Deutscher Raiffeisenverband

Deutsch-niederländisches Round-Table-Gespräch: Mehr Transparenz durch stufenübergreifende Lebensmittelproduktion

    Noordwijk/Bonn (ots) - "Stufenübergreifenden
Qualitätsmanagement-Systemen gehört die Zukunft. Aufgrund immer
stärkerer Marktsegmentierung und steigender Anforderungen an die
Rohstoffqualität werden Nahrungsmittel künftig vorrangig in
Wertschöpfungsketten hergestellt. Qualität und Hygieneeigenschaften
können nur in einer integrierten Produktion mit stufenübergreifenden
Qualitätsmanagement-Systemen glaubhaft dokumentiert werden", so
Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV)
beim deutsch-niederländischen Round-Table-Gespräch zum Thema
"Gesellschaftlicher Wandel und seine Bedeutung für die
Lebensmittelkette".
    
    In der Gesprächsrunde, die vom niederländischen
Landwirtschaftsminister Brinkhorst und Bundesministerin Künast
initiiert wurde, unterstrich Nüssel die Schlüsselfunktion der
Genossenschaften. Sie nehmen als Bindeglied zwischen der
Landwirtschaft und den Märkten eine zentrale Rolle bei der
Etablierung und beim Ausbau von transparenten, vertraglich gebundenen
Wertschöpfungsketten ein. Durch ihre unmittelbare Nähe zur
landwirtschaftlichen Produktion können die Genossenschaften die
Herkunft der Rohstoffe lückenlos rückverfolgen und zugleich Einfluss
auf deren Erzeugung nehmen. Zudem transportieren die
genossenschaftlichen Unternehmen über ihre direkten Kontakte zur
Ernährungsindustrie und zum Lebensmittelhandel die Verbraucherwünsche
bis auf die Ebene der Landwirtschaft. Deshalb ist Nüssel überzeugt,
dass Lebensmittelsicherheit und Transparenz in der Produktion sowie
nachhaltiges Wirtschaften nur unter maßgeblicher Beteiligung der
Genossenschaften zu verwirklichen sind.
    
    Als Beispiel für das Engagement genossenschaftlicher Unternehmen
verwies der DRV-Präsident auf ein deutsch-niederländisches
Kooperationsmodell zur Weiterentwicklung stufenübergreifender
Gesundheits- und Qualitätsmanagement-Systeme in fleischerzeugenden
Ketten. Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird im Rahmen des
EU-Programms INTERREG III für die Grenzregionen zwischen den
Niederlanden, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchgeführt.
Daran beteiligt sind die genossenschaftlichen Unternehmen Nordfleisch
AG, Hamburg, Erzeugergemeinschaft Osnabrück e.G. und die Raiffeisen
Central-Genossenschaft Nordwest eG, Münster.
    
    
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