Deutscher Raiffeisenverband

Deutscher Raiffeisentag 2002: Nitrofen-Skandal gibt Qualitätssicherung neuen Schub

    Oldenburg (ots) - Das Wirtschaftsforum "Agrarpolitik auf dem
Prüfstand: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit" beim Deutschen
Raiffeisentag am 5. Juni in Oldenburg hat durch die Nitrofen-Funde im
Öko-Futterweizen eine ungeahnte Aktualität erhalten. Der Deutsche
Raiffeisenverband (DRV) setzt auf rasche und schonungslose
Aufklärung. Die Verursacher der Futtermittel-Verunreinigungen müssen
haftbar gemacht und bestraft werden.
    
    "Dieser Skandal ist an sich schon schlimm genug. Denn zum
wirtschaftlichen Schaden für die Betroffenen tritt der erneute
Imageverlust für die gesamte Land- und Agrarwirtschaft - für die
ökologische wie für die konventionelle", so DRV-Präsident Manfred
Nüssel. Bundesministerin Künast reitet seit Tagen eine beispiellose
Attacke gegen den Deutschen Raiffeisenverband. "Ihre wiederholten
Anfeindungen gegen den DRV und seine Mitglieder stellen eine
ungeheuerliche Entgleisung dar." Unter anderem behauptet sie, der
genossenschaftliche Raiffeisen Verbund sei hauptverantwortlich dafür,
dass die Öffentlichkeit nicht frühzeitig informiert wurde und wirft
dem DRV kriminelle Energie vor.
    
    Nüssel wies diese Unterstellungen aufs Schärfste zurück. "Solche
Vorwürfe kann man bestenfalls mit Unwissenheit und schlechter
Beratung erklären. Böswilligkeit und Hilflosigkeit kommen der
Realität aber wohl näher", so Nüssel. Mit diesen Angriffen will die
Verbraucherministerin offensichtlich von eigenen Versäumnissen auf
politischer und administrativer Ebene ablenken.
    
    Nüssel stellte klar, dass die über 3.600 genossenschaftlichen
Unternehmen der ländlichen Warenwirtschaft eigenständige Unternehmen
sind. Der DRV ist kein Konzern, sondern ein Berufsverband, der keinen
Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen hat und nicht
weisungsbefugt ist.
    
    "Die Nitrofen-Funde lassen nun hoffentlich die letzten Kritiker an
der von der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft ins Leben
gerufenen Qualität und Sicherheit GmbH verstummen. Dieser einzig
richtige Weg, um Transparenz, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit
vom Erzeuger über alle vor- und nachgelagerten Stufen bis zur
Ladentheke zu erreichen, muss konsequent vorangetrieben werden. "Wir
wollen keine Ideologie und Grabenkämpfe, sondern Qualitätssicherung,
die auf einem tragfähigen Verbundkonzept beruht", erklärte der
DRV-Präsident.
    
    Mit der Gründung der Qualität und Sicherheit GmbH ist es gelungen,
die Basis für die Etablierung eines privaten Prüfzeichens zu legen,
das aufgrund seiner stufenübergreifenden Reichweite eine Erfolg
versprechende Neuheit ist. Die genossenschaftlichen
Fleischverarbeiter sind bereit für den Vermarktungsstart von
QS-fähiger Ware. Mittelfristig werden weitere Produktgruppen wie
Geflügelfleisch sowie Obst und Gemüse folgen. Nüssel forderte den
Lebensmitteleinzelhandel auf, das Prüfzeichen zum Ausschlusskriterium
und damit zur Eintrittskarte zum Markt zu machen.
    
    
    
ots Originaltext: DRV
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