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Betriebliche Altersversorgung: Bleibt trotz Riester alles beim alten?

    Köln (ots) - Die betriebliche Altersversorgung als Teil der Riester-Rentenreform ist derzeit in aller Munde und nicht wenige Unternehmen erwarten sogar eine Renaissance der alten Betriebsrente. Dies ist überraschend, haben sich doch viele Unternehmen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten aus der klassischen betrieblichen Altersversorgung zurückgezogen. Der überwiegende Teil der Unternehmen begrüßt zwar grundsätzlich die staatliche Förderung von bAV und PAV, hält die Rentenreform in ihrer Umsetzung aber derzeit noch für unvollständig und auch zu bürokratisch und komplex.

    Dies ergab eine Umfrage des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics unter bAV-Beauftragten in einer nach Unternehmensgröße quotierten, branchenübergreifenden Stichprobe von 315 Unternehmen. Gesponsert wurde die Studie von der Asstel Versicherungsgruppe Spezialist für Belegschaftskonzepte.

    65% der befragten kleinen, mittleren und großen Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern demnach derzeit eine betriebliche Altersversorgung an (selbst kleine Firmen bis 50 Mitarbeiter zu 41%). Die Rentenreform veranlasst die befragten Unternehmen bislang aber nur zum kleineren Teil von ihrer bisherigen bAV-Praxis abzurücken: Fast 60% der befragten bAV-Anbieter wollen alles beim alten belassen.

    4 von 10 der untersuchten Unternehmen (bisherige bAV-Anbieter und Nichtanbieter) beabsichtigen hingegen, ihren Mitarbeitern zukünftig zusätzliche - staatlich geförderte - Durchführungswege anzubieten oder bestehende darin zu überführen. Favorisiert werden hier betriebliche Direktversicherungen und Pensionskassen - Pensionsfonds finden bislang weniger Interesse.

    Trotz des neu geschaffenen Rechtsanspruchs der Arbeitnehmer auf Entgeltumwandlung will über die Hälfte der bisherigen bAV-Nichtanbieter aber auch in Zukunft keine bAV anbieten. Begründet wird dies u.a. mit der Zusammensetzung ihrer Mitarbeiterschaft, der nur geringen Eigeninitiative der Mitarbeiter, den Administrationskosten und der Liquiditätslage des Unternehmens.

    75% aller befragten Unternehmen äußern deutlichen Beratungsbedarf auf fachlicher und/oder administrativer Ebene: Die mit der Einführung der staatlich geförderten bAV-Beauftragten fühlen sich vielfach überfordert und wünschen sich Unterstützung speziell in Form von Service- und Beratungskonzepten der Anbieter, z. B. in Form persönlicher Beratung der Mitarbeiter durch Außendienstler, spezielle Beratungstage oder eine mit Vorsorgeexperten besetzte Mitarbeiter-Hotline.

    Die aktuelle Unternehmensbefragung zur bAV ist Teil des umfangreichen Forschungsmonitors der psychonomics AG zur Riester-Rentenreform, in dem seit April 2001 in regelmäßigen Abständen Verbraucher und seit 2002 zusätzlich Vermittler und Unternehmen zu aktuellen Entwicklungen im Rahmen der Rentenreform befragt werden.

    Studienleiter bei psychonomics sind Herr Dr. Jörg Maas und Frau Tanja Höllger - Tel.: 0221-42061- 0 - E-Mail: mailto:tanja.hoellger@psychonomics.de


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Publiziert von: psychonomics AG, Unternehmenskommunikation - 2002
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