SWR - Südwestrundfunk

SWR
Mittwoch, 9. Februar 2000 (Woche 6)
Sonntag, 13. Februar 2000 (Woche 7)
Freitag, 18. Februar 2000 (Woche 7)
Freitag, 25. Februar 2000 (Woche 8)

Baden-Baden (ots) - Mittwoch, 9. Februar 2000 (Woche 6) 21.00 Schlaglicht "Leben für den Zirkus" - Ramona Barelli - die jüngste Zirkusdirektorin Deutschlands Eine Reportage von Edgar Verheyen Obwohl erst 24 Jahre jung, leitet Ramona Barelli bereits einen der sieben großen Zirkusbetriebe in Deutschland, den gleichnamigen Familien-Zirkus "Barelli". Ramona ist damit die jüngste Zirkusdirektorin in Deutschland. Sie übernahm den Betrieb vom Vater und baute ihn fleißig aus. Heute treten neben engsten Verwandten rund 40 internationale Artisten auf, ziehen mit dem Tross von Stadt zu Stadt. Die junge Barelli managt den Laden und tritt auch noch selbst mit auf. Noch bis vor kurzem flog sie auf dem Trapez durch die Manege. Seit sie Direktorin ist, hat sie quasi das Recht geerbt, die Pferdedressur zu präsentieren. Edgar Verheyen hat die Zirkus-Managerin Ramona Barelli zwei Wochen lang beobachtet, in der Manege, im Büro, aber auch beim Umzug des Zirkus von Duisburg nach Recklinghausen. Sonntag, 13. Februar 2000 (Woche 7) 23.50 Enter Achilles Ein Tanzstück von Lloyd Newton "Enter Achilles" ist die neueste Produktion von Lloyd Newson und seinem DV 8 Physical Theatre, einer Truppe die für ihre oft kontroversen Stücke schon mit manchem Preis ausgezeichnet wurden. Enter Achilles geht der Frage nach, was es bedeutet, ein Mann zu sein und was Männlichkeit ausmacht. Dabei sind die Grenzen zwischen Tanz, Theater und Akrobatik fließend, die Ideen werden mit verstörender Direktheit vermittelt, körperlich und ästhetisch gewagt, immer auf des Messers Schneide zwischen Bedrohlichkeit und Komik, Überschwenglichkeit und Brutalität, Scherz und Aggression. In einem schäbigen, typisch britischen Pub stehen acht Kerle beieinander - immerfort das Bierglas in der Hand - reißen grobe Witze und fühlen sich gemeinsam stark, was sie mit der klassischen männlichen Körpersprache zum Ausdruck bringen. Die Atmosphäre ist erfüllt mit Bierdunst und Testosteron - eine rüde Welt, in der jeder Anflug von Schwäche verhöhnt wird. Gewalt überdeckt hier Verwundbarkeit, in der Zwangsjacke der Männlichkeit ist kein Platz für Gefühle. Unter dieser Oberfläche jedoch ahnt man eine beunruhigende Strömung von Angst und Unsicherheit. In den kurzen gefühlsbetonten Momenten, die ein Gegengewicht zur unbarmherzigen Parodie und zur surrealen Komik bilden, wird die Tragik spürbar. Je betrunkener die Männer werden, desto vulgärer und reizbarer werden sie. Ihr Zusammensein gipfelt in der gemeinsamen Verstümmelung einer Sexpuppe, sehr zum Kummer einer der Männer, dem sie gehört und der sie zärtlicher behandelt als manch einer eine Frau. Diese schauerliche Szene beendet den finsteren, grausam-komischen Einblick in die männliche Psyche. Der Film erhielt 1996 beim Prix Italia den Preis der RAI für innovative Programme und den Preis der Kategorie "Filmische Neuinterpretation" beim IMZ Dance Screen in Lyon. Freitag, 18. Februar 2000 (Woche 7) 14.00 Kindermagazin: Kinderweltspiegel Etwa 50.000 Kinder sollen allein in Delhi, der Hauptstadt Indiens, auf der Straße leben. Sie sind von zuhause abgehauen. Gründe dafür gibt es viele: Mal sind sie von den Eltern misshandelt worden, mal ist das Leben draußen auf der Straße in Delhi immer noch besser als in der eigenen Familie in einem kleinen Dorf. Wie zum Beispiel für Sagir. Der 12-Jährige lebt als Rikscha- Fahrer ganz auf sich gestellt, er überlebt ohne fremde Hilfe. Und das ist manchmal ziemlich schwierig. Sagir ist engagiert: Zusammen mit anderen Strasßenkindern hat er eine Art "Gewerkschaft" gegründet: Sie helfen sich gegenseitig, wenn sie krank werden oder wenn sie von Polizisten angegriffen werden, was nicht selten ist, denn eigentlich ist das Schlafen im Freien verboten. Sie geben sogar eine Zeitung heraus, mit Erfolg: Neulich musste sich ein Polizist sogar entschuldigen, weil er einen Straßenjungen verprügelt hatte. Das hatten die Jungen in ihrer Wandzeitung öffentlich gemacht. Freitag, 18. Februar 2000 (Woche 7) 18.15 Himmel un Erd - Kochen mit Johann Lafer Thema Rote Beete Moderation: Judith Kauffmann Rote Beete, das rote Wintergemüse, ist vor allem als Salat auf dem Speiseplan zu finden, doch die Rote Beete ist weit vielseitiger. Johann Lafer zeigt die fruchtig-frische Seite der gesunden Knolle: Er kocht als Vorspeise ein "Rote-Beete-Carpaccio mit gebratenem Saiblingsfilet". Der Hauptgang wird etwas deftiger. Kochgast Valentina Breitenbach kommt aus Russland und stellt die berühmte Rote Beete-Suppe "Borstsch" vor, die in ganz Osteuropa weit verbreitet ist. Moderatorin Judith Kaufmann hat sich auf dem Mainzer Wochenmarkt nach Roter Beete umgesehen und dabei die gesunde Seite dieses Gemüses entdeckt. Auf die Heilwirkung der Roten Beete geht auch der Getränketipp ein. "Rote Beete-Saft" schmeckt nicht nur gut, er ist blutbildend, gut für die Verdauung und das Immun-system, außerdem soll er bei der Krebs-Prophylaxe helfen. Freitag, 25. Februar 2000 (Woche 8) 18.15 Himmel un Erd - Kochen mit Johann Lafer Thema: Topinambur Moderation: Judith Kauffmann Topinambur, auch Erdartischocke genannt, ist den meisten Verbrauchern immer noch gänzlich unbekannt. Die kartoffelähnliche Knolle erfreut sich aber als Spezialität immer größerer Beliebtheit. Johann Lafer kocht ein Sauerkraut-Topinambur-Ragout mit ge-backenen Entenkeulen. Landwirtin Christa Bohr aus Welschbillig bei Trier baut Topi-nambur an und kennt auch raffinierte Rezepte: Topinambursuppe und eine Apfelweincrème mit Topinambur. Die Familie Bohr brennt auch einen Topinamburschnaps. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: SWR - Südwestrundfunk

Das könnte Sie auch interessieren: