Deutscher Raiffeisenverband

Keinen nationalen Alleingang beim Verbot von Tiermehl
Nüssel: Lebensmitteltaugliche Materialien weiterhin zulassen

    Bonn (ots) - Weder nachvollziehbar noch wissenschaftlich untermauert sind für Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e. V. (DRV), die Pläne der Bundesregierung, die für den menschlichen Verzehr zugelassenen Nebenprodukte der Schlachtung und Zerlegung vollständig aus der Fütterung von Schweinen und Geflügel auszuschließen. Das Hochdrucksterilisationsverfahren in der Futtermittelproduktion garantiert die Unbedenklichkeit.

    "Sollten Bundestag und Bundesrat beschließen, diese lebensmitteltauglichen Materialien aus der Kreislaufwirtschaft herauszunehmen, wird das tiefgreifende Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Veredelungsproduktion haben. Diese enorme Kostenbelastung, die dann nur in Deutschland greift, würde zahlreiche Schweinemastbetriebe und Schweinefleischvermarkter in ihrer Existenz gefährden", erläuterte Nüssel in einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke.

    Der deutsche Markt wird mit erheblichen Mengen an Schweinefleisch aus Mitgliedstaaten versorgt, in denen die Verfütterung von Tiermehlen auch nach der EU-Neuregelung ab dem 1. März 2001 erlaubt ist. "Ein solcher nationaler Alleingang bleibt wirkungslos und ist mit den Grundsätzen und Zielsetzungen des europäischen Binnenmarktes nicht vereinbar", so Nüssel.

    Der DRV-Präsident hat die Fraktionsvorsitzendenden des Deutschen Bundestages und die Ministerpräsidenten der Bundesländer ebenfalls um Unterstützung seines Anliegens gebeten.


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