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dbb sieht noch Einigungschance im Tarifkonflikt - Stöhr: "Den Schlüssel haben Schäuble und Böhle in der Hand"

    Berlin (ots) - Ohne eine deutliche Erhöhung der Einkommen wird es nach Einschätzung der dbb tarifunion keine Einigung im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes geben. dbb Verhandlungsführer Frank Stöhr: "Deshalb kommen wir in Potsdam zusammen. Das erwarten die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst von uns: Am Ende muss der Tarifabschluss ein reales Einkommensplus bedeuten. Da ist kein Platz für Nebelkerzen und Augenwischerei."

    Der am Donnerstag vorgelegte Späth-Vorschlag liege immer noch weit von den Forderungen der Gewerkschaften entfernt: "39,5 oder 40 Stunden Wochenarbeitszeit sind bei uns absolut nicht durchsetzbar." Im öffentlichen Dienst gebe es viele Beschäftigte, etwa Krankenschwestern oder Busfahrer, die keine weitere Arbeitsverdichtungen mehr hinnehmen könnten. Zudem seien die ab April 2008 angebotenen vier Prozent aufs Jahr umgerechnet nur drei Prozent. Stöhr: "Unter Berücksichtigung längerer Arbeitszeiten und einer Einmalzahlung von 450 Euro errechnet sich ein durchschnittliches Einkommensplus von 1,7 Prozent. Da bleibt nicht einmal der Inflationsausgleich."

    Die dbb tarifunion wird am Samstag in die neue Verhandlungsrunde mit ihrer Forderung nach acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro im Monat gehen. "In Potsdam werden wir versuchen zu retten, was zu retten ist und jede Chance nutzen," so Stöhr. Wenn die Arbeitgeber aber keine realen Lohnzuwächse in Aussicht stellten, werde die Bundestarifkommission gar keine andere Wahl haben: "Dann wird die Urabstimmung eingeleitet. Den Schlüssel haben Schäuble und Böhle in der Hand."

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