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PLAY FAIR 2008 Bericht "Die Hürden überwinden ..." über menschenverachtende Arbeitsbedingungen bei Puma, Adidas u.a. Sportartikel-Giganten

Berlin (ots) -

   Flash-Mob-Aktion beim Puma Concept Store Berlin, Hackeschen Höfe;
   organisiert von INKOTA Teil der PLAY FAIR 2008-Kampagne Berlin,
   21. April 2008, 14.45 Uhr 

Bei Yu Yuen einem der größten Schuhhersteller weltweit, u. a. für Puma, wurde festgestellt: Es kommt zu Beschimpfungen und körperliche Misshandlungen. Puma hat mit Yu Yuen über einen Verhaltenskodex gesprochen und es gab gewisse Verbesserungen, z.B. bei Überstunden, Arbeiterunterkünften, Arbeitsschutz, aber nicht bei den Lohnhöhen. "Dies ist ein Grundproblem in der Branche, obwohl seit Jahren immense Gewinne auf Kosten der Beschäftigten erzielt werden, reicht der Lohn manchmal nicht recht zum Leben." So Berndt Hinzmann von INKOTA, Teil der Clean Clothes Campaign. Bei der Firma Joyful Long in China, die Fußbälle für Puma produzier, wird:

   - 7 Tage pro Woche gearbeitet
   - kommt es bis zu 232 Überstunden pro Monat; 6x so viel wie 
     erlaubt sind
   - nur ca. 54% des gesetzlichen Mindestlohns gezahlt
   - immer wieder verspätete Lohnzahlung 

Der Mindestlohn in Shenzhen (China) lag bei RMB 700 pro Monat (USD 100). "Damit eine Familie großzuziehen ist, selbst wenn beide Partner arbeiteten, nahezu unmöglich."; so Interviewpartner. Die Akkordhürde wurde bei Zulieferbetrieben erhöht. Denn "Preis, Qualität und Lieferzeiten sind keine Variablen mehr. Heute legt der Abnehmer einen festen Zielpreis, einen festen Qualitätsstandard und ein festes Lieferdatum für die Kleidungsstücke fest. Wenn die Fabrik den Zielpreis des Abnehmers nicht erfüllen kann, geht der Abnehmer woanders hin."

Der Report "Die Hürden überwinden" stellt vier Schlüsselbereiche heraus, in denen die Sportbekleidungsindustrie proaktiv handeln muss: Niedriglöhne; Missbrauch von Kurzzeitverträgen und anderen prekären Beschäftigungsformen; Verstöße gegen die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen sowie Betriebsschließungen aufgrund von Umstrukturierungen.

Neben öffentlichen Aktionen wird Puma auf der Hauptversammlung, am 22. April mit kritischen Fragen konfrontiert werden, um dem Anliegen der Kampagne Nachdruck zu verleihen.

Pressekontakt:

INKOTA-netzwerk e.V., Berndt Hinzmann; Tel. 030-4289111, Mobil: 0160 
94 69 87 70 Email: hinzmann@inkota.de; Download des Reports:
www.inkota.de/olympiaplayfair2008
Fotos Produktionsorte:
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