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iX über Kosten und Nutzen von Cloud-Computing
Auch virtuelle Ressourcen kosten - vor allem Zeit


Hannover (ots) - Cloud-Computing zeichnet sich durch große Flexibilität und individuelles Abrechnen aus und verspricht Kostenersparnis. Doch sollten IT-Verantwortliche beachten, dass das Einrichten und Verwalten virtueller Ressourcen nicht nur zusätzliches Fachwissen erfordert, sondern vor allem Zeit kostet. Das schreibt das IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen Mai-Ausgabe.

IT-Verantwortliche, die Cloud-Services einsetzen wollen, müssen eine Menge Zeit investieren: Der große Vorteil von Cloud Services besteht darin, dass der Kunde nur die Menge an Server-Instanzen für den Zeitraum mietet, die er tatsächlich braucht. Steigt der Bedarf an Rechenkapazität, kann er weitere Instanzen hinzubuchen und sie in ruhigeren Phasen wieder freigeben. Die Abrechnung erfolgt in der Regel pro Stunde. Ein solches Pay-Per-Use-Modell reduziert insbesondere bei einer großen Diskrepanz zwischen durchschnittlichem Bedarf an Rechenleistung und dem Bedarf zu Spitzenzeiten die Kosten. Da auch keine Investitionskosten für Hardware anfallen, kann das Cloud-Modell im Vergleich zum Ausbau des eigenen Rechenzentrums und der Co-Location-Variante auch hier punkten.

Dennoch haben viele IT-Leiter Schwierigkeiten, das Für und Wider abzuwägen. Schließlich gilt es neben einem detaillierten Kostenvergleich von Cloud- und unternehmenseigenen IT-Alternativen Kriterien für technische und rechtliche Sicherheit der IT-Ressourcen zu beachten. Auch mit internen Widerständen müssen sie sich auseinandersetzen. So zum Beispiel mit der Angst vor Kontrollverlusten über Unternehmensdaten, den Zweifeln von Mitarbeitern an der Datensicherheit und der Trennbarkeit von Prozessen auf gemeinsam genutzten virtualisierten Ressourcen. Weitere Hürden entstehen durch den Datenschutz sowie durch mangelnde Transparenz.

"Aber auch Bedenken wegen der Bindung an einen bestimmten Anbieter sind von Bedeutung bei der Bewertung von Cloud-Diensten", erläutert iX-Redakteur Ralf Hülsenbusch. "Je komplexer die Unternehmenssituation, desto eher empfiehlt sich eine unabhängige Beratung, in die unter anderem rechtliche Aspekte und Datenschutzanforderungen sowie die Mitarbeitersituation, Schulungsbedarf und strategische Überlegungen mit einzubeziehen sind."

Titelbild iX 5/2011 www.heise-medien.de/presseinfo/bilder/ix/11/ix052011.jpg

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