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DBB Tarifunion fordert Ausweitung des Rentenreformgesetzes auf die Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst

    Bonn (ots) -

    Stöhr: "Das würde finanzielle Entlastung bringen und die soziale Schieflage der Rentenreform korrigieren."

    Am 7./8. März 2001 haben Gewerkschaften und Arbeitgeber die im
Rahmen des Tarifabschlusses 2000 vereinbarten Verhandlungen zur
Reform des Systems der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst in
Berlin aufgenommen. Für die DBB Tarifunion, stellte deren
Verhandlungsführer Frank Stöhr fest, "dass die notwendige Reform der
Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst die langfristige
Stabilisierung der Zusatzversorgungskassen zum Ziel haben muss und
den Erhalt der Alterssicherungssysteme des öffentlichen Dienstes auf
möglichst hohem Leistungsstand." Als eine der Hauptursachen für die
Finanzprobleme in der Zusatzversorgung, benannte Frank Stöhr den
massiven Personalabbau der vergangenen Jahre im öffentlichen Dienst.
    
    Während die Arbeitgeber in den Verhandlungen auch eine Abkehr vom
bestehenden System hin zu einer Betriebsrente prüfen wollen, sieht
die DBB Tarifunion das vorrangige Ziel darin, das jetzige System der
Gesamtversorgung zu erhalten. Frank Stöhr: "Wir fordern, dass die
steuerlichen Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die das
Rentenreformgesetzes vorsieht, in vollem Umfang für die
Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst ausgenutzt werden. Damit
ließen sich die Finanzen nachhaltig entlasten. Außerdem wollen wir
mehr Transparenz des Leistungssystems und eine ausgewogenere
Lastenverteilung für die Beteiligten. Damit würde  in Zukunft
ausgeschlossen sein, dass einzelne Arbeitgeber, wie beispielsweise
der Bund, weit weniger durch Umlagen in die Zusatzversorgungskassen
einzahlen als sie durch Leistungen dem System entnehmen."
    
    Die Tarifvertragsparteien haben sich auf einen umfangreichen
Fragenkatalog geeinigt, der die Grunddaten der verschiedenen Kassen
transparent darstellen soll. Darauf basierend sollen
Modellberechnungen zu den unterschiedlichen Reformansätzen erstellt
werden. Die Gespräche werden am 17. und 18. April in Bonn
fortgesetzt.
    
    
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