SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von 14. April 2000 (Woche 15) bis 22. April 2000 (Woche 17)

    Baden-Baden (ots) -
    Freitag, 14. April 2000  (Woche 15)
    
    20.15    Fröhlicher Alltag
                 aus der Zollern-Alb-Halle, Albstadt-Tailfingen
                 Aufzeichnung vom 30.03.2000
    
    Albstadt-Tailfingen, eine traditionsreiche Gemeinde auf der
Schwäbischen Alb, liegt im Zentrum der deutschen Mode- und
Maschenindustrie: Zahlreiche Hersteller von Textilien haben dort
ihren Sitz. Doch auch der Freizeitwert des idyllischen Städtchens, in
dem der "Fröhliche Alltag" diesmal zu Gast ist, ist dank vieler
kultureller und sportlicher Angebote hoch.
    
    Als musikalische Gäste begrüßt Moderator Heinz Siebeneicher in der
Zollern-Alb-Halle: Andrea Jürgens, Alpentrio Tirol, Francine Jordi,
Brock-Terzett, Die Jungen Original Oberkrainer, Duo Brillant, Sarah
Gihr und den Shanty-Chor MK Ebingen.
    
    Samstag, 15. April 2000  (Woche 16)
    
    21.50    Showgeschichten (6/18)
                 mit Gerhard Schmitt-Thiel und Günther Maria Halmer
    
    Es  gibt  wenige deutsche Schauspieler,  die mit einer einzigen
Serien-Rolle, wie  die  des  "Tscharlie" (Charlie) in Dietls
"Münchner G'schichten" zum Kult- Star  und  Publikumsliebling wurden
wie Günther Maria Halmer.Und es gibt noch wenige  deutsche
Schauspieler,  die  in  großen  Hollywood-Produktionen wie "Gandhi"
(mit  Ben  Kingsley) und "Sophie's Entscheidung" (mit Meryl Streep)
mitgewirkt  haben,  wie  der Star aus Rosenheim (Oberbayern),  der
die Schule schmiss und in die große weite Welt zog, um etwas zu
erleben. Große weite Welt hieß erst einmal per Schiff nach Kanada.
In einem Asbest-Bergwerk schlug er Steine und werkelte so vor sich
hin. Als er die Wahl hatte, mit  "Kollegen" entweder zur Krokodiljagd
nach Peru zu gehen oder nach Hollywood,  um  sich  als  Schau-spieler
durchzuschlagen,  war der "Traumberuf" Schauspieler  gebor-ren.
Aber  die deutsche Gründlichkeit siegte.  Ernsthaft ausgebildet
wollte  er sein und in seiner Heimatsprache.  

    Also ging Günther Maria Halmer zurück nach Bayern,  besuchte die
berühmte Münchner Falckenberg-Schule,  in  die er sofort aufgenommen
wurde,  und stand wenig später auf den Brettern der ebenso berühmten
Kammerspiele. Hier entdeckte ihn Dietl für seine "Münchner
G'schichten".  "Der Dietl hat mich richtig verfolgt,  mich sogar im
Café  beobachtet,  wie ich mich bewege.  Dann hat er als 27-Jähriger
im BR durchgesetzt,  dass  ich als völlig Unbekannter die Rolle des
"Tscharlie" bekam.", sagt Halmer. Danach rief Hollywood mit Filmen
wie "Gandhi" oder "Sophie's Ent-scheidung".  "Ich habe nie das
Bedürfnis gehabt, dort länger zu ar-beiten, weil du halt  aufgrund
des  Akzents  nur als Nazi oder Böse-wicht besetzt wirst", so Halmer
weiter. In vielen  Filmen  und Fernsehspielen hat er in Deutschland
brilliert.  Eine Serienrolle aber hat ihm besonders viel Spaß
gemacht: die des Anwalts Abel in der gleichnamigen ZDF-Krimi-Reihe.
Vielleicht liegt's daran, dass sein Vater im  richtigen  Leben Anwalt
war und sich von ihm abgewandt hatte,  als er die Schule  schmiss.
Jetzt  war er ebenfalls einer,  wenn auch nur auf dem Bildschirm,
aber viel berühmter....
    
