautor, Lyriker und Übersetzer. 1933 emigrierte Schott nach Italien, wo er bis zu seinem Tod lebte und unter anderem die Erzählung "Lore oder das Geheimnis des Kusses" schrieb. Heute ist der Schriftsteller fast vergessen, damals aber war er bestens bekannt, vor allem unter den deutschen Literaten. Rolf Schott hat mit vielen Schriftstellern, unter anderem mit Thomas Mann, Carl Zuckmyer, Hans Carossa und mit Hermann Hesse, korrespondiert. 50 Briefe von Hermann Hesse sind jetzt in seinem Nachlass in Rom gefunden worden. Kultur Südwest hat mit Dankwart von Loeper, der das Rolf-Schott-Archiv in Karlsruhe betreut, über den überraschenden Fund und die Person Rolf Schott gesprochen. "Nahdistanzen" - wie der Künstler Platino mit seinen Fotografien in die Sammlung der Stuttgarter Staatsgalerie eingreift: Die Stuttgarter Staatsgalerie präsentiert ab 15. April Arbeiten des Stuttgarter Künstlers Platino. Das besondere: seine Arbeiten werden in die bestehende Gemäldesammlung der Galerie integriert. Seit über zwei Jahrzehnten arbeitet Platino kontinuierlich an der bildlichen Dokumentation seiner Stuttgarter Räume RED SPACE I und RED SPACE II - ein Atelier, das gleichzeitig Lebensumfeld und Kunstwerk ist. Hier entstanden und entstehen Reihen von großformatigen Fotoarbeiten, die aus der gegenständlichen Welt neue Bezüge entnehmen. Der bildmäßige Charakter dieser Arbeiten hat den Anlass gegeben, etwa dreißig davon den Gemälden der Stuttgarter Sammlung gegenüberzustellen. Platino selbst übernimmt die Plazierung in den Räumen der Gemälde- und Skulputrensammlung. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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