SWR - Südwestrundfunk

Ab 8. Juli: sechs neue SWR-Dokumentarfilme im Ersten Von verlorenen Söhnen und vom Krieg gegen Frauen Free-TV-Premiere von "We feed the world"

    Baden-Baden (ots) - Der Südwestrundfunk (SWR) zeigt im Juli und August 2008 insgesamt sechs Dokumentarfilme im Ersten, jeweils dienstags und mittwochs um 22.45 Uhr. Bewegende Geschichten und einfühlsam erzählte Schicksale sind ein Markenzeichen der SWR-Beiträge zur Königsklasse im dokumentarischen Genre. In seinem neuen Kinodokumentarfilm "Söhne" erzählt Volker Koepp eine Familiengeschichte aus der Nachkriegszeit, in der eine mutige junge Mutter die Suche nach ihren verlorenen Söhnen aufnimmt. Der SWR stellt mit sechs Filmen den größten Anteil der diesjährigen Sommerstaffel. An zwei weiteren Dokumentarfilmen im Juni 2008 ist der SWR als Koproduzent beteiligt.

    Altsein heißt nicht zwangsläufig auch zum "alten Eisen" zu gehören. Die Filmemacherinnen Susanne Kammermeier und Wilma Pradetto erzählen in ihrem Film "Aus Erfahrung gut - Die Senior-Experten" emotional und humorvoll von Menschen, die nach ihrer Pensionierung noch einmal in die Arbeitswelt zurückgegangen sind - aber unter anderen Bedingungen. Irene Honegg-Mülhaupt (65) arbeitete 30 Jahre lang als Metzgermeisterin im eigenen Betrieb und berät nun eine deutsche Metzgereibesitzerin in Kigali, Ruanda. Der Ingenieur Jörg Pfeifer (66) hat als Hüttenwirt in den Alpen ein zweites Berufsleben begonnen. Dienstag, 8.7.2008, 22.45 Uhr, 90 Minuten, Das Erste

    Das Krankenhaus Panzi liegt in der Stadt Bukavu im Kongo. Schwer verletzte und traumatisierte Frauen und Mädchen, Opfer grausamer Vergewaltigungen, werden dort behandelt. Im Nordosten des Kongo herrscht noch immer Krieg. Milizen plündern und brandschatzen Dörfer, töten und vergewaltigen systematisch Frauen und Kinder. Susanne Babila hat einige Frauen mehrere Wochen lang begleitet und ist Zeugen unvorstellbarer Menschenrechtsverletzungen begegnet. "Im Schatten des Bösen - Der Krieg gegen die Frauen im Kongo" hat nach der Erstsendung auf ARTE eine große Resonanz und anhaltende politische Diskussion ausgelöst. Dienstag, 15.7.2008, 22.45 Uhr, 60 Minuten, Das Erste

    Volker Koepps Film "Söhne" erzählt eine deutsch-polnische Familiengeschichte vor dem Hintergrund von Krieg und Vertreibung im Zweiten Weltkrieg. 1945 flüchtet Elisabeth Paetzold mit ihren beiden ältesten Söhnen aus Angst vor der Roten Armee von ihrem Familiengut in Westpreußen in den Westen Deutschlands. Ihre jüngsten Söhne, ein und drei Jahre alt, lässt sie bei den Großeltern zurück. Direkt nach Kriegsende reist die junge Mutter unter Lebensgefahr ins besetzte Westpreußen, um ihre inzwischen verschollenen jüngsten Söhne zu suchen. Eine viele Jahre andauernde Odyssee beginnt. Der Kinodokumentarfilm "Söhne", eine Koproduktion mit dem WDR, wurde mit dem "Grand Prix" des renommierten Schweizer Dokumentarfilmfestivals "Visions du Réel" in Nyon ausgezeichnet. Dienstag, 22.7.2008, 22.45 Uhr, 104 Minuten, Das Erste

    Die Sinti-Familie Weiß lebt seit über 170 Jahren in Hamburg. Die Filmemacherin Suzan Sekerci (dramaturgische Beratung: Fatih Akin) hat die seit den 80er Jahren sesshaften Sintis ein Jahr lang begleitet. Der 79-jährige Emil Weiß bewahrt und pflegt die Tradition und deren ungeschriebene Gesetze. Der 30-jährige Manusch respektiert die Sinti-Traditionen, ist aber auch stark in der deutschen Kultur verwurzelt. Der junge Musiker träumt davon, einmal mit seiner Band, dem Café Royal Salonorchester, auf dem Django-Reinhardt-Festival in Paris aufzutreten. "Djangos Erben" zeigt jenseits gängiger "Zigeuner"-Klischees Einblicke in eine Welt, die noch immer von den traditionellen Bräuchen der Sinti bestimmt wird. Dienstag, 29.7.2008, 22.45 Uhr, 90 Minuten, Das Erste

    Auch viele Brasilianerinnen aus bescheidenen Verhältnissen haben einen Traum: Es ist der Traum vom Märchenprinzen, der sie heiratet und in eine bessere Welt mitnimmt, in eine Welt ohne Gewalt und Armut - nach Deutschland. "Die Deutschlandfalle (Arbeitstitel)" dokumentiert über mehrere Monate hinweg die Konfrontation der Frauen mit der harten Realität: mit einem ihnen im Grunde fremden Partner, in einer neuen Kultur, in einem fremden Land. Paula Zimerman-Targownik und Daniel Targownik erzählen berührende Schicksale und begleiten die Bemühungen der Frauen, ihrem persönlichen Albtraum zu entkommen. Mittwoch, 30.7.2008, 22.45 Uhr, 90 Minuten, Das Erste

    Was können wir tun, damit Tomaten wieder nach Tomaten schmecken? Brauchen wir Erdbeeren im Dezember? Wie gehen wir mit unseren Lebensmitteln um und zu welchem Preis? Für "We feed the world - Essen global" machte sich Erwin Wagenhofer auf die Spur unserer Lebensmittel. Sie führte ihn nach Spanien, Rumänien, Brasilien und zurück nach Österreich. Ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse - über den Mangel im Überfluss. Der Kinodokumentarfilm "We feed the world" wurde weltweit auf Festivals eingeladen und mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Österreichischen Filmpreis. Dienstag, 5.8.2008, 22.45 Uhr, 90 Minuten, Das Erste

    An diesen beiden Filmen ist der Südwestrundfunk als Koproduzent beteiligt: "Hitler und Mussolini. Eine brutale Freundschaft", Autoren: Hans von Brescius / Ulrich H. Kasten, Produktion: RBB (Federführung)/SWR, am 12.06.2008 im Ersten "Grüß Gott, Gams", Autoren: Christian Gramstadt / Christian Weisenborn, Produktion: BR (Federführung)/SWR/Nanuk Film, am 24.06.2008 im Ersten

    Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die SWR-Pressestelle: Daniela Kress, Telefon 07221 / 929-3181, daniela.kress@swr.de

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