SWR - Südwestrundfunk

SWR will bei Programm und Technik Zeichen setzen Südwestrundfunk stellt in Stuttgart seine Schwerpunkte für 2008 vor

Stuttgart (ots) - Stuttgart/Mainz/Baden-Baden. Mit spannenden neuen Fernsehfilmen, neuen Moderatoren, neuen Sendungen im Dritten, dem größten Lyrikprojekt der deutschen Radiogeschichte, einer Radionovela, stärkerem regionalem Profil in den Fernsehlandesprogrammen, zahlreichen Veranstaltungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und mit zukunftssicheren Technologien will der Südwestrundfunk (SWR) im zehnten Jahr seines Bestehens Zeichen setzen. Die wichtigsten Vorhaben im Fernsehen, im Radio, im Internet und bei der Technik stellte der Sender bei einer Pressekonferenz am Dienstag, 26. Februar 2008, in Stuttgart vor. SWR-Intendant Peter Boudgoust betonte bei der Pressekonferenz in Stuttgart, dass der souveräne Umgang des Publikums mit den unterschiedlichsten Medien ein Umdenken auch im Sender bedinge. Boudgoust: "Das heutige Publikum zappt nicht mehr nur zwischen verschiedenen Programmen, sondern auch zwischen Fernseher, Radiogerät, Computer, Handy und MP3-Player." Um dieses multi-mediale Publikum auch in Zukunft erreichen zu können, müssten beim SWR alle Gewerke vernetzt werden. Boudgoust: "Radio, Fernsehen und Online sind historisch gewachsen, aber jetzt ist es Zeit, sie zusammenzudenken." Auch inhaltlich rüste sich der SWR für die Zukunft. Boudgoust: "Der SWR ist der Sender aus dem Südwesten und für den Südwesten - stark in der Region, stark in der ARD. Wir fragen, was die Menschen bewegt, und das ist für uns Programm. Im Jahr 2008 setzt der SWR auf neue Sendungen, neue Gesichter und brisante Stoffe. Denn nur wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk gesellschaftliche Debatten abbildet und anregt, ist er sein Geld wert." Dass der SWR eine prägende Rolle in der ARD spielt, zeige sich unter anderem beim Sport. Nach der Fußballweltmeisterschaft 2006 im eigenen Land ist die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz das nächste Highlight in der Fußballberichterstattung. Boudgoust: "Der SWR ist ganz vorne mit dabei und organisiert in gemeinsamer Federführung mit dem Bayerischen Rundfunk die Übertragung der EURO 2008 für die ARD in Radio und Fernsehen." SWR-Fernsehdirektor Bernhard Nellessen stellte bei der Pressekonferenz in Stuttgart zahlreiche neue Sendungen und Reihen vor und zeigte sich überzeugt, dass der SWR fiktionale, kulturelle und journalistische Highlights setze. Nellessen: "Der SWR steht auch 2008 für herausragende Fernsehereignisse im Ersten: Mit dem Fernsehfilm "Mogadischu" und einer Dokumentation über die Entführung der "Landshut" zeigen wir das wichtigste zeitgeschichtliche TV-Event des Jahres. Der SWR stellt auch im Dritten Programm seine Innovationskraft unter Beweis und bringt wieder viele attraktive neue Formate im SWR Fernsehen an den Start." Neben dem zeitgeschichtlichen Event-Film "Mogadischu" zeige der SWR mit weiteren aktuellen Fersehfilmen seine herausragende Rolle bei diesem Genre. Nellessen nannte dabei die Fernsehfilme "Willkommen zuhause" über einen aus Afghanistan heimkehrenden Bundeswehrsoldaten, "In letzter Sekunde", einen Thriller über einen Terroranschlag mit islamistischem Hintergrund, und "Willkommen im Westerwald", eine Komödie über einen irakischen Asylbewerber in der deutschen Provinz. Als journalistisch und kulturell herausragende Projekte führte Nellessen einen Schwerpunkt zum fünften Jahrestag des Irak-Kriegs sowie die Federführung für die ARD-Reihe "Deutschland, deine Künstler" an. Außerdem ermittelt das neue "Tatort"-Duo mit Richy Müller und Felix Klare im März zum ersten Mal in