SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Samstag, 04.10.08 (Woche 41) bis Freitag, 14.11.08 (Woche 46)

    Baden-Baden (ots) - Samstag, 4. Oktober 2008 (Woche 41)/30.09.2008

    23.35 Kabarett & Comedy ALFONS und GÄSTE mit Malediva und Marc-Uwe Kling

    Alfons ist mal wieder Gastgeber und Kabarettist in Personalunion. Mit französischem Blick und Akzent stellt der liebenswürdigste Kulturexport der "Grande Nation" Passanten alltagspolitische Fragen wie: "Leben Sie lieber in einer Demokratie oder einer Diktatur? Wer ist fauler - ein Arbeitsloser oder ein Ausländer? Als Reporter, der mit seinem "Puschelmikrofon", zahlreichen Notizblättern und der deutschen Sprache kämpft, gibt er seinen "Opfern" das Gefühl, ihm überlegen zu sein  und bringt sie so in atemberaubender Offenheit zum Reden - mit meist aberwitzigen Ergebnissen.

    Die Gäste: Marc-Uwe Kling singt neben seinem Studium der Theaterwissenschaften und Philosophie Lieder und erzählt Geschichten, u.a. vom "Känguru". Seit 2003 tritt er auf Lesebühnen und Poetry Slams auf. 2004 gründete er Berlins erste Lesebühne auf Sand, die "Lesedüne". Seit 2007 organisiert und moderiert er den "Kreuzberg Slam" in Berlin und den "PotSlam!" in Potsdam. Mit seinem Soloprogramm "Wenn alle Stricke reißen, kann man sich nicht mal mehr aufhängen", für das er mit zahlreichen Kabarettpreisen ausgezeichnet wurde, tourt er seit 2005 durch Deutschland. 2006/07 gewann er außerdem bereits zum zweiten Mal die "deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam". Über sein Programm sagt er selbst: "Ich habe es jetzt schon einige Male gesehen und finde es ganz witzig. Die Lieder gehen gut ins Ohr, ich kann sie inzwischen fast alle auswendig. Für meinen Geschmack könnte gerade in den Geschichten auch noch ein bisschen mehr über Männer-Frauen, IKEA oder die deutsche Bahn vorkommen. Originell finde ich allerdings die Idee das Programm in der Mitte zu unterbrechen."

    Malediva ist ein deutsches Chanson- und Kabarett-Trio bestehend aus Tetta Müller, Lo Malinke und Florian Ludewig (Musik und Arrangements). Seit 1997 erspielen sich Malediva auf ihren Tourneen durch Deutschland, Österreich, Südtirol und die Schweiz mit ihrer charmanten Art die Liebe des Publikums. Ihre Programme "Große Kundsd", "Schaulaufen", "Malediva leuchtet", "Heimatmelodie", "Lebkuchen. Das Malediva Weihnachtsspecial" und "Ab heute verliebt" wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der St. Ingberter Pfanne 2001 und dem deutschen Kleinkunstpreis des Mainzer Unterhauses 2006. In ihrem aktuellen Programm "Ungeschminkt" zeigt sich, dass Malediva die gelungene Paarung großer sprachlicher Komik mit überaus schräger und bisweilen rabenschwarzer Gesinnung ist - kongenial und zurückhaltend begleitet von Florian Ludewig.

    Samstag, 11. Oktober 2008 (Woche 42)/30.09.2008

    Geänderten Gast beachten!

    23.35 Kabarett & Comedy ALFONS und GÄSTE mit Hannes Ringlstetter und Sebastian 23

    Alfons ist heute wieder Gastgeber und Kabarettist in Personalunion. Mit französischem Blick und Akzent stellt der liebenswürdigste Kulturexport der "Grande Nation" Passanten alltagspolitische Fragen wie: "Leben Sie lieber in einer Demokratie oder einer Diktatur? Wer ist fauler - ein Arbeitsloser oder ein Ausländer? Als Reporter, der mit seinem "Puschelmikrofon", zahlreichen Notizblättern und der deutschen Sprache kämpft, gibt er seinen "Opfern" das Gefühl, ihm überlegen zu sein und bringt sie so in atemberaubender Offenheit zum Reden - mit meist aberwitzigen Ergebnissen.

