SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Freitag, 19.09.08 (Woche 38) bis Mittwoch, 29.10.08 (Woche 44)

    Baden-Baden (ots) - Freitag, 19. September 2008 (Woche 38)/17.09.2008

    22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Schicksal Herkunft?

    Ob als Waisenkind im Heim aufgewachsen, als Kind suchtkranker Eltern geboren oder aus einer traumatisierten Familie - es gibt viele Gründe, warum der Start ins Leben belastet sein kann. Doch auch bei den Gutsituierten kann es schwierig werden, wenn die Tochter oder der Sohn sich standesgemäß verhalten muss, weil er die Familientradition oder ein Unternehmen fortführen soll. Manche holt das Schicksal der Herkunft erst später ein, andere tragen es von Anfang an mit sich. Welche Rolle spielt die Herkunft für das eigene Leben? Kann man sie überwinden? Kann es einem besondere Kraft verleihen, wenn man sich unter widrigsten Umständen behaupten muss? Wie schwer ist es umgekehrt, der besonderen Erwartungshaltung einer etablierten Herkunft gerecht zu werden oder sich daraus zu befreien? Wieland Backes fragt nach: Das Nachtcafé zum Thema: "Schicksal Herkunft?", am Freitag, den 19. September 2008 im SWR Fernsehen. Mit dabei sind der Schauspieler Michael Mendl und Porsche-Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück.

    Die Gäste:

    Als Vollwaise im Heim aufgewachsen hat der heutige Betriebsratschef von Porsche, Uwe Hück, früh eigene Überlebensstrategien entwickelt. Gerade weil er keine Liebe erfuhr, hat er verstanden gegen Unterdrückung zu kämpfen und für sein Recht auf Bildung und Beruf zu streiten. Sein Heimschicksal hat den Thai-Boxer nachhaltig geprägt, noch heute setzt er sich besonders für Schwache ein. "Wenn ich mit dem goldenen Löffel aufgewachsen wäre, wäre ich sicher nicht so, wie ich heute bin".

    Aus einem streng katholischen Umfeld der Nachkriegsjahre, und dennoch uneheliches Kind eines Priesters zu sein, war für den Schauspieler Michael Mendl eine nachhaltige Erfahrung. Seinen leiblichen Vater wollte er nie kennen lernen, den Adoptivvater hat er selbst für seine Mutter ausgesucht. Früh wurde er zur Selbständigkeit gezwungen und weiß: "Es war eine Konsequenz aus den ersten Jahren, dass ich so früh flügge wurde."

    In einem Alkoholikerhaushalt aufgewachsen hatte die Musikerin Katja Werker schon in der Jugend gelernt Probleme wegzutrinken. Ohne Selbstwertgefühl und beziehungsunfähig, fand sie mit dreißig Jahren aus einem Tiefpunkt mit Therapien heraus,  lernte sich und ihre negativen Verhaltensmuster kennen. Trotzdem bleibt für sie die ständige Gefahr des Rückfalls lebenslang: "Mein Elternhaus war mein Schicksal und es hat lange gedauert zu begreifen, was mir angetan wurde."

    Übereinstimmend mit der Hirnforschung besteht für den Philosophen Richard David Precht der Mensch aus verschiedenen Ichs, die vom Kitt der Emotionen zusammengehalten werden. "Wir sind umzingelt von unserer Lebensgeschichte, aber haben die Freiheit, uns in diesem Rahmen zu ändern." Er selbst lernte schon im politischen Elternhaus, Fragen zu stellen. Geblieben sind ethische Grundwerte und wissenschaftliche Neugier.

    Dass er das elterliche Familienunternehmen in dritter Generation übernehmen würde, war für Carl Friedrich Maier schon als Kind programmiert, um so größer war die Schmach für ihn, als er 2002 Insolvenz anmelden musste. Schuldgefühle und Depressionen raubten ihm den Schlaf, er mied das Licht der Öffentlichkeit. Mit Medikamenten und der Hilfe guter Freunde fand er langsam aus dem tiefen Loch heraus. "Was am meisten noch schmerzt, ist, dass ich meinen beiden Söhnen nichts mehr vererben kann."

