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9 Milliarden - Wie werden alle satt?
Neue Serie in NATIONAL GEOGRAPHIC

Hamburg (ots) - Um im Jahr 2050 alle Menschen ernähren zu können, muss die Pflanzenproduktion der Erde verdoppelt werden, berichtet das Magazin NATIONAL GEOGRAPHIC in seiner Mai-Ausgabe. Die Weltbevölkerung wird bis zur Mitte des Jahrhunderts auf neun Milliarden Menschen anwachsen - und der Nahrungsbedarf mit ihr. Vor allem der wachsende Wohlstand in vielen Teilen der Welt führt zu steigender Nachfrage nach Fleisch, Eiern und Milchprodukten. Wie kann man die Nahrungsproduktion verdoppeln und den durch Landwirtschaft verursachten Schaden mindern? In einer neunteiligen Serie beleuchtet NATIONAL GEOGRAPHIC diese Frage und zeigt Lösungen auf.

Derzeit werden bereits 38 Prozent der eisfreien Landfläche der Erde für Landwirtschaft genutzt: Eine Fläche von der Größe Südamerikas wird für den Anbau von Nahrungspflanzen genutzt, auf einer Fläche von der Größe Afrikas wird Vieh gezüchtet. Schon heute stellt die konventionelle und hochtechnisierte Landwirtschaft den Umweltschutz vor große Probleme: Der Einsatz von Kunstdünger und Gülle belastet Seen, Flüsse und Küstenökosysteme. Die Rodung von Wäldern und Grünflächen beschleunigt das Aussterben wildlebender Tiere und Pflanzen.

Im ersten Teil der Serie präsentiert Jonathan Foley, Direktor des Instituts für Umwelt und Professor für Fragen globaler Nachhaltigkeit an der Universität St. Paul in Minnesota, seinen "5-Punkte-Plan zur Ernährung der Welt".

1. Stopp des zusätzlichen Flächenverbrauchs

Wo heute Wald gerodet wird, nützt dies nur selten den 850 Millionen Menschen, die Hunger leiden: Auf vielen neuen landwirtschaftlichen Flächen wird Soja für die Rindermast angebaut oder es werden Palmölplantagen für Kosmetika und die Gewinnung von Biosprit angelegt.

2. Steigerung der Erträge in den Betrieben

Durch verbesserte Anbaupraktiken können die Erträge auf wenig produktiven Ackerflächen in Afrika, Lateinamerika oder Osteuropa deutlich gesteigert werden.

3. Effizientere und nachhaltige Nutzung von Wasser und Dünger

Computergesteuerte Maschinen können maßgeschneiderte Düngermischungen entwickeln: weniger Chemikalien belasten den Boden. Neue Bewässerungssysteme setzen auf zielgenaue Tropfbewässerung und sparen Wasser. Die konsequente Anwendung moderner Methoden in der gesamten Landwirtschaft ermöglicht "mehr Ertrag pro Tropfen".

4. Umstellung der Ernährungsgewohnheiten

Nur gut die Hälfte der weltweit produzierten Kalorien essen wir direkt, mehr als ein Drittel dient als Futter für Rinder, Schweine und Hühner. Im Jahr 2050 können neun Milliarden Menschen nur ernährt werden, wenn nicht so viele pflanzliche Produkte an Tiere verfüttert werden.

5. Stopp der Verschwendung und Vernichtung genießbarer Lebensmittel Ein Viertel der weltweit erzeugten Nahrungskalorien gehen verloren oder landen auf dem Müll. In reichen Ländern geht die Verschwendung zu großen Teilen auf das Konto von Supermärkten, Restaurants und Haushalten, in armen Ländern sind Mängel bei Lagerung und Transport die Ursache großer Verluste.

Der nächste Teil der Serie befasst sich mit der "Blauen Revolution": Ist Fisch aus Aquakultur eine Lösung für die Ernährung der Welt?

Über NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND

NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND ist das Magazin der National Geographic Society, einer der größten gemeinnützigen Wissenschaftsorganisationen weltweit. Die US-amerikanische Gesellschaft, die 2013 ihr 125-jähriges Bestehen feierte, hat seit ihrer Gründung mehr als 11.000 Forschungsprojekte gefördert. Unter dem Motto "Inspiring people to care about the planet" berichtet das Magazin mit dem gelben Rahmen fundiert, authentisch und unterhaltsam über Naturwissenschaften und Astronomie, Geschichte und Archäologie, ferne Länder, Klimawandel und Nachhaltigkeit. Dabei bietet es nicht nur mit jeder Ausgabe spannende Reportagen und großartige Bilder, die mit kraftvoller Ästhetik beeindrucken, sondern echte "Abenteuer von Welt".

Pressekontakt:

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