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Cytomegalie-Infektion in der Schwangerschaft: Die unterschätzte Gefahr für das Kind
GenoGyn befürwortet Immun-Test bei Frauen mit Kinderwunsch

Köln (ots) - Alarmierend: Eine Cytomegalie-Infektion ist die häufigste Virus-Erkrankung in der Schwangerschaft und kann schwere Schäden fürs Kind haben. Nach jüngsten Expertenangaben sind in Deutschland jährlich etwa 1900 Ungeborene betroffen, mindestens 700 davon erleiden Beeinträchtigungen wie Gehörverlust, Sehstörungen oder mentale Retardierung. Dennoch ist das Cytomegalievirus (CMV) kaum bekannt, von Medizinern wird die Gefahr oft unterschätzt. Angesichts der neuen, angehobenen Zahlen plädiert die Ärztliche Genossenschaft GenoGyn für mehr Aufklärung und Immun-Tests bei Frauen mit Kinderwunsch.

"Die Bestimmung des CMV-Immunstatus vor einer geplanten Schwangerschaft ist sinnvoll, weil Frauen mit natürlichem Immunschutz, mit einer Sorge weniger ihre Schwangerschaft planen können und, weil Patientinnen ohne CMV-Antikörper zwar derzeit nicht geimpft, aber gezielt auf Hygienemaßnahmen und Expositionsprophylaxe hingewiesen werden können, um das Risiko einer Erstinfektion während der Schwangerschaft zumindest einzugrenzen", sagt Dr. Wolf Dieter Fiessler aus dem GenoGyn-Vorstand. Während eine CMV-Infektion meist harmlos, oft ohne oder nur mit geringen, grippeähnlichen Beschwerden verläuft, gefährdet eine Erstinfektion in der Schwangerschaft das Ungeborene. Bedroht sind besonders Frauen ohne CVM-Antikörper, die engen Umgang mit Kleinkindern haben, weil diese häufig Überträger der Viren sind.

"Bei negativem Immunstatus können Expositionsprophylaxe und Hygienemaßnahmen zu mehr Sicherheit führen. Gleichzeitig ermöglichen weitere Bluttests als Verlaufskontrollen während der Schwangerschaft die frühzeitige Diagnose einer CMV-Erstinfektion", so Dr. Fiessler. "Denn durch die Hyperimmunglobulin-Therapie besteht inzwischen eine hoffnungsvolle Behandlungsmöglichkeit, die zwar noch nicht zugelassen, im Einzelfall jedoch nach sorgfältiger Abwägung jetzt schon möglich ist." Der Bluttest ist bisher nicht Teil der Mutterschaftsrichtlinien. Daher kann die Überprüfung des CMV-Status bei Kinderwunsch und insbesondere während der Schwangerschaft ohne konkrete Indikation und ohne Krankheitsverdacht zurzeit nur als freiwillige IGeL-Leistung angeboten werden. Die Entscheidung obliegt der symptomfreien Patientin. Entsprechend wichtig sind Aufklärung und initiative Beratung des betreuenden Gynäkologen.

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