    Die Tunesierin Esma Abdelhamid wurde mit neunzehn zwangsverheiratet und musste als Analphabetin und ohne Sprachkenntnis ihrem Mann nach Hamburg folgen. Die Wohnung wurde ihr zum Gefängnis, der prügelnde Mann zur Bedrohung, denn die zweifache Mutter musste sich dem muslimischen Familiengesetz beugen. Als ihr Mann sie verließ und ihr die Kinder nahm, lernte sie zu kämpfen. Das Gericht gab ihr das Sorgerecht und obwohl sie jetzt eine selbständige Frau ist, weiß sie: "Man  kann sich aus dieser kulturellen Herkunft nicht wirklich befreien."

    An der Bar: Im kulturellen Sinne ihrer kroatischen Eltern erzogen, spürte Antonija Macan immer ein Anderssein, erst mit zweiundzwanzig Jahren fand die Biologiestudentin zufällig die Erklärung: Die Blutgruppen verrieten, dass der leibliche Vater ein anderer war, sie war das Kind eines Samenspenders. Hilflosigkeit und Wut ließen sie weiterforschen, aber die Akten waren bereits vernichtet. "Es ist mein Schicksal, dass ich keine wirkliche Herkunft habe und den Namen meines Vaters nie wissen werde."

    Freitag, 19. September 2008 (Woche 38)/17.09.2008

    23.30 Nachtkultur Die Kultur-Illustrierte Moderation: Markus Brock

    unter anderem mit folgenden Themen: "Panikrocker" in der Kurstadt - Udo Lindenberg mischt Baden-Baden auf Echter als die Wirklichkeit? - Die inszenierte RAF im Film "Baader Meinhof Komplex" Museums-Check - Folge 2 -  Das Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst in Straßburg Von Erotik bis Pornographie - Die Ausstellung "Darkside" im Fotomuseum Winterthur

    Samstag, 20. September 2008 (Woche 39)/17.09.2008

    22.20 Frank Elstner: Menschen der Woche

    Erwin Teufel Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) wird am 21. September in Rottenburg (Kreis Tübingen) mit dem Eugen-Bolz-Preis geehrt. Die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung würdigt die Leistung des von christlicher Verantwortung geprägten Politikers. Die Laudatio wird Bundestagspräsident Norbert Lammert halten.

    Matthias Steiner Der Chemnitzer Gewichtheber gewann in Peking die Goldmedaille im Superschwergewicht und bescherte Millionen von Zuschauern einen der emotionalsten Momente der Olympischen Spiele 2008.

    Julia Stemberger Zur Zeit läuft mit großem Erfolg die ARD Serie "Die Stein" mit Julia Stemberger in der Titelrolle. Die gebürtige Wienerin stammt aus einer Schauspielerfamilie. Ihre Anfangsjahre gehörten dem Theater. Entscheidend für ihre Karriere in Deutschland waren Dieter Wedels Mehrteiler "Der Schattenmann" und "Der König von St. Pauli". Seit den 90er Jahren wirkte sie als Sängerin auch in Musicals mit und bestritt Soloabende.

    Gabriele Strehle Gabriele Strehle begann als junge Designerin bei der Strehle KG, die ursprünglich konventionelle Damenmäntel herstellte. Dank ihrer innovativen Konzepte wurde sie 1985 Chefdesignerin des Hauses. Es folgte die Gründung eines schlichten, aber edlen Prêt-à-porter-Labels unter dem Markennamen "Strenesse", dass sie 1995 in Mailand vorstellte. Seit 2002 stellt die Luxusmarke auch Herrenkollektionen her.

    Jörg Zittlau Die Pannenstatistik unserer Fauna weist unglaublich viele Macken und Marotten auf. So kann sich der Ziesel nach dem Winterschlaf an nichts mehr erinnern, was in seinem Leben zuvor geschah, und männliche Krähen stoßen bei Schauflug für die Angebetete tollpatschig mit Rivalen zusammen. Witzig und kenntnisreich präsentiert Jörg Zittlau Verhaltensweisen, die dem Fortleben der Evolution nicht gerade förderlich sind.

