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Kölnische Rundschau: Kölnische Rundschau zu Obama
Abrüstung

    Köln (ots) - Ermutigend: CLAUDIA LEPPING zu Obamas Rede in Prag

    Barack Obama macht Ernst und kämpft tatsächlich an all jenen Fronten, die er im Wahlkampf ins Visier genommen hat: Gegen die Rezession, gegen die Finanzmarktkrise, gegen den El-Kaida-Terror und nun für eine Welt ohne Atomwaffen. Yes we can, sagte der US-Präsident: Ja, wir können entwaffnen. So fern dieses Ziel auch liegt, so naheliegend ist dennoch der erste Zweck von Obamas Mission - Russland wieder ins Boot zu holen. Seit zwei Jahrzehnten haben Washington und Moskau nicht mehr über neue Abrüstungsregime verhandelt. Unter Bush und Putin kühlte das Klima zwischen den einstigen Supermächten noch deutlicher ab. Dass Obama und Medwedew nun ihre Nuklearwaffenarsenale durchforsten und zu Teilen verschrotten wollen, wird die Welt also ermutigen. Beruhigen aber kann sie das allein nicht. Denn längst hat die atomare Gefährdung durch instabile oder terrorbedrohte Länder wie Pakistan, Indien und Iran den Bedrohungsszenarien zwischen USA und Russland den Rang abgelaufen. Darum gilt es zu verhindern, dass Nuklearwaffen in die Hände von aggressiven Regierungen gelangen. Auch muss der kriminelle Handel mit diesen Massenvernichtungswaffen unterbunden werden. Nicht nur Teheran und Pjöngjang stehen in Verdacht, die Bombe zu wollen; auch Tel Aviv wird unterstellt, sie längst heimlich produziert zu haben. Obama weiß, dass nur mit Medwedews Hilfe belastbare Verabredungen zur internationalen Rüstungskontrolle zu Stande kommen. So ist Obamas erster Schritt in eine neue Abrüstungsära zwar vorerst nur vom guten Willen gekennzeichnet - aber immerhin.

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