    Die Gäste: Ein Künstler, viele Seiten: Hannes Ringlstetter singt, spielt Gitarre und Klavier, schreibt, moderiert, erzählt, spricht mehrere Dialekte, liest und macht gerne Unsinn vor und mit Menschen. Ein Allrounder, der alle Formen der Interaktion liebt und beherrscht. Skurrile Alltagsbegebenheiten und Beobachtungen über Vermieterinnen, Handwerker, Nachbarn und Bäckereien, dann wieder ein sinnlicher, menschenfreundlicher Blick auf die bayerische Seele und Sprache. Die eigenen Schwächen und Stärken nicht allzu ernst nehmen, das lebt der Hannes auf der Bühne vor, und die Menschen machen mit.

    Sebastian 23, geboren 1979 in Duisburg, heißt eigentlich Sebastian Rabsahl. Bevor ihn seine akademische Karriere nach Bochum lockte, prägte er lange den Freiburger Slam. Später gründete er nicht nur die "Bochumer Lesebühne" im RIFF, sondern  auch zwei weitere Slams in Bochum: den "Club der lebenden Dichter" und "Dead or Alive?". Inzwischen ist Sebastian 23 neben der Organisation auch für die Moderation der literarischen Wettbewerbe zuständig. Zusammen mit Gabriel Vetter, Felix  Römer und Lars Ruppel gründete er 2004 außerdem die erste deutschsprachige Poetry-Slam-Boygroup: "SMAAT". 2007 belegte SMAAT den 1. Platz bei den deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften in Berlin. Mittlerweile hat Sebastian 23 mehrere Veröffentlichungen in Buch-, CD- und DVD-Anthologien. 2006 erschien außerdem das Solo-Album "Gefühlsmoped". Wirken manche Stücke anfangs wie Comedy, wird beim weiteren Zuhören jedoch schnell klar, wo die besondere Qualität von Sebastian 23 liegt: Er schlägt auf perfekte Weise die Brücke zwischen Witz und Ernst. Aktuell hat der die St. Ingberter Pfanne 2008 gewonnen, einen der renommiertesten Kabarettpreise im Land. Und er ist nominiert für den Literaturpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

    Freitag, 17. Oktober 2008 (Woche 42)/30.09.2008

    22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Herausforderung Ruhestand

    Von den einen ersehnt, von anderen gefürchtet: Der Wechsel vom Berufsleben in den Ruhestand. Gewohnte Abläufe sind plötzlich hinfällig, an freier Zeit herrscht nun kein Mangel mehr. Für die einen ist dies der lang herbeigesehnte Beginn eines neuen, wohlverdienten Lebensabschnitts, der ganz entspannt mit vielen Reisen genossen wird. Andere wiederum empfinden das Ausscheiden aus dem Berufsleben als Ausgrenzung  und verfallen in Depression. Nicht selten brechen jetzt verschleppte Konflikte in der Partnerschaft auf, innere Leere macht sich breit, der Alltag ist nicht mehr ausgefüllt, die Ehe bricht auseinander, Krankheiten überfallen einen. Auch im Geldbeutel schlägt sich der Ruhestand nieder. Wer vorher  nicht ausreichend privat vorgesorgt hat, kann als Rentner schnell mit Altersarmut konfrontiert werden. Herausforderung Ruhestand zwischen Luxuspension und Schmalhans, wie schafft man den Übergang in die Rente, wie kann eine neue Lebensführung gelingen, welche Impulse braucht die Partnerschaft?

    Die Gäste:

    Ruth Maria Kubitschek liebäugelte bereits im Alter von 60 Jahren mit dem Ruhestand - doch aus dem geplanten Rückzug wurde nur eine kurze Auszeit. "Ich bin nicht fürs untätige Herumsitzen gemacht", musste die Schauspielerin feststellen. Von einer schöpferischen Unruhe getrieben, stand sie ganz schnell wieder vor der Kamera. Den entspannenden Ausgleich findet die heute 77-Jährige in ihrem "Garten der Aphrodite". Dort sammelt sie Kraft für neue Projekte.

    Der Journalist und Schriftsteller Hellmuth Karasek trauert seiner Jugend hinterher und begegnet dem fortschreitenden und unaufhaltsamen Verfall seines Körpers mit Trotz. Für ihn ist die Arbeit eine Art der "Betäubung" und eine Möglichkeit, dem Leben als Ruheständler aus dem Weg zu gehen. In seiner Einstellung ist der Literaturkritiker kompromisslos: "Wer einen Funken Verstand hat weiß doch, dass man in jungen Jahren viel besser dran ist."