    Freitag, 26. September 2008 (Woche 39)/17.09.2008

    22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Weibsbilder

    Die Emanzipation hat ihre Spuren hinterlassen: Längst haben die Weibchen von einst die Schürze abgestreift und gegen die Hose getauscht - und die hat Frau mittlerweile an, sehr zur Verunsicherung der einst strahlenden Manneswelt. Ganz gleich ob nun gestandene Powerfrau oder neofeministisches Alphamädchen, kurvenreiches Superweib oder sendungsbewusstes Muttertier: Frau weiß, was sie will und ist selbstbewusster denn je. So selbstbewusst, dass auch jede Rolle rückwärts möglich ist - wie jüngst von Eva Hermann prominent präsentiert. Weibliche Lebensentwürfe sind so vielfältig wie nie. Entsprechend geben sich im Nachtcafé bei Wieland Backes die unterschiedlichsten Damen ein Stelldichein. Mit dabei die frisch gebackene zweite Ehefrau des niedersächsischen Ministerpräsidenten: Bettina Wulff.

    Die Gäste:

    First Lady von Niedersachsen - das hätte sich Bettina Wulff noch vor ein paar Jahren nicht träumen lassen. An der Seite ihres mächtigen Mannes gewöhnt sie sich an vieles, auch an Urlaub mit Bodyguards. Ihr Profil verliert die junge Mutter dabei nicht: Nach der Babypause will sie schnell wieder ins Büro.

    Monica Ivancan weiß mit Freaks gut umzugehen. In ihrer Sendung gibt das Model hilflosen Langhaarzotteln Baggertipps. Arbeit am Mann, sozusagen. Auch zu Hause bändigt die Schöne ein besonderes männliches Gegenüber: Oliver Pocher.

    Niemand spielt den Jazz so schön wie Ilse Storb. Bewaffnet mit Piano oder Trommel geht die streitbare alte Dame auf ihr Publikum los. Improvisation der besonderen Art mit besonderem Engagement - und wenn die grelle Sonnenbrille dabei verrutscht.

    Kein Volksfest ohne Josefine Maier! Im bayrischen Dirndl sorgt die Übermutter aller Festwirtinnen für Gockel, Bier und gute Stimmung - und das seit mittlerweile einem halben Jahrhundert. Nach dem Tod ihres Mannes 1973 sogar als alleinige Chefin der Kompanie.

    Schon als junge Frau hatte sich Ruth Heil zwölf Kinder gewünscht - es wurden dann elf. Ihren Mann musste die gestandene Mutter vom traditionellen Familienentwurf Marke Fußballmannschaft erst überzeugen. Ihm hätte ein Tennisdoppel gereicht

    Heike Schiller liebt die Frauen und nicht die Männer. Das erregt heutzutage keine öffentlichen Skandale mehr. Gleichberechtigung für alle: Ihrer Ehe mit einer Frau stand nach dem neuen Partnerschaftsgesetz nichts im Wege. Auch der Scheidung  vier Jahre später nicht.

    An der Bar: Im Sommer 2005 verabschiedete sich die Zimmerer-Gesellin Isabell Brück bei ihren Lieben in Leinfelden, um auf die Walz zu gehen. Drei Jahren lang tingelte sie durch Europa - und von Norwegen bis Marokko wunderte sich mancher Zimmermannsmeister, als Frau Kollegin an die Tür klopfte.

    Mittwoch, 15. Oktober 2008 (Woche 42)/17.09.2008

    22.30 Auslandsreporter Zwischen Allah und Atatürk - Zerrissene Seelen am Bosporus Ein Film von Wiltrud Kremer

    Die einen hatten den "Putsch der Justiz" gegen die Regierung befürchtet, die anderen hatten ihn gewollt. Er blieb aus. Die Regierungspartei AKP wurde nicht verboten. Die politische Krise scheint vorerst abgewendet, aber die Türkei bleibt ein zerrissenes Land. Zerrissen, zwischen Ost und West, zwischen Allah und Atatürk, zwischen Demokratie und Repression. Wer sind die einen, wer die anderen, wer die im Keim vorhandene dritte Kraft, die Liberalen? Die Türkei ist offiziell Kandidat für einen EU-Beitritt, aber daran scheiden sich nicht nur in West-Europa die Geister.Die türkische Gesellschaft ist tief gespalten zwischen religiös-konservativen Muslimen, laizistisch-nationalistischen Kemalisten und liberalen Demokraten. Im "Auslandsreporter" erzählen sie ihre Geschichte. Sie nehmen uns mit in ihren Alltag und zeigen, warum sie um die Köpfe und Herzen der Türken und um die politische Zukunft des Landes kämpfen. Drei Gesichter der Türkei, drei "türkische Seelen", stellt der "Auslandsreporter" vor, auf seiner Reise durch das Gastland der Buchmesse in Frankfurt.

