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Riskante Mischung: Hohe Cholesterinwerte und Vorerkrankungen

Riskante Mischung: Hohe Cholesterinwerte und Vorerkrankungen
LDL-Cholesterin-Zielwert bei hohem kardiovaskulären Risiko. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/71182 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Sanofi-Aventis Deutschland GmbH"

Frankfurt/Main (ots) - Erhöhte LDL-Cholesterinwerte gelten bereits für sich allein genommen als Hauptrisikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bestimmte Begleiterkrankungen, etwa Diabetes mellitus oder Bluthochdruck, erhöhen das Risiko noch weiter. Angeborene Fettstoffwechselstörungen mit hohen Cholesterinwerten von Kindheit an wie die Familiäre Hypercholesterinämie führen zu einem besonders hohen Risiko. Der "Tag des Cholesterins" am 23. Juni 2017 will für diese schleichende Gefahr auch in diesem Jahr Bewusstsein schaffen.

Erhöhte Werte des sogenannten "schlechten" LDL-Cholesterins (LDL-C) sind ein wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Kombination mit weiteren Erkrankungen ist das Risiko besonders hoch. Ganz besonders stark betroffen sind Patienten, die bereits Arteriosklerose ausgebildet und gegebenenfalls schon einen ersten Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben. "Auch Menschen, die bereits Erkrankungen haben, beispielsweise Bluthochdruck oder an fortgeschrittenem Diabetes mellitus leiden oder deren Nierenfunktion eingeschränkt ist, haben ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen", informiert Prof. Dr. med. Oliver Weingärtner, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V.

"Um dieses Risiko zu reduzieren, sollten die Patienten ihre Cholesterinwerte konsequent senken und zwar auf Werte, die auch in den aktuellen Leitlinien empfohlen werden." Für Hochrisiko-Patienten - insbesondere bei schon vorhandener Arteriosklerose oder nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall - bedeutet dies, das LDL-Cholesterin auf unter 70 mg/dl (1,8 mmol/l) zu senken. Damit Fettstoffwechselstörungen in Arztpraxen und Kliniken eine größere Beachtung finden und betroffene Patienten eine optimale Versorgung erhalten, bildet die DGFF (Lipid-Liga) seit 2009 Ärzte unterschiedlichster Fachrichtungen zu Lipidologen, also Experten für Fettstoffwechselstörungen, aus.

Und dann gibt es noch Menschen, bei denen ein hoher LDL-Cholesterinwert angeboren ist. Meist liegt eine so genannte Familiäre Hypercholesterinämie vor. Vermutlich ist einer von 250 betroffen. "In diesen Fällen ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders hoch und das bereits früh im Leben", Hierauf machte Prof. Dr. med. Eberhard Windler, Vorsitzender der D-A-CH-Gesellschaft Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen e.V. aufmerksam. "Die Hypercholesterinämie, speziell die Erhöhung des LDL-Cholesterins, ist eine schleichende Gefahr für das Herz-Kreislauf-System. Die erhöhten Werte werden meist über lange Zeit nicht bemerkt und können währenddessen die Gefäße ernsthaft schädigen". Um Menschen mit Familiärer Hypercholesterinämie, einer erblichen Krankheit des Fettstoffwechsels, möglichst frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln, hat die Gesellschaft mit CaRe High ein Projekt ins Leben gerufen, an dem sich Ärzte in Deutschland beteiligen können.

Auch Michaela Wolf, Vorsitzende der CholCo e.V.: Patientenorganisation für Patienten mit Familiärer Hypercholesterinämie oder anderen schweren genetischen Fettstoffwechselstörungen setzt sich für eine frühzeitige Diagnose ein. "Da ich selbst betroffen bin und die erhöhten Werte bei mir eher zufällig entdeckt wurden, weiß ich, wie wichtig die frühe LDL-Cholesterinmessung für eine Diagnose ist. Nur wer seine Werte kennt, kann selbst aktiv sein und auch rechtzeitig behandelt werden."

Über die Initiative

Um das Bewusstsein der Bevölkerung für Cholesterin und seine Risiken zu erhöhen, haben sich die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V., der CholCo e.V.: Patientenorganisation für Patienten mit Familiärer Hypercholesterinämie oder anderen schweren genetischen Fettstoffwechselstörungen und das Unternehmen Sanofi zur Initiative "Cholesterin persönlich nehmen. Risiko senken zählt" zusammengeschlossen. Weitere Informationen unter www.cholesterin-persoenlich-nehmen.de.

www.cholco.org 
www.dach-praevention.eu 
www.lipidliga.de                          
SADE.ALI.17.06.1484 

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Statement Prof. Dr. med. Oliver Weingärtner 
Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von 
Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF 
(Lipid-Liga) e. V.: 

"Der Tag des Cholesterins ist heute so wichtig wie bei seiner Einführung vor 15 Jahren. Als Lipid-Liga rufen wir einerseits alle Apotheken, Praxen, Kliniken und Betriebe auf, Messaktionen anzubieten und unterstützen sie dabei. Andererseits appellieren wir an die Bevölkerung, die eigenen Blutfettwerte messen zu lassen.

Erhöhte Cholesterinwerte sind eine unterschätzte Gefahr. Das Problem ist, dass erhöhte Cholesterinwerte keine Symptome verursachen. Auch stark erhöhte Cholesterinwerte spürt man nicht. Dabei richtet das so genannte LDL-Cholesterin bleibende Schäden an den Wänden der Gefäße an, wenn seine Konzentration im Blut dauerhaft zu hoch ist. Das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen steigt dadurch deutlich.