    Auch Peter Schnell bekam es angesichts des nahenden Ruhestands mit der Angst zu tun: "Ich spürte regelrecht den Fall in die Bedeutungslosigkeit", erinnert sich der heute 67-jährige pensionierte Bahnmanager. Da ihm die Heftigkeit dieses Lebensabschnitts bewusst war, wollte er sich auf diese Zäsur vorbereiten: Mit Rucksack und Pilgerstab verließ Manager Schnell an seinem letzten Arbeitstag sein Büro und machte sich für die kommenden drei Monate alleine auf den Weg in Richtung Santiago de Compostela.

    Der Vater von Sylvie Gellesch scheiterte an der "Herausforderung Ruhestand". Den Zeitpunkt für seinen Wechsel ins Rentnerleben hatte er nicht selbst gewählt und das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, nagte schwer am Selbstwertgefühl des 58-Jährigen. Sylvie Gelleschs Vater wurde depressiv und krank - jegliche Hilfsangebote von außen wies er zurück. Bis zuletzt klammerte sich der einst lebensfrohe Mann an die Vergangenheit. Im Januar dieses Jahres nahm er sich im Alter von 71 Jahren das Leben.

    Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor am Institut für Gerontologie in Heidelberg, ist davon überzeugt, dass die Herausforderung Ruhestand von vielen Rentnern völlig unterschätzt wird. "Wenn ich nicht mehr berufstätig bin und nur noch Freizeit habe, dann wird das Leben schön!", sei eine tückische Entlastungsphantasie, so der Experte. "Der Mensch als sinnsuchendes Wesen braucht gerade im Ruhestand Engagementmöglichkeiten, sonst bekommt er ein Problem."

    Yvonne Bünnigs Vorstellungen vom Ruhestand unterschieden sich fundamental von denen ihres Mannes: Er wollte auf der Couch sitzen, sie ihre ungebremste Neugierde ausleben. Für Bünnig war er ein hoffnungsloser Fall. Kurzerhand packte sie ihre  Koffer - von heute auf morgen, nach 40 langen Ehejahren. "Und weil mir die räumliche Distanz nicht groß genug sein konnte, zog ich gleich 700 km weg." Versöhnung ausgeschlossen.

    Die Rentnerin Brigitte Skierwiderski führt ein Leben an der Armutsgrenze. Nach dem plötzlichen Tod ihres Ehemanns war sie mit dem Familienunternehmen auf sich alleine gestellt - bis vor drei Jahren wirtschaftliche Probleme zur Insolvenz des  Schlossereibetriebs führten. "Früher waren sechs Urlaubsreisen pro Jahr die Regel, heute bin ich froh, wenn mir durch meine Nebentätigkeit noch 332 Euro zum Leben bleiben."

    An der Bar: Metzgersgattin Erika Sieveke hatte konkrete Vorstellungen von ihrer Form der Selbstverwirklichung im Ruhestand: Der Motorradführerschein muss her! Seit sechs Jahren nun brettert die heute 66-Jährige auf ihrem "Lieschen" durch die Gegend und  um das neue Lebensgefühl zu komplettieren, kamen auch noch einige Tatoos hinzu: "Falten habe ich kaum im Gesicht, die glättet alle der Fahrtwind."

    Montag, 27. Oktober 2008 (Wocje 44)/30.09.2008

    Geänderten Beitrag für BW beachten!

    18.15 (VPS 18.14) Unser Baden-Württemberg Nahaufnahme Die Damen-Oase Ein Film von Jan Boué

    Sonntag, 2. November 2008 (Woche 45)/30.09.2008

    Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten!

    23.30 Wortwechsel Walter Janson im Gespräch mit Hardy Krüger (Schauspieler und Autor)

    An die Programmredaktionen Fernsehen

    Freitag, 7. November 2008 (Woche 45)/30.09.2008

    Geändertes Thema beachten!

    22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Patient Krankenhaus

    Samstag, 8. November 2008 (Woche 46)/30.09.2008

    Geändertes Thema beachten!

    12.20 Nachtcafé (WH von FR) Gäste bei Wieland Backes Patient Krankenhaus

    Freitag, 14. November 2008 (Woche 46)/30.09.2008

    Nachgeliefertes Thema beachten!

    22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Leben online - wie das Internet uns verändert

    Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Georg Brandl, Tel. 07221/929-2285.

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