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Sanofi-aventis startet neues großes Register mit über 10.000 Vorhofflimmer-Patienten weltweit

Paris, Frankreich - 16. November 2009 - (ots) - Das RealiseAF-Register wird dazu beitragen, das kardiovaskuläre Risikoprofil von Vorhofflimmerpatienten besser zu definieren und zu verstehen sowie kardiovaskuläre Folgen besser zu charakterisieren

Sanofi-aventis (EURONEXT: SAN and NYSE: SNY) gab heute den Start des RealiseAF-Registers bekannt (Real life global Survey Evaluating patients with Atrial Fibrillation), einem internationalen Querschnitts-Beobachtungs-Register, das mit Vorhofflimmer- (VHF)-Patienten durchgeführt wird. VHF kann die Prognose von Patienten verschlechtern und das Risiko für Krankenhauseinweisungen, Schlaganfall und Sterblichkeit erhöhen. RealiseAF wird ein realistisches Bild der globalen Belastung durch VHF bei mehr als 10.000 Patienten in 27 Ländern liefern.

"Sanofi-aventis trägt in bedeutendem Umfang dazu bei, die allgemein bekannte Belastung durch Vorhofflimmern zu reduzieren", sagt Jean-Pierre Lehner, Chief Medical Officer von sanofi-aventis. "Das Unternehmen ist bestrebt, die medizinischen Versorgungslücken bei Patienten und Ärzten zu schließen, nicht nur durch innovative therapeutische Lösungen, sondern auch durch Investitionen in Register wie z. B. RealiseAF, um das Risikoprofil von Vorhofflimmer-Patienten besser zu verstehen."

RealiseAF wurde entwickelt, um die Möglichkeiten zur Beherrschung von Vorhofflimmern (VHF) einschätzen zu können und um das kardiovaskuläre Risikoprofil einer großen Bandbreite der Vorhofflimmer-Population in Europa, Lateinamerika, Asien, in Nahost und Nordafrika zu untersuchen. Dieses neue Register soll Daten aus einer umfassenden VHF-Population generieren, die Patienten mit paroxysmalem, persistierendem und permanentem Vorhofflimmern sowie mit VHF vorübergehender Ursache einschließt. Das Register wird für ein besseres Verständnis dieser Erkrankung und die damit assoziierten kardiovaskulären Konsequenzen sorgen und dabei helfen, die Belastung durch VHF zu reduzieren.

"RealiseAF wird mehr Daten liefern, die Ärzten helfen, die wahren Auswirkungen von VHF und die Krankheitsbelastungen zu verstehen sowie zeigen, wie die Prognose verbessert werden kann," sagte Professor G. Steg, Department of Cardiology, Hôpital Bichat, Paris, Frankreich im Namen des RealiseAF Vorstandes. "Diese Studie wird weltweit, aber auch auf lokaler Ebene, ein einzigartiges Bild von der VHF Patientenpopulation geben und zeigen, wie diese behandelt werden." RealiseAF wurde konzipiert, um die Ergebnisse der RecordAF-Registers zu ergänzen (Registry on Cardiac rhythm disorders an international, Observational, prospective survey assessing the control of Atrial Fibrillation), die während der Late Breaking Session des American Heart Association 2009 in Orlando, USA vorgestellt wurden. Die Ergebnisse des RecordAF-Registers zeigen, dass 18 Prozent aller Patienten innerhalb eines Jahres kardiovaskulär-bedingte klinische Ereignisse erlitten, hauptsächlich kardiovaskulär-bedingte Krankenhauseinweisungen. 55 Prozent der Kardiologen bevorzugten eine Rhythmus-Kontroll-Strategie, die einen besseren therapeutischen Erfolg erzielte als die Frequenzkontrolle (60 Prozent vs 47 Prozent). Gleichwohl ließ sich mit den zum Erhebungszeitpunkt der Studie bestehenden Rhythmus-Kontroll-Strategien keine bessere Prognose als mit einer Frequenzkontrolle erreichen. Für die Ärzte schien keine der beiden Strategien wirklich zufriedenstellend zu sein. 22 Prozent der Ärzte wechselten ihre Strategie und 52 Prozent modifizierten die VHF-Behandlung während des Beobachtungszeitraums von einem Jahr. Diese Ergebnisse unterstreichen den Bedarf an neueren Antiarrhythmika, mit denen sowohl die Rhythmus- als auch die Frequenzkontrolle erfolgreich umgesetzt werden und darüber hinaus die Anzahl klinischer Ereignisse reduziert werden kann.

Die Rekrutierung der RealiseAF-Patienten begann kürzlich, Ende Oktober 2009. Die Endergebnisse werden gegen Ende des Jahres 2010 erwartet. Sanofi-aventis unterstützt RealiseAF mit frei verwendbaren Forschungsgeldern.

Über RealiseAF

Das RealiseAF-Register schließt mehr als 10.000 Patienten in 926 Zentren aus 27 Ländern ein, die Vorhofflimmern in der Vorgeschichte haben oder zumindest eine VHF-Episode innerhalb des letzten Jahres oder aktuell bestehendem Vorhofflimmern aufweisen.