    Freitag, 17. Oktober 2008 (Woche 42)/17.09.2008

    20.15 Fröhlicher Weinberg Moderation: Marc Marshall Thema: Weinregion Sachsen Gäste u.a. Weinkönigin 2007/08 Evelyn Schmidt, die neugewählte Weinkönigin, Dirk Busch, Wilde Herzen, Baccara, Captain Cook

    Eine Weinregion Deutschlands bildet in Zukunft immer einen inhaltlichen Schwerpunkt im Fröhlichen Weinberg. In der Livesendung am 17. Oktober geht es um das nordöstlichste Anbaugebiet Europas: Das Weinland Sachsen erstreckt sich an der Elbe  von Pirna über Dresden, Radebeul und Meißen bis zum Elbweindorf Diesbar-Seußlitz nordwestlich von Meißen.

    Zu Gast bei Moderator Marc Marshall sind unter anderem die Geschwister Katharina und Matthias Schuh. Deren Familie kommt von der Mosel, hat aber in Sörnewitz erfolgreich ein Weingut aufgebaut. Außerdem begrüßt er die neue Deutsche Weinkönigin, die dann gerade eine Woche im Amt sein wird.  Musikalische Gäste sind der Universitätsprofessor und Schlagerstar Dirk Busch - in seiner langen Erfolgskarriere hat er über einhundert Titel in sechs Sprachen veröffentlicht - und Schlagerlegende Bata Illic, außerdem die junge Gruppe "Wilde Herzen" und Capt'n Cook und seine singenden Saxophone.

    Freitag, 17. Oktober 2008 (Woche 42)/17.09.2008

    00.00 besser lesen Walter Janson mit Lale Akgün und Michael Jürgs

    Die SPD-Politikerin Lale Akgün sowie der Journalist und Autor Michael Jürgs sind dieses Mal zu Gast bei Walter Jansons Sachbuchsendung "besser lesen" in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin.

    Walter Janson spricht mit Lale Akgün über ihr Buch "Tante Semra im Leberkäseland". Bei der Familie Akgün war es nie langweilig. Dafür sorgten schon die unterschiedlichen Charaktere der Familienangehörigen: der politisch sehr begeisterungsfähige Vater und die vornehme Mutter, überzeugte Kemalistin. Nicht zu vergessen: Tante Semra, die erst nach Mekka pilgert und dann alles dafür tut, um ihre geliebten Leberkäsebrötchen weiterhin ohne schlechtes Gewissen zu essen. Das aus türkischer Sicht beschriebene deutsche Leben seit den 60er Jahren, lässt auch den deutschen Leser über sich selbst und die deutsche Mentalität lauthals lachen. Lale Akgün, geboren 1953 in Istanbul, kam als Neunjährige mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie ist seit 2002 Bundestagsabgeordnete und lebt mit Mann und Tochter in Köln.

    "Wie geht's Deutschland?" ist der Titel von Michael Jürgs neuem Buch. Fast zwanzig Jahre nach dem Mauerfall macht sich der Hamburger Journalist Michael Jürgs auf die Reise, um herauszufinden, wie es den Deutschen geht. Er befragt viele bekannte und unbekannte Deutsche, darunter Angela Merkel, Matthias Platzeck, Egon Bahr, Joachim Gauck, Gregor Gysi, Erich Loest, Günter Jauch. Entstanden ist kein typisches deutsches Geschichtsbuch, sondern ein Buch voller Geschichten. Während seiner Recherchereise entdeckt Michael Jürgs bislang geheime Dokumente, wie den tatsächlichen Schießbefehl an der Mauer. Der Journalist Michael Jürgs, geboren 1945 in Ellwangen, war Chefredakteur bei "Stern" und "Tempo". Heute ist er hauptberuflich als Sachbuchautor tätig, u. a. veröffentlichte er: "Der Fall Romy Schneider", "Bürger Grass" und "Typisch Ossi - Typisch Wessi".

