GenoGyn

Frauen brauchen ihren Frauenarzt vor Ort
Petition der GenoGyn jetzt online beim Bundestag zum Mitzeichnen

Köln (ots) - Weniger medizinische Leistungen, Schließung gynäkologischer Praxen, fehlende Versorgung vor Ort: Frauen werden die Leidtragenden der Honorarreform 2010 sein, hatte die Ärztliche Genossenschaft der Frauenärzte GenoGyn schon im Juli gewarnt und sich mit einer öffentlichen Petition an den Deutschen Bundestag gewandt. Unter https://epetitionen.bundestag.de/ (Suchwort "13215") kann die Petition jetzt von jedermann mitgezeichnet werden. "Wir hoffen auf eine breite Unterstützung", sagt Dr. Helge Knoop aus dem GenoGyn-Vorstand, "denn es geht um das Recht der Frauen auf gute medizinische Versorgung".

Eben diese sieht die GenoGyn akut gefährdet. "Ultraschall der Brust als Krebsfrüherkennungsmaßnahme, psychosomatische Grundversorgung und Beratung zur Empfängnisregelung werden künftig nur noch eingeschränkt angeboten werden können", so Knoop. Grund ist die Honorarreform 2010 mit erneut sinkenden Regelleistungsvolumen (RLV). "Regelleistungsvolumen sind die Beträge, die ein Arzt für alle Beratungen und die komplette Behandlung einer Frau pro Quartal erhält", erklärt Knoop. Je nach Bundesland sind das für Gynäkologen zwischen 10 und 20 Euro. Darüber hinaus erhalten Ärzte das neu eingeführte "qualifikationsgebundene Zusatzvolumen" (QZV), das durchschnittlich 1,00 Euro ausmachen soll. Weitere Verschärfung: Im Fallwert aus RLV und QZV sind nun alle Leistungen der Empfängnisregelung eingerechnet. Sie werden nicht länger extrabudgetär und ohne Mengenbegrenzung von den Krankenkassen bezahlt.

"Für eine Ultraschalluntersuchung der Brust und die Psychosomatische Grundversorgung liegt das Honorar dann bei Cent-Beträgen", weiß Knoop. Insgesamt würden pro Praxis, je nach Bundesland, Einbußen von bis zu 25 Prozent gegenüber 2009 erwartet - das könne längst nicht jede Praxis verschmerzen. Folge: Einschränkung medizinischer Leistungen, Praxissterben, Arbeitsplatzverlust und das Ende wohnortnaher frauenärztlicher Versorgung.

In ihrer Petition hat die GenoGyn nun Nachbesserung beantragt, um die Benachteiligung der Frau durch die Honorarreform 2010 zu verhindern, denn Frauen brauchen gute medizinische Versorgung und ihren Frauenarzt vor Ort!

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