Stuttgart. Im SWR Fernsehen gehen dieses Jahr viele neue Formate an den Start: Die Kabarettshow "Schroeder!" mit Nachwuchstalent Florian Schroeder geht in Serie, "Besser lesen!" heißt eine neue Sachbuchsendung. Außerdem öffnet sich das Programm unter dem Label "Top Thema" für Themenabende zu wichtigen politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Fragen. Bewerbungs-Profi Jürgen Hesse hilft in einem Coaching-Format bei Jobsuche und Existenzgründung, und in der Sendung "Bildungskoffer" (AT) vermittelt ein Promi Allgemeinbildung mit einem unterhaltsamen Crash-Kurs. Eine prominente Jury rund um Stefanie Tücking sucht die beste Fitness-Idee im Land und testet die Vorschläge der Zuschauer. "Fremdgehen" werden auch zwei weitere SWR3-Stimmen: Sascha Zeus und Michael Wirbitzky produzieren eine Radionovela für SWR2. Das kam beim Publikum letztes Jahr so gut an, dass dieses Erfolgsprojekt fortgesetzt wird. Ab März laufen 26 neue Folgen im Kulturprogramm. Das Thema Vernetzung steht auch beim Hörfunk im Zentrum der Programmvorhaben. Hörfunkdirektor Bernhard Hermann: "Unser Kulturprogramm SWR2 ist gleich mit mehreren neuen Reihen und Formaten ins Jahr 2008 gestartet. Dabei haben wir vor allem zwei Aspekte im Blick: Wir setzen auf Gemeinschaftsproduktionen, um Synergien zu schaffen, und wir haben Angebote entwickelt, mit denen wir den Wunsch nach einer zeitsouveränen Nutzung unserer Inhalte erfüllen." Als Beispiel nannte Hermann das "SWR2 Musikstück der Woche". Jede Woche bietet SWR2 im Internet ein klassisches Stück zum Download an, das von den eigenen Klangkörpern eingespielt wurde. Auch bundesweit wird der SWR mit zwei großen Radio-Projekten von sich Reden machen. Hermann: "Wir haben in diesem Jahr zwei Projekte im Programm, die unter unserer Federführung in Zusammenarbeit mit den anderen Landesrundfunkanstalten der ARD entstanden sind - den 'Hör-Conrady' und den 'ARD Radio Tatort'. Schon nach den ersten beiden Folgen deutet sich an: Der 'Radio Tatort' entwickelt sich zu einem Markenzeichen des ARD-Hörfunks." Beim "Hör-Conrady" handelt es sich um die größte Lyrik-Produktion der deutschen Rundfunkgeschichte. Mehr als tausend Gedichte aus der großen Sammlung von Karl Otto Conrady wurden in den vergangenen Monaten im SWR mit der Elite der deutschen Schauspielkunst produziert. Am 2. März 2008 wird das Projekt auf der LitCologne von Elke Heidenreich präsentiert. Auch der "RadioTatort" und die "Conrady-Gedichte" werden nach und nach on Demand bzw. als Download zur Verfügung gestellt. Zu hören sind die Gedichte aus "Lauter Lyrik. Der Hör-Conrady" ab 25. März in den Kultur- und Wortprogrammen der ARD, die die Produktionen in unterschiedliche Sendekonzepte integrieren. SWR2 beginnt die Ausstrahlung einer ersten Auswahl aus mehr als 300 Gedichten mit dem Minnegedicht "Du bist mîn, ich bin dîn". Gesendet wird chronologisch, vom Mittelalter bis in die Gegenwart, sechs Gedichte in der Woche. Ein neues Gesicht im SWR Fernsehen ist Malte Arkona. Bisher war er jungen Zuschauern vor allem aus dem "Tigerentenclub" bekannt. Ab März 2008 wird Arkona als Nachfolger von Thomas Ohrner die Unterhaltungssendung "Fröhlicher Alltag" moderieren. Auch die "Ländersache" wird einen neuen Moderator erhalten. Die Reihe wird zukünftig von Clemens Bratzler präsentiert. Der Landessenderdirektor Baden-Württemberg Willi Steul betonte, dass das regionale Profil gestärkt werden soll beispielsweise mit einer Reportage in der Landesschau. Steul: "Die Landesprogramme für Baden-Württemberg werden in diesem Jahr neben den auch bisher erfolgreichen Programmschwerpunkten, wie der SWR1-Baden-Württemberg-Aktion 'Wer hilft gewinnt' oder der 'Tour de