PUTZ&PARTNER Unternehmensberatung AG

abo-studie 2008: Lieferzeiten wie im Mittelalter

Hamburg (ots) - PUTZ & PARTNER Unternehmensberatung deckt dramatische Lieferzeiten und Schwächen in Abo-Shops von Verlagen und ihren Handelspartnern auf.

Eklatante Mängel und damit erhebliche Verbesserungsmöglichkeiten bei der Abwicklung von Abonnement-Bestellungen im Zeitschriftenhandel über das Internet hat eine Untersuchung der Hamburger PUTZ & PARTNER Unternehmensberatung AG aufgedeckt. "Die Ergebnisse unserer Untersuchung zeigen, dass sich die Internetshops der Verlage bzw. der Handelspartner in den vergangenen Jahren kaum entwickelt haben und weit hinter der Leistungsfähigkeit moderner Shopsysteme und Logistikdienstleister hinterherhinken", betonte Matthias Richter, Partner bei PUTZ & PARTNER.

Besonders bei den Lieferzeiten besteht Handlungsbedarf. So wurden nur sechs Prozent der georderten Zeitschriften innerhalb von sieben Kalendertagen nach Bestellung dem Kunden zugestellt. Durchschnittlich betrug die Lieferzeit je nach Erscheinungsform 24 bis 35 Tage, bei einem knappen Drittel sogar zwischen 40 und 73 Tage. Kein Anbieter konnte das aktuell im Handel erhältliche Heft als Beginn des Abonnements liefern.

Jede zehnte Rechnung mit anderen Beträgen

Abweichungen zwischen dem im Internet angegebenen und dem später in Rechnung gestellten Preis gab es bei elf Prozent der Bestellungen. Dabei wurden sowohl höhere als auch niedrigere Rechnungen gestellt. Keiner der Anbieter hatte allerdings vorher auf die Preisveränderungen hingewiesen.

Datenschutz und Widerrufsrecht unter ferner liefen

Als "unzureichend" bewerten die Tester auch den Daten- und Verbraucherschutz im Zusammenhang mit der Bestellung von Zeitschriften-Abonnements. So holen nur vier Anbieter explizit die Zustimmung des Kunden für Werbung ein. Zudem fehlen bis auf wenige Ausnahmen Angaben, an welche/s Unternehmen die Daten des Bestellers gehen, zu welchem Zweck sie verwendet werden und welche der erfassten Daten weitergeleitet werden. Widerrufsmöglichkeiten für die Auftragsvergabe und eine Werbezustimmung fehlen entweder ganz oder sind ausgesprochen umständlich zu handhaben.

Möglichkeiten werden nicht genutzt

Auch der Bestellvorgang selbst entspricht nicht den Möglichkeiten, die das Internet bietet. Mängel gibt es hier vor allem bei der Registrierung, der Nutzung von Warenkorbfunktionen und der Online-Integration in das Backendsystem des jeweiligen Anbieters. So wurde der Besteller trotz einer Registrierung nur in jedem 10. Shop "wiedererkannt", wenn er ein weiteres Abonnement ordern wollte. Knapp drei Viertel der Shops bieten den bei Internetbestellungen üblichen Warenkorb nicht an.

Verlage sollten sich an den Möglichkeiten moderner Online-Shops orientieren

Matthias Richter: "Moderne Online-Shops beliefern ihre Kunden sofort! Die Zeitschriftenverlage und ihre Handelspartner verzichten ohne Not auf die hervorragenden Möglichkeiten, die das Internet als dialogorientierter Vertriebsweg bietet. Das Beispiel der großen Online-Shops zeigt, dass hier über kundenwertorientierte Serviceleistungen, schnellere Abwicklungen und neue, den heutigen Verbraucheransprüchen gerecht werdende Angebote erhebliche Geschäftspotenziale erschlossen werden können."

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PUTZ & PARTNER Unternehmensberatung AG, Matthias Richter
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