iX-Magazin

Kleiner und schärfer: JPEG 2000
Neuer Standard für die Bildbearbeitung

    Hannover (ots) - Seit vier Jahren arbeitet die über hundertköpfige
JPEG 2000-Gruppe an einer neuen Version des Grafikstandards, jetzt
liegen erste Ergebnisse und Anwendungsbeispiele vor: Bessere Bilder
bei höherem Kompressionsfaktor werden dem neuen, robusten Verfahren
zum schnellen Durchbruch verhelfen, urteilt das IT-Profimagazin iX in
seiner Ausgabe 8/2001.
    
    Um der immer größer werdenden Bilderflut Herr zu werden, sind
effiziente Kompressionsverfahren zur Speicherung und Übertragung von
Grafiken und Bildern gefragt. Die Überarbeitung des JPEG-Standards
verspricht bei höheren Kompressionsfaktoren eine bessere
Bildqualität. Dies ist besonders interessant für Bilddatenbanken
sowie für die professionelle Bildbearbeitung im wissenschaftlichen
und medizinischen Bereich.
    
    Die Industrie will den neuen Standard relativ schnell anwenden und
im Laufe des nächsten Jahres erste Produkte wie digitale Kameras
herausbringen. Die Vorzüge haben jedoch ihren Preis. JPEG2000 ist
etwa zwei- bis dreimal rechenintensiver als der Vorgänger, was sich
auf den Stromverbrauch und die Reaktionszeit digitaler Kameras und
anderer mobiler Geräte nachteilig auswirkt. iX-Redakteurin Kersten
Auel: "JPEG 2000 empfiehlt sich vor allem bei hohen
Kompressionsfaktoren. Ansonsten genügt das bisherige JPEG-Verfahren."
    
    JPEG 2000 basiert auf dem Wavelet-Verfahren. Wavelets wirken wie
ein Tiefpass/Hochpass-Filter und zerlegen den Bildinhalt in zwei
Frequenzbereiche. Jeder Filterdurchlauf erzeugt ein geglättetes Bild
mit den niedrigen Frequenzanteilen sowie ein komplementäres mit den
hohen Frequenzen. Beide Teilbilder beziehungsweise die erzeugten
Wavelet-Koeffizienten enthalten genau die halbe Informationsmenge und
ergeben zusammengesetzt wieder ein Bild der Ausgangsgröße. Es gehen
also weder Informationen verloren noch entstehen redundante Daten.
Kersten Auel: "Im professionellen Bereich wird sich JPEG 2000 schnell
als neuer Standard durchsetzen."
    
    Titelbild iX 8/2001: www.heise.de/presseinfo/bilder/ix/
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