In das Register eingeschlossen sind Erwachsene mit paroxysmalem, persistierendem und permanentem VHF, Kinder, sowie Patienten mit VHF aufgrund vorübergehender Ursachen (Schilddrüsenüberfunktion, Alkoholvergiftung, akuter Myokardinfarkt, Perikarditis, Myokarditis, Stromschlag, Lungenembolie oder andere Lungenerkrankungen, Elektrolytentgleisung, metabolische Funktionsstörung etc.).

Die erfassten Daten werden die folgenden Messgrößen einschließen: familiäre und persönliche kardiovaskuläre Risikofaktoren, Komorbiditäten in der Vorgeschichte, kardiovaskulär-bedingte Ereignisse die innerhalb des vergangenen Jahres zu Krankenhauseinweisungen geführt haben, kardiovaskulär-bedingte Eingriffe, Anamnese und Krankheitsbild von VHF, VHF Behandlung und Einschätzung der Lebensqualität. Kardiologen (niedergelassene sowie im Krankenhaus tätige) und Internisten werden per Zufallsauswahl zur Teilnahme an der Studie angefragt.

Über RecordAF

Das RecordAF-Register rekrutierte 5.604 Patienten mit einer kürzlich zurückliegenden Episode von Vorhofflimmern aus 21 Ländern in Nord- und Südamerika, Europa und Asien. Sie wurden über den Zeitraum von einem Jahr beobachtet. Die ersten Ergebnisse der Studie bezogen sich auf den therapeutischen Erfolg und die klinischen Ereignisse assoziiert mit Rhythmus- und Frequenzkontrollstrategien. Eine als erfolgreich bezeichnete therapeutische Strategie nach einem Jahr Nachbeobachtung erforderte, dass die Behandlungsstrategie unverändert blieb, dass keine klinischen Ereignisse während der Nachbeobachtungszeit auftraten, der Sinusrhythmus in der Rhythmuskontrollgruppe erreicht wurde oder dass die Herzfrequenz in der Frequenzkontrollgruppe bei kleiner, gleich 80 Schlägen pro Minute lag.

Die in das Register eingebundenen Ärzte wurden per Zufallsauswahl aus einer repräsentativen und umfassenden globalen Liste mit niedergelassenen und in der Klinik tätigen Kardiologen ermittelt.

Über Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung: Fast 7 Millionen Menschen in der Europäischen Union und in den Vereinigten Staaten sind davon betroffen.1 VHF ist derzeit eine bedeutende ökonomische Belastung für die Gesellschaft und führt zu potentiell lebensbedrohlichen Komplikationen. VHF erhöht das Risiko für Schlaganfall um das Fünffache2, verschlechtert die Prognose von Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren3, verdoppelt das Mortalitätsrisiko4, und ist mit einer bedeutenden Belastung für Patienten, Ärzte und das Gesundheitssystem verbunden. Krankenhauseinweisungen aufgrund von VHF haben in den letzten Jahren dramatisch zugenommen (um das Zwei- bis Dreifache). VHF-bedingte Krankenhauseinweisungen machen ein Drittel aller Krankenhauseinweisungen aufgrund von Herzrhythmusstörungen und der Todesfälle in den USA und Europa aus. 70 Prozent der jährlichen Ausgaben für das VHF-Therapiemanagement in Europa wird durch Krankenhausbehandlung und Interventionen verursacht.5

Über sanofi-aventis

Sanofi-aventis, ist ein führendes, globales Pharmaunternehmen, das therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vertreibt, um das Leben der Menschen zu verbessern. Sanofi-aventis ist an den Börsen in Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) gelistet.

Weitere Informationen unter: www.realiseaf.org and www.recordaf.org

Quellenangaben:

1 Go AS, Hylek EM, Phillips KA, et al. Prevalence of diagnosed atrial fibrillation in adults: national implications for rhythm management and stroke prevention: the AnTicoagulation and Risk Factors in Atrial Fibrillation (ATRIA) Study. JAMA 2001; 285:2370-5.

2 Lloyd-Jones et al. Lifetime Risk for Development of Atrial Fibrillation: The Framingham Heart Study. Circulation. 2004; 110:1042-1046.

3 Fuster V et al. ACC/AHA/ESC 2006 guidelines for the management of patients with atrial fibrillation. European Heart Journal (2006) 27, 1979-2030.

4 Benjamin EJ, Wolf PA, D'Agostino RB, Silbershatz H, Kannel WB, Levy D. Impact of atrial fibrillation on the risk of death: the Framingham Heart Study. Circulation 1998 Sep 8; 98(10):946-52..

5 Ringborg A, Nieuwlaat R, Lindgren P, Jönsson B, Fidan D, Maggioni AP, Lopez-Sendon J, Stepinska J, Cokkinos DV, Crijns HJ. Costs of atrial fibrillation in five European countries: results from the Euro Heart Survey on atrial fibrillation. Europace. 2008 Apr;10(4):403-11. Epub 2008 Mar 7.

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