SWR - Südwestrundfunk

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Donnerstag, 17. Februar 2000 (Woche 7)
Sonntag, 20. Februar 2000
(Woche 8)

Baden-Baden (ots) - Donnerstag, 17. Februar 2000 (Woche 7) 22.15 Zeichen der Zeit Galtür: Leben nach der Lawine Ein Film von Annette Schmidt In Kürze jährt sich der Todestag ihrer beiden Kinder zum ersten Mal: "Es ging alles ganz schnell. Wir hatten keine Angst, als die Lawine kam, weil man uns gesagt hatte, dass unser Fußweg sicher sei. Dann wurde der Schlitten mit den Kindern weggerissen." Das Ehepaar Vogt aus Mannheim hat bei der Lawinenkatastrophe von Galtür am 23. Februar 1999 die achtjährige Tochter Julia und den vierjährigen Sohn Fabian verloren. Die schwer verletzte Mutter und der Vater waren ebenfalls verschüttet worden, konnten aber gerettet werden. In dramatischen Stunden nach der Lawine lief der Vater zwischen zwei Häusern hin und her, in denen Ärzte erfolglos versuchten, seine beiden Kinder wiederzubeleben. Die Anwältin und der Lehrer wollen die tödlichen Folgen dieser Naturkatastrophe nicht schicksalsergebend hinnehmen. Sie haben gegen die Verantwortlichen in Innsbruck und Galtür Anzeigen wegen fahrlässiger Tötung erstattet. Sie sind die einzigen Angehörigen von Opfern des Lawinenunglücks, die gerichtliche Konsequenzen fordern. Sie werfen den Verantwortlichen fatale Fehlentscheidungen und schwerste Versäumnisse in der Aufklärung der Touristen vor: "Wenn man uns nur annähernd über die Gefahrensituation informiert hätte, statt nur zu verharmlosen, wären wir nicht zu diesem Rennen am Dorfplatz gegangen". Der Film zeigt, wie die Lawine von Galtür die Leben der Betroffenen verändert hat - sowohl der Menschen im Dorf, als auch der verwaisten Eltern in Mannheim . Mit dem Filmteam des Südwestrundfunks (SWR) hat das Ehepaar Vogt noch einmal eine Reise in das veränderte Galtür unternommen. Dass die Akte über den "Fall Galtür" noch nicht geschlossen werden kann, machen auch andere Stimmen im Film deutlich. Von Menschen, die entweder ebenfalls direkt von dem Unglück betroffen waren oder seitdem maßgeblich mit seiner Aufarbeitung beschäftigt sind. Sonntag, 20. Februar 2000 (Woche 8) 09.00 Narrenmesse aus dem Konstanzer Münster (1/1) Fasnachtsumzüge landauf landab. Was wenige wissen: Mancher Narr holt sich den allerhöchsten Segen am Sonntagmorgen, bevor er zum großen Narrensprung ansetzt. Rund 700 Hästräger aus 41 Zünften werden am Sonntagmorgen um 9 Uhr im Konstanzer Münster erwartet, wenn der Pfarrer der Münstergemeinde Dr. Mathias Trennert-Helwig und der Zunftmeister der Konstanzer Blätzlebuebe Andreas Kaltenbach die versammelten Narren begrüßen. Der Fanfarenzug der Konstanzer Blätzlebuebe und Vertreter der Zünfte werden den Gottesdienst mitgestalten, sein Motto: Das Lachen - die letzte Waffe der Heiligen und Narren. Sonntag, 20. Februar 2000 (Woche 8) 00.05 Die Gabe der Musik - Portait Evengy Kissin Ein Film von Christopher Nupen Der 1971 in Moskau geborene russische Pianist Evgeny Kissin wird seit seinem spektakulären Erscheinen auf den internationalen Konzertpodien Ende der 80er Jahre von Publikum und Kritik als einer der größten Interpreten der Gegenwart gefeiert. Mit fünf Jahren wurde Kissin an der berühmten Gnessin-Musikschule für begabte Kinder in Moskau aufgenommen. Acht Jahre alt war er, als er sich an Schumanns Sinfonische Etuden wagte - ohne das Wissen seiner gestrengen Lehrerin Anna Pawlowna. Mit zwölf Jahren brachte er in Moskau die beiden Konzerte von Frédéric Chopin an einem einzigen Abend zu Gehör. Der bekannte englische Filmemacher Christopher Nupen hat mehrere Jahre die Konzerttätigkeit von Evgeny Kissin beobachtet. Das Portrait kulminiert in einer Reihe von virtuosen Stücken und Zugaben aus dem "Proms"-Konzert. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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