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Kölnische Rundschau: Kölnische Rundschau zum Ende von Hertie

    Köln (ots) - Herber Rückschlag

    HERMANN STEVEKER zum Ende von Hertie

    Die Warenhaus-Kette Hertie schließt endgültig ihre Pfor ten. Diese Nachricht ist eine Katastrophe für alle Beschäftig ten des Unternehmens. Und diese Nachricht bedeutet das Aus für eine Traditionsmarke, die nach der 2007 erfolgten Wiederbelebung durch den bri tischen Eigentümer Dawnay Day doch eigentlich eine Zu kunft als Nahversorger in mitt leren und kleineren Städten ha ben sollte.

    Dass es für Hertie schwer wird, war allerdings von Anfang an klar. Wenn schon der Arcandor-<> Konzern mit seinen eigentlich besser positionierten, etwas größeren Karstadt-Warenhäu sern bis heute auf keinen grü nen Zweig kommt, wie sollte dies den bis vor vier Jahren zu Arcandor gehörenden verlust trächtigen Hertie-Filialen gelin gen?

    Der Verkauf der früheren Karstadt-Kompakt- und heuti gen Hertie-Häuser war für Ar candor schlicht ein notwendi ges Mittel der Sanierung. Nach dem Motto: Weg mit den Ren ditekillern! Bei der Ex-Arcan dor-Tochter SinnLeffers hat sich zwar gezeigt, dass durch das gedeihliche Zusammenspiel von Gesellschaftern, Gläubi gern und Unternehmensfüh rung eine Sanierung glückt. Nicht aber bei Hertie: Dawnay Day stand spätestens mit Aus bruch der Finanzkrise selbst das Wasser bis zum Hals, die Briten waren damit zu keinen Zugeständnissen mehr bereit.

    Hertie hätte nur durch hohe In vestitionen in die Filialen und die Konzentration auf ein straf feres Sortiment eine Chance gehabt. Der Fall zeigt damit deutlich, dass Warenhäuser in ihrer bisherigen Form keine Zu kunft haben. Der Versuch, mit möglichst vielen Produkten möglichst viele Kunden zu er reichen, kann nicht gelingen, weil die spezialisierten Fachket ten in aller Regel ein übermäch tiger Konkurrent sind.

    Und so wird in vielen Städten künftig ein wichtiger Mag net für Konsumenten und Besu cher fehlen. Die Nachricht vom Hertie-Ende ist damit nicht nur eine Hiobsbotschaft für alle Mitarbeiter, sie bedeutet im Kampf gegen die Verödung der Citys im Lande auch einen her ben Rückschlag

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Jost Springensguth
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