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Inflationsökonomie von ITB bis Deutsche Bank

Berlin (ots) - Inflation wirkt wellenartig. Der Begriff selbst steht in erster Linie für Geldentwertung. Das Phänomen der Inflation ist deutlich auch in der Tourismusbranche angekommen. Noch nie war die Vielfalt im Reisegewerbe so umfangreich wie heute.

1960 betrug die Weltbevölkerung 3,0 Milliarden (heute 6,9 Milliarden). "Noch sind Millionen von Menschen aus finanziellen Gründen nicht in der Lage, eine wirkliche Urlaubsreise zu unternehmen." (Weltalmanach 1960) 1966 geht die ITB Berlin trotz Kleintourismus mit fünf Destinationen im Angebot an den Start. Heute ist die ITB Berlin Weltleitmesse mit 11.000 Ausstellern aus 180 Ländern und einem Flächenindex (ohne ITB Asien)von über 3.000 Prozent. Fazit: deutlich inflationär, wie viele andere Branchen auch.

Die Inflations-These lässt sich leicht belegen, weil Wachstum nicht linear-stetig verläuft, sondern von Großwellen schubweise (hyperbolisch) beflügelt wird.

So konnte im Jahr 1985 eine kleine Gruppe von Agenturen (AIR) den Markt für Incentive-Reisen innerhalb von drei Jahren von 400 Millionen auf eine Milliarde DM ausweiten. Auch weltweit beflügelten Incentives den Markt für Kongresse, Tagungen und Events (MICE). Die MICE-Branche hat sich tausendfach vergrößert und verfeinert.

Mit dem gleichen Instrumentarium gelang es dem AIR-Wellenmacher, in weiteren Teilmärkten eine breite Akzeptanz herbeizuführen. Unter anderem wurde nach der UNCED Umweltkonferenz Rio-92 das Eco-Segment in kurzer Zeit salonfähig gemacht.

Die weltweite inflationäre Reisewelle ist zurzeit etwa 25 Jahre alt und vom Typ SGG (Substantial Good wave, Good elements). Einzelne Teilwellen sind noch im Teenager-Alter, aber nicht weniger explosiv.

Im Vergleich dazu ist die Weltfinanzkrise vom Typ SBB (Substantial Bad wave, Bad elements) und zu 100 Prozent bedrohlich schlecht. Die Lehmann-, HRE- und UBS-Tsunamis gehen als SBB-Welle in die Wirtschaftsgeschichte ein. Dagegen hat die Deutsche Bank gut abgeschnitten und verweist auf die guten Seiten der schlechten Welle. Damit hat die Frankfurter Bank eine beachtliche SBG-Finanzwelle (Substantial Bad wave, Good elements) produziert.

Finanz- und Tourismuswellen haben gemeinsame Wurzeln und Mechanismen. Wie auch die Märkte für Handys, Waterfront-Immobilien, Flugtarife, Buchproduktionen, Krankenkassen, Gegenwartskunst, Sommer-Events und eine unübersehbare Flut von Gutwellen zur Steigerung des individuellen Wohlbefindens.

So sind Deutschland und Europa ohne große Ankündigungen zu einer reinen Inflationsgesellschaft aufgestiegen. Und das hat sowohl schlechte Seiten als auch gute Seiten. Willkommen in der Inflationsökonomie.

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2h10wave inflation I+DBk 10.03.2010 
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