    Samstag, 18. Oktober 2008 (Woche 43)/17.09.2008

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    09.00 (VPS 08.59) Bens Ranger-Tagebuch Doku-Serie Deutschland 2006 Ein Nashorn zum Liebhaben Folge 1 Autor und Regie: Frank Feustle

    Sonntag, 19. Oktober 2008 (Woche 43)/17.09.2008

    Geänderten Programmablauf beachten!

    11.00 (VPS 10.59) Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Die Altstadt von Graz, Österreich Als ob man zum Frieden käme ... Film von Goggo Gensch

    11.15 (VPS 11.00) Fröhlicher Weinberg (WH von FR) Moderation: Marc Marshall Thema: Weinregion Sachsen Regie: Michael Schulze Gäste u.a.: Weinkönigin Evelyn Schmidt, die neu gewählte Weinkönigin, Dirk Busch, Wilde Herzen, Baccara, Captain Cook

    12.45 (VPS 13.15) In aller Freundschaft Die Kraft der Gefühle Fernsehserie Deutschland 2008 Folge 407

    13.30 (VPS 14.00) Rote Lippen soll man Küssen Spielfilm A 1963 Autor: Kurt Nachmann Regie Franz Antel

    15.00 (VPS 16.45) echt antik?! aus Baden-Baden Folge 49

    15.30 (VPS 15.29) 100 % Urlaub

    16.00 (VPS 15.59) Rasthaus Das Auto- und Verkehrsmagazin

    16.30 (VPS 15.30) Die wunderbare Welt der Pilze Autoren: Karlheinz Baumann und Volker Arzt

     (bis 17.15 - weiter wie mitgeteilt)

    Mittwoch, 22. Oktober 2008 (Woche 43)/17.09.2008

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    22.30 (VPS 22.29) Auslandsreporter Harlem - Ein schwarzer Stadtteil wird weiß Autor und Regie: Annette Dittert

    Die Zeiten haben sich geändert: Gefährlich ist es heute schon lange nicht mehr als Fremder in New York mit der U-Bahn über die 110. Straße hinaus, hoch nach Harlem zu fahren. Richard Lewis, Drogenfahnder aus der Zeit, als es hier noch völlig anders war, wundert sich: "Das sah aus wie ein Kriegsgebiet hier. Alles war verfallen, kaum jemand konnte hier noch normal leben, die ganze Gegend wurde am Ende nur noch von Süchtigen und Drogendealern kontrolliert." Aber der wohl berühmteste Stadtteil New Yorks hat sein Gesicht gewandelt wie kaum ein anderes Viertel in Manhattan. Denn seit es dort sicher geworden ist, kommen die Weißen und mit ihnen das Geld und die Konkurrenz. "Schwarz", meint Richard Lewis, "ist in Harlem bald nur noch der Asphalt." Aus Harlem wird wieder eine ruhige, fast bürgerliche Gegend, in die die schwarze Mittelklasse zurückkehrt, die jetzt aber auch von Weißen aufgekauft wird. Denn hier gibt es noch das, was es in New York sonst so gut wie nirgendwo mehr gibt: Alte gut erhaltene Bausubstanz, Geschichte, Jazz und echte Menschen, die sich noch kennen und grüßen. Floyd, der über einem Jazzclub wohnt, sieht sein Viertel in Gefahr: "Die Weißen kommen jetzt her, und kaufen unsere Häuser auf, für Millionen und Abermillionen. Und sie wollen unterhalten werden von uns, okay, So lange sie hier in unseren Club kommen und unsere Musik hören und unser Business am Leben halten, haben wir nichts dagegen. Aber kommt nicht hierher - mit dieser Haltung: Das hier gehört jetzt bald alles uns." Floyds Sorge ist nicht unberechtigt. Denn die Mietpreise steigen so drastisch wie noch nie. Harlem ist damit der neue Abenteuerspielplatz für Immobilien-Makler, die in Downtown Manhatten schon lange keine Geschäfte mehr machen können. Der Makler James Ingram ist begeistert: "Hier bekommt man noch was für sein Geld. Für das, was Sie hier für ein Haus bezahlen, würden sie überall sonst in Manhattan noch nicht mal eine halbe Wohnung bekommen. Deshalb kommen jetzt Leute hierher, die vorher niemals auch nur im Traum daran gedacht hätten, nach Harlem zu ziehen." Hausbesitzer, die auf einen guten Verkauf ihrer Immobilie hoffen, versuchen mittlerweile, schwarze Familien aus den Wohnungen zu vertreiben. Der "Auslandsreporter" unternimmt einen nostalgischen Streifzug durch die Welt der Jazz-Musiker, ihrer Clubs und ihres Viertels, durch den Mythos Harlem.