    Bei Gerhard Schmitt-Thiel erzählt Günther Maria Halmer, warum in
vielen Bayern ein "Tscharlie" steckt, wieso er in der Ehe absolut
treu ist und weshalb Hollywood letztlich für ihn so unwichtig ist.
    
    
    Sonntag, 16. April 2000  (Woche 16)
    
    18.15    Ich trage einen großen Namen (214)
                 Ratespiel um berühmte Persönlichkeiten              
                 mit Wieland Backes
    
    Der erste Gast spricht über seinen Großvater.  Er war bekannt für
seinen großen  Arbeitseifer  und  - trotz aller Ernsthaftigkeit - für
allerhand Scherze empfänglich und zeigte einen ausgeprägten Sinn für
Humor. Ein wichtiges Thema bei  seiner  Arbeit  war das Umdenken in
der Behandlung psychisch-kranker Patienten. In  verschiedenen
Kliniken  setzte er sich intensiv für Erneuerung ein. Seine
bahnbrechenden Erkenntnisse sind heute noch wichtiger als je zuvor.
Der zweite Gast ist eine Dame; sie vertritt den großen Namen ihrer
Vor- fahrin. Ein bedeutender Literat machte sie zum Vorbild innerhalb
eines seiner Werke und hat sie als Freundin immer sehr verehrt.  Ihre
weit verbreitete Familie ist bis zum heutigen Tage eng mit dieser
Vorfahrin im Geist verbunden.
    
    Im Rateteam sitzen: Martin Schulze, Susanne Offenbach, Bernd
Schröder. Lotse: Gerd Appenzeller.
    
    
    Freitag, 21. April 2000 Karfreitag  (Woche 16)
    
    17.15    Der Kaiserstuhl
              
                 Facetten einer Landschaft
    
    Der Kaiserstuhl hat weit mehr zu bieten als Weinbau und Tourismus.
Entstanden ist  das kleine Gebirge im Oberrheintal nahe Freiburg
durch Vulkanismus.  Der heutige Streifzug durch die schöne und in
ihrer Art einmaligen Landschaft erzählt  daher von den Besonderheiten
der Geologie,  der besonderen Vegetation, der Geschichte.  Aber auch
Kunst und Kultur sowie die Feste der Menschen prägen diese
Landschaft. Der Film fügt die vielfältigen Aspekte des Kaiserstuhls
zu einem Gesamtbild zusammen.
    
    
    Freitag, 21. April 2000 Karfreitag  (Woche 16)    
    Korrektur für RP beachten!
    
    19.20    Landesschau (RP)
    
    
    Samstag, 22. April 2000  (Woche 17)
    
    13.30    Schätze der Welt - Erbe der Menschheit              
                 Orte des Glaubens in Spanien              
                 Teruel, Spanien          
                 Maurische Architektur
    
    In Teruel,  im spanischen Süd-Aragonien,  steht das bedeutendste
Ensemble der Mudejar-Architektur,  1986 von der UNESCO zum
Weltkulturerbe erklärt.  Es umfasst die drei Backsteintürme der
Kirchen El Salvador, San Martin und San Pedro sowie den Glockenturm
und die Artesonadodecke der Kathedrale.  Teruel hat sich  einen
letzten Rest von spanisch-arabischem Charme bewahrt: Kleine Gassen,
Erkerbalkone und Patios im arabischen Stil.  Mudejares, die
Geduldeten, wurden die Araber von den Christen nach der Rückeroberung
genannt.  Die Mudejares waren geschickte Handwerker und kreative
Baumeister. Und so geschah das Paradox:  Arabische  Architekten,
Keramiker  und Maler entwarfen christliche Kirchen.  Islamisches
Backstein- und Azulejo-Dekor verbindet sich mit christlicher Romantik
und Gotik. Dieser einzigartige Stilmix wird Mudejar-Architektur
genannt.  Der  Film von Sabine Willkop ist freilich kein
kunstgeschichtlicher Diskurs,  denn  die  Architektur erzählt ein
wichtiges Kapitel spanischer Geschichte. Vom Alltag des Mudejares
berichtet der Film, vom Zusammenleben zwischen  Christen und Arabern,
von Geschichten und Legenden rund um die Architektur.
    
ots Originaltext: SWR
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07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

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