Weil erhöhte LDL-Cholesterinwerte und andere Fettstoffwechselstörungen lange keine Beschwerden mit sich bringen, werden sie vielfach auch von Ärzten nicht erkannt. Daher bildet die DGFF (Lipid-Liga) seit 2009 Mediziner verschiedenster Fachrichtungen zu Experten auf dem Gebiet der Fettstoffwechselstörungen - zu Lipidologen (DGFF®) - aus. Mit dieser mehrstufigen intensiven Fortbildung wollen wir die Ärzteschaft für die Problematik sensibilisieren und erreichen, dass erhöhte Blutfettwerte (früh) entdeckt, Fettstoffwechselstörungen richtig diagnostiziert und optimal behandelt werden. Damit beispielsweise ein erhöhter LDL-Cholesterinwert gar nicht erst zum Risikofaktor wird.

Insbesondere Menschen, bei denen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht ist, sollten ihren Cholesterinspiegel im Blick behalten. Das sind vor allem Menschen, die kürzlich einen Herzinfarkt erlitten haben, die rauchen, die übergewichtig sind oder die einen erhöhten Blutdruck haben. Menschen mit Diabetes haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko.

Ganz besonders wichtig ist aber die Kontrolle der Cholesterinwerte für Menschen mit der Erbkrankheit "Familiäre Hypercholesterinämie". Bei dieser angeborenen Störung des Fettstoffwechsels erreichen die Cholesterinwerte schon im Kindesalter gefährliche Höhen.

Mit einer Therapie, wie sie in den aktuellen medizinischen Leitlinien empfohlen wird, lassen sich auch stark erhöhte Blutfettwerte nachhaltig senken und unter Kontrolle halten." Internet: www.lipid-liga.de SADE.ALI.17.06.1484

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Statement Prof. Dr. med. Eberhard Windler 
Vorsitzender der D-A-CH-Gesellschaft zur Prävention von 
Herz-Kreislauf- Erkrankungen e. V.: 

"Die Hypercholesterinämie ist eine schleichende Gefahr für die Herzgesundheit. Schleichend deshalb, weil krankhaft erhöhte Blutfettwerte zunächst keine Symptome zeigen. Ist die Konzentration einer bestimmten Form des Cholesterins, des LDL-Cholesterins, im Blut aber dauerhaft erhöht, kommt es zu Ablagerungen in den Blutgefäßen. Die Folge: Gefäßverschlüsse, Herzinfarkte und Schlaganfälle.

In Deutschland wird die Familiäre Hypercholesterinämie, eine erbliche Fettstoffwechselstörung, die mit einem sehr hohen Herz-Kreislauf-Risiko verbunden ist, bisher kaum diagnostiziert. Dadurch wird die Chance vergeben, das Cholesterin ausreichend früh zu senken. Als D-A-CH-Gesellschaft zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben wir deshalb das deutschlandweite Projekt CaRe High zur Früherkennung gestartet. Wir wollen erreichen, dass möglichst viele Patienten mit auffälligem LDL-Cholesterin-Wert identifiziert, diagnostiziert und therapiert werden. CaRe High ermöglicht es, dass ausgehend von einem betroffenen Patienten, auch erstgradige sowie zweitgradige Verwandte, also Mutter, Vater, Geschwister und Oma, Opa, Onkel, Tanten untersucht werden. Im Falle einer positiven Diagnose können sie frühzeitig behandelt werden. Durch Zusammentragen der Daten in einem Register wird es erstmals möglich sein, die Häufigkeit der Erkrankung in Deutschland abzuschätzen und den Versorgungsstatus der Patienten zu analysieren."

Internet: www.dach-praevention.eu SADE.ALI.17.06.1484

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Statement Michaela Wolf, Vorsitzende der CholCo e.V. und Betroffene der familiären Hypercholesterinämie:

"Der Tag des Cholesterins ist für uns als CholCo eine gute Gelegenheit, auf die Gefahr, die von erhöhten Cholesterinwerten ausgeht, hinzuweisen. Denn das Thema Cholesterin geht jeden an, nicht nur Menschen die bereits wissen, dass sie ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.

Viele denken, erhöhte Cholesterinwerte hängen immer mit Übergewicht, Rauchen oder einer ungesunden Ernährung zusammen. Das stimmt nicht! Nur wenige wissen, dass der Fettstoffwechsel auch infolge einer Erbkrankheit gefährlich gestört sein kann. Bei der so genannten Familiären Hypercholesterinämie ist das der Fall. Gefährlich hohe Cholesterinwerte können auch die augenscheinlich Gesunden haben, die Jungen, Sportlichen und Schlanken. Alle, in deren Familie frühe Herz-Kreislauf-Erkrankungen, also Schlaganfälle oder Herzinfarkte vor dem 50. Lebensjahr, aufgetreten sind, sollten hellhörig werden - und sich untersuchen lassen.

Die Familiäre Hypercholesterinämie ist eine unterschätze Gefahr, die viele Menschen angeht. Darauf am Tag des Cholesterins hinzuweisen, ist uns als Patientenorganisation eine Herzensangelegenheit. "

Internet: www.cholco.org SADE.ALI.17.06.1484

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