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Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von , 22. März 2000 (Woche 12

Baden-Baden (ots) - Mittwoch, 22. März 2000 (Woche 12) 22.30 Kultur Südwest Das aktuelle Magazin Moderation: Markus Brock Die Themen: Die Zukunft des Schlemmer-Archivs - Streit zwischen den Erben und der Stuttgarter Staatsgalerie: Der Maler Oskar Schlemmer, 1888 in Stuttgart geboren, fühlte sich seiner Heimatstadt sehr verbunden. Nach seinem Tod übergab Tut Schlemmer das Archiv ihres Mannes der Stuttgarter Staatsgalerie. Jetzt hat die Erbengemeinschaft den Stiftungsvertrag gekündigt. Auslöser ist das 1932 entstandene Gemälde "Bauhaustreppe", das zu Schlemmers Hauptwerken zählt und heute auf einen Wert von circa fünf Millionen Mark geschätzt wird. Der Hintergrund: Während der NS-Zeit wurden die Arbeiten des Bauhauskünstlers als "entartet" abgetan. Darunter auch das Gemälde "Bauhaustreppe", das 1933 von dem New Yorker Architekten Philip Johnson für 1.200 Mark gekauft wurde und seit 1943 im Museum of Modern Art zu bewundern ist. Ein Kaufvertrag existiert allerdings nicht. Bis Januar 2000 war das Bild als Leihgabe im Alten Museum in Berlin zu sehen. Um die Besitzanspräche zu klären, wollten die Erben verhindern, dass es nach New York zurückgegeben wird. Die einstweilige Verfügung kam jedoch zu spät, und das Gemälde ging an den Leihgeber zurück. Die Erben werfen der Staatsgalerie vor, wichtige Dokumente zur Klärung der Besitzverhältnisse zurückzuhalten. "Kultur Südwest" hat Betroffene befragt. Am Rande der Zeit - Uraufführung des Mainzer Bachchors: Zu Ehren des 315. Geburtstages von Johann Sebastian Bach hat Gerhard Müller-Hornbach für den Bachchor und das Bachorchester Mainz ein neues Werk komponiert: "Am Rande der Zeit" für Bariton, zwei Chorgruppen und Kammerorchester. Musikalisch und mit Textfragmenten verschiedener Dichter und Schriftsteller werden zwei Perspektiven der Zeiterfahrung - eine westlich-lineare und eine östlich-zyklische - thematisiert. Dabei gehen die Zahlen 3-1-5 und ihre Kombinationen in die strukturelle Konstellation des Stückes ein. Am 21. März findet in der Mainzer Christuskirche die Uraufführung unter der Leitung von Ralf Otto statt. Solist ist Bariton Klaus Mertens. Zwischen den Stücken liest Gert Otto unter anderem aus Bachs Brief an seinen Jugendfreund Georg Erdmann. "Kultur Südwest" berichtet über die Uraufführung. Erich Fromm zum 100. Geburtstag - wie aktuell ist das Denken des Sozialphilosophen heute?: Vor hundert Jahren, am 23. März 1900, wurde Erich Fromm geboren. Er zählte zu den großen Psychoanalytikern und Sozialphilosophen des vergangenen Jahrhunderts. Wie kaum ein anderer in Deutschland geborener Humanwissenschaftler hat Erich Fromm international gewirkt und wird auch zwanzig Jahre nach seinem Tod noch weltweit gelesen und rezipiert. Nach seiner Promotion 1922 in Heidelberg kam er mit der Psychoanalyse Freuds in Berührung und wurde selbst Psychoanalytiker. Von 1930 bis 1939 gehörte er der sogenannten Frankfurter Schule an. 1933 emigrierte er in die USA, wo er unter anderem am Psychoanalytischen Institut Chicago, an der Columbia-University und an der Michigan-State-University lehrte. Von 1950 bis 1974 lebte und lehrte er in Mexiko. Er starb 1980 in Locarno in der Schweiz. Zu seinen berühmtesten Büchern zählen "Die Kunst des Liebens" (1956), "Anatomie der menschlichen Destruktivität" (1975) und "Haben oder Sein - die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft (1976). Andreas Neubauer - Fotograf der Stars und Sternchen: Eigentlich wollte Andreas Neubauer Schauspieler werden. Zwei Jahre besuchte der gebürtige Münchner die Schauspielschule in New York und stellte dann auf einer Urlaubsreise fest, dass ihm das Agieren hinter der Kamera wesentlich mehr liegt. Der erste Star, den Andreas Neubauer im Jahr 1989 fotografierte, war Gustl Bayrhammer. Es folgten Wim Wenders, Volker Schlöndorff und 1994 Billy Wilder. In den folgenden Jahren erweiterte der in Berlin lebende Fotograf seine Sammlung an Künstlerportäts stetig. Er lichtete alte und neue Stars des deutschen und des internationalen Films ab. Udo Kier, Helmut Dietl, Jasmin Tabatabai, Shirley Maclaine, Robert de Niro, Dennis Hopper, Emma Thompson und viele mehr standen vor seiner Kamera, teilweise an ungewöhnlichen Orten und in ungewöhnlichen Posen. Im Deutschen Filmmuseum sind nun erstmals seine Arbeiten in einer Ausstellung zu sehen. "Kultur Südwest" hat sie "abgelichtet". ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285 Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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