SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR) Programmhinweise von Freitag, 29.02.08 (Woche 9) bis Freitag, 11.04.08 (Woche 15)

Baden-Baden (ots) - Freitag, 29. Februar 2008 (Woche 9)/27.02.2008 23.30 Nachtkultur Die Kultur-Illustrierte Moderation: Markus Brock unter anderem mit folgenden Themen: Wiederentdeckung einer Legende - ein Bildband erinnert an Steve McQueen Die Lebenslüge der Leni Riefenstahl - eine Biografie entlarvt den Nazi-Star Der Tatort im Radio - die Krimiserie jetzt auch im Hörfunk Ein Star der Leipziger Schule - Tim Eitel in der Kunsthalle Tübingen Freitag, 7. März 2008 (Woche 10)/27.02.2008 22.00 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Wie viel Bindung braucht der Mensch? Manche verlassen nie die Bindungen, in die sie hineingeboren wurden, haben die Freunde, die sie von klein auf schon hatten, heiraten im Bekanntenkreis. Andere wiederum sind froh, sich ohne hemmende Bindungen in der Welt zu bewegen. Wie viel Bindung brauchen wir? Ist das individuell unterschiedlich? Und wie sehen gelungene Bindungen aus? Die Gäste: Der preisgekrönte Lautenspieler Joachim Held ist der außereheliche Sohn von Prinzessin Marie-Antoinette von Anhalt. Kurz nach seiner Geburt gab sie ihn in ein Kinderheim. Mit knapp fünf Jahren wurde er adoptiert, zu seiner "seelischen Mutter" baute er eine innige Bindung auf. Erst vor vier Jahren nahm er Kontakt zu seinen adligen Blutsverwandten auf. Für die Unternehmerin Barbara Artmann ist ihre Schuhfirma eine soziale Aufgabe und das Wichtigste in ihrem Leben, dafür verzichtet sie auch auf eine Familie und tiefergehende Bindungen. Ich habe dem Beruf immer den Vorzug gegeben" resümiert die Karrierefrau. Maria Hensler kann sich so etwas nicht vorstellen - sie wurde als Kind in eine Bauernfamilie geboren. Der Zusammenhalt in der Großfamilie ist für die siebenfache Mutter bis heute unverzichtbar. "Gerade in Krisensituationen ist auf die Familie der größte Verlass." Nicole Schuster leidet seit frühester Kindheit am Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus. Bindungen zu anderen Menschen aufzubauen fiel ihr deshalb immer schwer, Berührungen erträgt sie nur schwer. Erst vor drei Jahren erfuhr sie, dass sie an Autismus leidet. Seither lernt sie, damit umzugehen und Bindungen aufzubauen. Frederik Bergsmas Mutter starb früh, der Vater überließ seine vier Kinder ihrem Schicksal. So wuchs der heutige Opernsänger ohne Elternbindung auf und fand neue Bindungen durch Wahlfamilien. "Mein Vertrauen in Beziehungen habe ich trotz meiner Kindheitserfahrung nicht verloren", so der 37-Jährige. Viele Menschen, die den Therapeuten Dr. Gunther Schmidt aufsuchen, lernen ihre Bindungen neu zu überdenken. Er plädiert, wann immer möglich, zum Verzeihen und Versöhnen - aus eigener Erfahrung als Vater von drei Kindern. An der Bar: Ordensschwester Lea Ackermann und Pater Fritz Köster pflegen seit über 30 Jahren eine besondere Beziehung. Zusammengeschweißt hat sie das Engagement für soziale Projekte. Seit vielen Jahren leben sie unter einem Dach in zölibatärer Gemeinschaft. Zusammen haben sie zwei Pflegekinder großgezogen. Freitag, 11. April 2008 (Woche 15)/27.02.2008 00.00 Literatur im Foyer (7/19) mit Thea Dorn Thema: 1968 mit Daniel Cohn-Bendit, Reinhard Mohr, Stefan Wolle u.a. Thea Dorn im Gespräch mit Schriftstellern, Dichtern, Sachbuchautoren. Ob Romane, Gedichte, Briefe, ob Analysen oder Polemiken, alles kommt zur Sprache - meinungsfreudig, unterhaltsam, lebendig. '68 und kein Ende? 40 Jahre danach scheint 1968 immer noch nicht vorbei zu sein. Die alten Fronten sind nicht überwunden, auch wenn manche die Seiten gewechselt haben. Heute schmücken sich die 68er damit, die Republik kulturell entstaubt zu haben. Aber war es das, wofür sie angetreten waren? Hatten Sie im Rückblick einfach Glück, politisch gescheitert zu sein? Und war vor '68 alles so schlimm? Aber sind die 68er wirklich schuld an so ziemlich allem, wie ihnen Kritiker vorwerfen? Disziplinlosigkeit, Leistungsverweigerung, Autoritätsverlust. Und jetzt werden sie auch noch als Nachkommen des totalitären Denkens entlarvt. Stehen sie den wirklichen und den vermeintlichen Nazivätern näher als gedacht? Zündstoff genug. Thea Dorn hat Zeitzeugen und Nachgeborene eingeladen: Daniel Cohn-Bendit, Reinhard Mohr, Stefan Wolle, u. a. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ursula Foelsch, Tel. 0 72 21 / 9 29 - 22 85. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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