GenoGyn

Hautkrebs-Screening ist auf Haut- und Hausärzte beschränkt
Offener Brief an KBV: Ärztliche Genossenschaft GenoGyn fordert Beteiligung der Frauenärzte

Köln (ots) - Mehr als 140 000 Neuerkrankungen jährlich: Die Zahl der Hautkrebs-Fälle in Deutschland steigt seit Jahren. Mit dem jüngst etablierten Screening haben Ärzte eine neue Waffe gegen Maligne Melanome der Haut. Doch die Ärztliche Genossenschaft GenoGyn mahnt, solange die Frauenärzte von der Durchführung des Präventionsprogramms ausgeschlossen sind, werde eine große Chance im Kampf gegen den Hautkrebs vergeben.

Seit dem 1. Juli 2008 haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs. Hautärzte und Hausärzte, nach entsprechender Qualifikation, führen das Screening durch. Anspruch auf die Krebsvorsorgeuntersuchung haben 45 Millionen gesetzlich Krankenversicherten, davon 24 Millionen Frauen. "Ein Großteil dieser Frauen stellt sich regelmäßig in unseren Praxen vor, weshalb es für uns unverständlich ist, dass die Berufsgruppe der Frauenärzte nicht in das Hautkrebspräventionsprogramm integriert wurde", sagt Dr. Jürgen Klinghammer, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, aus dem Vorstand der Genossenschaft der Frauenärzte, GenoGyn. In einem offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler, appelliert die GenoGyn nun, die Facharztgruppe Gynäkologie - nach Ausbildung und Zertifizierung der einzelnen Fachärzte - in das Leistungs- und Abrechnungsprogramm aufzunehmen. "Im Rahmen der jährlichen Krebsvorsorge und deren Richtlinien Abschnitt B 1 führen wir seit Jahrzehnten bei Frauen eine Hautprävention durch. Als Primärärzte und Präventionsärzte der Frau in allen Lebensphasen haben wir stetigen Kontakt zu unseren Patienten - keine andere Facharztgruppe unterhält eine so enge Bindung zu ihrer Patientenklientel. Diese Chance sollte im Sinne des Erfolges des Hautkrebs-Screening und damit zur Gesunderhaltung Tausender von Frauen nicht vertan werden!", mahnt Dr. Klinghammer.

Weitere Informationen:

Der offene Brief an die KBV ist unter www.genogyn-rheinland.de einzusehen.

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