Deutscher Raiffeisenverband

Milchgipfel bei Bundesminister Schmidt: Nüssel begrüßt Branchendialog

Milchgipfel bei Bundesminister Schmidt: Nüssel begrüßt Branchendialog. DRV-Präsident Manfred Nüssel. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6949 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Deutscher Raiffeisenverband/DRV"

Berlin (ots) - Der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Manfred Nüssel, begrüßt die Bereitschaft der Politik, der Molkereiwirtschaft und des Lebensmitteleinzelhandels, gemeinsam in einen Branchendialog zur Beendigung der Milchmarktkrise zu treten. Allerdings müssen entsprechende Lösungen praxistauglich und vor allem global belastbar sein. Beim heutigen Milchgipfel im Bundeslandwirtschaftsministerium sprach sich Nüssel entschieden gegen nationale Alleingänge aus. "Sie lösen nicht die weltweiten Marktprobleme und gehen einseitig zu Lasten der deutschen Milchwirtschaft. Der Milchpreis wird heute global beeinflusst. Entscheidend ist, EU-weit eine Mengenreduzierung durchzusetzen", betont Nüssel.

Eine freiwillige Mengenregulierung auf Molkereiebene, an der sich nicht alle Molkereien beteiligen und die allenfalls in wenigen EU-Mitgliedstaaten umgesetzt wird, hat keine nennenswerte Wirkung. Entschieden weist Nüssel Versuche einer externen Einflussnahme oder gar rechtliche Vorgaben zur Änderung der genossenschaftlichen Lieferbeziehungen zurück. "Sie wirken auf die genossenschaftsinternen Willensbildungsprozesse kontraproduktiv. In der Konsequenz bedrohen sie auch erfolgreiche genossenschaftliche Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen. Das hätte wiederum negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der Milcherzeuger", so der DRV-Präsident.

Gerade in der aktuellen schwierigen Marktsituation bietet vielen Milcherzeugern die Vollabnahmepflicht ihrer Molkereigenossenschaft eine besondere Sicherheit, die nicht eingeschränkt werden darf. Verschiedentlich wird gefordert, die Vollandienungspflicht an Molkereigenossenschaften abzuschaffen. Dies verkennt, dass dann auch die Abnahmepflicht der Genossenschaften fällt. Neben der damit eingeschränkten Sicherheit können sich für die Milcherzeuger dann auch gravierende strukturelle Wirkungen ergeben, da eine flächendeckende Milchabholung nicht mehr gewährleistet wäre. "Wenn es bei den Unternehmen als Ergebnis dieses Beratungsprozesses Modifikationen in den Lieferbeziehungen geben sollte, sind diese aber lediglich eine Antwort auf die sich aus den schwankenden Märkten ergebende veränderte Verwertungssituation. Sie können aber nicht den Gesamtmarkt beeinflussen", machte Nüssel beim Milchgipfel deutlich.

Über den DRV

Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 2.250 DRV-Mitgliedsunternehmen im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 82.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 60,8 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.

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