    Freitag, 24. Oktober 2008 (Woche 43)/17.09.2008

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    22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Gefährliche Liebschaften

    An die Programmredaktionen Fernsehen

    Samstag, 25. Oktober 2008 (Woche 44)/17.09.2008

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    09.00 Bens Ranger-Tagebuch Doku-Serie Deutschland 2006 Jupiter greift an Folge 2 Autor und Regie: Frank Feustle

    Samstag, 25. Oktober 2008 (Woche 44)/17.09.2008

    Nachgeliefertes Thema beachten!

    12.20 Nachtcafé (WH von FR) Gäste bei Wieland Backes Gefährliche Liebschaften

    Sonntag, 26. Oktober 2008 (Woche 44)/17.09.2008

    Geänderten Programmablauf beachten!

    11.00 (VPS 10.59) Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Semmering - Zauberberg und Eisenbahn, Österreich Ein Film von Ute Gebhardt

    11.15 (VPS 11.00) Fröhlicher Alltag (WH von FR) aus Straßburg Moderation: Malte Akona und Frau Wäber Mit: Hansi Hinterseer, Peter Rubin, Jean-Claude Bader & Dieter Kersten, Die Feldberger, René Egles

    12.45 (VPS 13.15) In aller Freundschaft Eindeutig zweideutig Fernsehserie Deutschland 2008 Folge 408

    13.30 (VPS 14.00) Zum 65. Geburtstag von Cornelia Froboess (28.10.) Der Vogelhändler Spielfilm BRD 1962

    15.00 echt antik?! aus Edenkoben Folge 50

    15.30 100 % Urlaub

    16.00 (VPS 15.59) Rasthaus Das Auto- und Verkehrsmagazin

    16.30 Von Auerhahn und Sonnentau Naturschutzgebiet Schliffkopf Autor und Regie: Hannes Spring

     (bis 17.15 - weiter wie mitgeteilt)

    Mittwoch, 29. Oktober 2008 (Woche 44)/17.09.2008

    Geänderten Beitrag beachten!

    22.30 (VPS 22.29) Auslandsreporter Afrikas Paradiese in Gefahr

    Ein Wunder der Natur vertrocknet. Das Okavango-Delta, einzigartige Wasserlandschaft am Nordrand der Kalahari, droht zu verschwinden. Hier, wo der mächtige Okavango-Fluss nach über 1500 Kilometern im Sand Botswanas versickert, schlägt die globale Erwärmung grausam zu. Denn Afrika leidet besonders unter den Folgen des Klimawandels. Während für den Rest der Welt eine durchschnittliche Klimaerwärmung von zwei Grad Celsius vorhergesagt wird, sind es für Afrika fünf Grad. Und die  Tier- und Pflanzenwelt Afrikas steckt jetzt schon unglaublich harte Schläge ein. Der westliche Arm des Okavango-Flusses in Botswana führt schon seit Jahren kein Wasser mehr. Wenn die Klimaerwärmung nicht innerhalb kürzester Zeit gestoppt wird, werden Tausende von Tieren elend verenden, werden Zehntausende von Pflanzenarten verschwinden. Und die Menschen werden anfangen zu wandern, vor allem nach Süden, Richtung Kap der Guten Hoffnung. Doch ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben werden auch dort vergeblich sein. Denn Südafrika, das südlichste Land des schwarzen Kontinents, leidet genauso unter der Erwärmung. Fünf Autostunden nördlich von Kapstadt lassen daher Wissenschaftler Pflanzen künstlich vertrocknen, um herauszufinden, wie lange sie bei der Erwärmung des Klimas überleben würden. Und auch am berühmten Tafelberg kämpfen die Menschen heute schon um den Erhalt der Natur, während in den Elendsvierteln Kapstadts das Wasser knapp wird und die Äpfel auf den Plantagen rund um die Stadt Sonnenbrand bekommen.

    Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Georg Brandl, Tel. 07221/929-2285.

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