Deutscher Raiffeisenverband

Raiffeisen-Bilanz 1999: Molkereigenossenschaften spielen in der Europa-Liga

Bonn (ots) - Die genossenschaftliche Milchwirtschaft setzte 1999 rd. 21 Mrd. DM um. Sie ist mit dem erzielten Jahresergebnis insgesamt zufrieden. Die exportorientierte Milchbranche hatte bis Herbst 1999 unter der Asien- und Russlandkrise zu leiden und Einbußen im Export hinzunehmen. Dies führte zu einem erhöhten Mengendruck auf dem Binnenmarkt. Zu Beginn des Jahres 2000 ist der Milchmarkt von leichtem Optimismus geprägt. Die Absatz- und Verbrauchschancen in der EU werden günstig beurteilt. Russland und der Nahe Osten bleiben bedeutende Märkte für Käse, Butter und Joghurt, die die Genossenschaften bedienen wollen. "Inzwischen spielen die Molkereigenossenschaften als Ergebnis weit reichender Strukturanpassungen in der Europa-Liga eine gewichtige Rolle. Durch den Zusammenschluss zur Nordmilch eG zählt das neue Unternehmen mit 4,7 Mrd. DM Jahresumsatz zu den fünf größten Milchverarbeitern in der EU. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung, aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange", erklärte der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e. V. (DRV), bei der Bilanz-Pressekonferenz am 24. Februar in Bonn. Nüssel unterstrich die Notwendigkeit, mehr eigene Marken durchzusetzen. Neben Strukturanpassungen steht die Verbesserung der Eigenkapitalbasis ganz oben auf der Prioritätenliste. Er verwies darauf, dass sich angesichts der verschärften Rahmenbedingungen die wirtschaftliche Lage der Milcherzeuger verschlechtert hat. Gleichzeitig ist es aber erforderlich, höhere Investitionen zu tätigen, um die Marktposition der genossenschaftlichen Verarbeiter und Vermarkter zu stärken. "In diesem Spagat befinden sich die Molkereigenossenschaften. Unsere Mitglieder müssen mitziehen und dem nachhaltigen Unternehmenserfolg zukünftig mehr Beachtung schenken", so Nüssel. Der DRV setzt sich dafür ein, dass die Verkaufspreise für Milchprodukte an den Lebensmittelhandel in diesem Jahr verbessert werden. Vor allem die Hersteller von Milchbasisprodukten wie Trinkmilch, Quark und Sahne, von H-Erzeugnissen sowie die Käseproduzenten sind zuversichtlich, dass Preisanhebungen durchgesetzt werden können. "Die ruinöse Niedrigpreispolitik einiger Lebensmittelhändler wird auf Dauer nur Verlierer haben", warnte der Präsident. ots Originaltext: DRV Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Pressekontakt: DRV-Pressestelle Adenauerallee 127, 53113 Bonn Tel.: 0228/106-367 Fax: 0228/106-266 E-Mail: presse@drv.raiffeisen.de Internet: http://www.raiffeisen.de Original-Content von: Deutscher Raiffeisenverband, übermittelt durch news aktuell

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