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Mitten in der Krise begeistern sich Entscheidungsträger für das mobile Banking als Mittel, um die arme Bevölkerung ohne Bankkonto zu erreichen

Windsor, England (ots/PRNewswire) - - Klare Verhältnisse für die Telekommunikationsanbieter und Schutz der Verbraucher stehen bei dem internationalen Seminar an erster Stelle der Tagesordnung

Trotz der aufsichtsrechtlichen Herausforderungen und der Finanzkrise begeistern sich Entscheidungsträger für mobiles Banking als Mittel, um der armen Bevölkerung ohne Bankkonto, Zugang zur Finanzwirtschaft zu verschaffen. Über eine Milliarde Menschen weltweit haben kein Bankkonto, besitzen aber ein Mobiltelefon und verfügen somit über eine ganz entscheidende Möglichkeit, um an der Finanzwelt teilnehmen zu können, so die heute in der Nähe von London tagenden Funktionäre.

"Mobile Bankdienstleistungen können Millionen armer Menschen einen Weg aus der Armut weisen und sie dabei unterstützen, ihre Einkommen zu verbessern und für ihre Gesundheitsversorgung und Ausbildung zu sorgen. Es ist dabei unerlässlich, dass die Entscheidungsträger bei der Festlegung der Regeln für diesen innovativen und aufkommenden Sektor dafür sorgen, dass die Bedürfnisse der Armen dabei im Mittelpunkt stehen", sagte Mike Foster, britischer Minister für internationale Entwicklung.

Um die Entwicklung wirkungsvolle Bestimmungen für das mobile Banking voranzutreiben, haben die CGAP, das DFID und die AFI (Alliance for Financial Inclusion - Allianz für finanzielle Integration) das zweite weltweite Führungsseminar (Global Leadership Seminar) für hochrangige Entscheidungsträger und Aufsichtsbehörden organisiert, die die Richtlinien für das Direktbankwesen, u. a. das mobile Banking, erstellen.

"Mobiles Banking stellt ein enormes Potenzial dar und die CGAP fühlt sich durch die Tatsache sehr ermutigt, dass die Regierungen überall auf der Welt bei der Zusammenführung der Bereiche Finanzwesen, Zahlungsverkehr und Telekommunikation sehr umsichtig und bedacht vorgehen und einen ausgewogenen Rahmen zur Berücksichtigung der Bedürfnisse des Verbrauchers, der Sicherheitsanforderungen und der aufsichtsrechtlichen Vorschriften schaffen", sagte Elizabeth Littlefield, CEO der CGAP, eines bei der Weltbank angesiedelten Mikrofinanzierungszentrums.

An dem Seminar nehmen Repräsentanten der Länder teil, in denen das Direktbankgeschäft schnell wächst bzw. voraussichtlich künftig schnell wachsen wird, nämlich Argentinien, Bangladesch, Brasilien, Kolumbien, Ägypten, Indien, Kenia, die Maldiven, Mexiko, Pakistan, Peru, die Philippinen, Russland, Ruanda, Sri Lanka, Südafrika, Tansania und Sambia.

Wichtige Themen im Zusammenhang mit der Regulierung des mobilen Bankings

Mobiles Banking ist ein Dreiecksgeschäft, wobei zum Kunden einerseits und dem Anbieter andererseits der Kaufmann vor Ort hinzutritt, der als entscheidende Schnittstelle zwischen der elektronischen Währung, über die der Arme in seinem Mobiltelefon verfügt und der Geldwirtschaft, in der er lebt und arbeitet, vermittelt. Zu den besonderen Herausforderungen, denen sich die Entscheidungsträger bei diesen Dienstangebote gegenübersehen, gehören u. a.:

    - Dritten, die keine Banken sind, wie z.B. Kaufleuten vor Ort,
      die Möglichkeit zu geben, ein- und ausgehende Bargeldtransaktionen
      direkt mit dem Kunden durchzuführen
    - Anpassung der Geldwäsche- und Terrorfinanzierungs-Bekämpfungsregeln
      (AML-CFT), sodass sie sich auf echte Risiken stützen und an die Realität
      der durch ferngesteuerte Agenten durchgeführten Transaktionen angepasst
      werden
    - Bestimmung des richtigen aufsichtsrechtlichen Ortes für die Ausgabe von
      e-Geld und andere Instrumente zur Währungsspeicherung (insbesondere
      bei Ausgabe durch andere als voll zugelassene und überwachte Banken)
    - Sicherstellung eines wirksamen Verbraucherschutzes
      (an den unterschiedlichsten Fronten)
    - Sorge tragen, dass Zahlungssysteme allen Akteuren offenstehen
      und angemessenen überwacht werden
    - Ausgewogene Wettbewerbspolitik; angemessene Anreize für Pioniere
      des Direktbankgeschäfts bieten und gleichzeitig verbraucherfeindliche
      Monopole verhindern. 

Das Technologieprogramm der CGAP wird von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung unterstützt.

Die Berichterstattung zum Seminar steht unter http://technology.cgap.org zur Verfügung.

Bei der Alliance for Finance Inclusion handelt es sich um ein weltweites Netz von Entscheidungsträgern aus den Entwicklungsländern. Sie stellt ihren Mitgliedern Hilfsmittel und Ressourcen zur Verfügung, mit deren Hilfe sie ihre Kenntnisse und evidenzbasierten finanzpolitischen Einbindungsstrategien weiterentwickeln und mit konkreten Ergebnissen umsetzen können. Die im September 2008 ins Leben gerufene Allianz wird von der GTZ (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) verwaltet und von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung finanziell unterstützt. Weitergehende Informationen stehen unter http://www.afi-global.org zur Verfügung.

Die CGAP ist ein unabhängiges Strategie- und Forschungszentrum, das zum Ziel hat, der armen Bevölkerung den Zugang zur Finanzwirtschaft zu erleichtern. Die Forschungsgruppe wird von über 30 Entwicklungsagenturen und privaten Stiftungen unterstützt, die alle das gemeinsame Ziel verfolgen, die Armut weltweit zu lindern. Die CGAP wird von der Weltbank beherbergt, liefert Marktinformationen, fördert die Aufstellung von Normen, entwickelt innovative Lösungen und berät Regierungen, Mikrofinanzanbieter, Spender und Investoren. Weitere Informationen stehen unter http://www.cgap.org zur Verfügung.

Das britische Ministerium für internationale Entwicklung (DFID, Department for International Development) steht an der Spitze des Kampfes der britischen Regierung gegen die Armut in der Welt. Das DFID unterstützt langfristige Programme, die dazu beitragen, die der Armut zugrundeliegenden Ursachen zu beseitigen. Das DFID hilft auch bei natürlichen und durch Menschen verursachten Notfällen und Katastrophen. Die Arbeit des DFID zielt darauf ab, im Rahmen der international vereinbarten Millennium-Entwicklungsziele der UNO Armut und Krankheit zu verringern und die Zahl beschulter Kinder zu vergrössern. Weitergehende Informationen stehen unter http://www.dfid.gov.uk zur Verfügung.

Pressekontakt:

Jim Rosenberg von der CGAP, Tel.: +44-(0)-20-3239-6762, E-Mail:
jrosenberg@worldbank.org. Una Gallagher Pulizzi von der CGAP, Tel.:
+1-202-473-8869, E-Mail: upulizzi@worldbank.org oder Pressestelle des
DFID, Tel.: +44-(0)-207-023-0600

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