Ländle' in SWR4 Baden-Württemberg durch neue und veränderte Formate Ihre regionale Informationskompetenz verstärken. Mit einer Weiterentwicklung des landespolitischen Magazins 'Ländersache' und der Ausweitung der Reportageberichterstattung werden wir noch näher an der Lebenswirklichkeit unserer Zuschauer und Zuhörer sein." Auch in Rheinland-Pfalz wird der SWR verstärkt in der Region präsent sein. Landessenderdirektorin Simone Sanftenberg: "Der SWR ist nicht nur ein Spiegel, sondern auch ein Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Deshalb berichten wir nicht nur über die Ereignisse im Land - was wir natürlich vorrangig tun -, sondern beteiligen uns aktiv daran. Auf diese Weise sind wir noch mehr im Land unterwegs und haben stets einen engen Kontakt zu den Menschen, über die und für die wir berichten. Veranstaltungen, bei denen wir unseren Auftrag der Kulturvermittlung umsetzen können, nehmen dabei einen besonderen Raum ein." Als Beispiel nannte Sanftenberg die Landesgartenschau in Bingen. Der SWR werde das Ereignis nicht nur mit seiner Berichterstattung in Radio, Fernsehen und Internet begleiten, sondern selbst am Rhein vor Ort sein und aktiv mitgestalten. Auch die "Ehrensache" setzt 2008 ein Zeichen für die Präsenz des SWR in der Region. Bereits zum siebten Mal würdigt das SWR Fernsehen zusammen mit dem Land Rheinland-Pfalz in einer eigenen Sendung die ehrenamtlich Tätigen und berichtet über das soziale Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Die Offenheit für Neues und ihre Zukunftsfähigkeit zeigen die Programme auch in diesem Jahr. So fragt z. B. SWR1 Rheinland-Pfalz, wie das Land in Zukunft aussehen wird und strahlt fünf Thementage mit dem Motto "Wir geben der Zukunft Raum" aus. Das Thema Innovation steht auch bei der Technischen Direktion im Zentrum der Vorhaben im Jahr 2008. Technikdirektor Bertram Bittel: "Was sich bei den Verbrauchern im Wohnzimmer abzeichnet, der Trend zu Flachbildschirmen mit verbesserter Bildqualität und Raumklang-HiFi-Anlagen, hat auch Auswirkungen auf die Fernsehproduktion." Dies zeige sich, so Bittel, bei der Investition in das hochauflösende Fernsehen HDTV und in ein virtuelles Studio. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten planen den Start der Hauptprogramme Das Erste und ZDF in der hochauflösenden Bildqualität für die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver. Der SWR wird bereits im Sommer 2010 die Fußball-WM aus Südafrika federführend für die ARD in HDTV übertragen. Für das hochauflösende Fernsehen wird der SWR zukünftig bei größeren Anlagen (beispielsweise Studios oder Übertragungswagen) nur noch in HDTV-fähige Videotechnik investieren. Bereits im vergangenen Jahr ging mit dem SWR-Kompaktstudio das erste HDTV-Studio der ARD in Betrieb. Im Frühsommer 2008 wird der erste HDTV-Ü-Wagen des Südwestrundfunks fertig. Im virtuellen Studio können neben statischen auch bewegte Kulissen und Objekte erstellt werden, die auf Interaktion des Moderators reagieren können. Dadurch entstehen viele neue, interessante Gestaltungsmöglichkeiten für Produktionen, die in einem konventionellen Studio so nicht möglich sind. Ausführliche Informationen zu den SWR-Programmvorhaben für 2008 finden Sie in der Pressemappe, die unter www. SWR.de/presseservice/pressemappen online ist. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ariane Pfisterer, Tel.: 0711/929-1030, E-Mail: Ariane.Pfisterer@swr.de, Wolfgang Utz, Tel.: 07221/929-2785, E-Mail: Wolfgang.Utz@swr.de oder Christoph Mohr, Tel: 0711/929-2767, E-Mail: Christoph.Mohr@swr.de Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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