Carl Zeiss AG

Positive Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis
Carl Zeiss Gruppe legt Halbjahreszahlen vor

Stuttgart (ots) -

   Erstes Halbjahr 2007/08 erfolgreich abgeschlossen: 1.451 Millionen
   Euro Umsatz - Weltweit über 360 neue Arbeitsplätze - 161 Millionen
   Euro für Forschung und Entwicklung 

Nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2007/08 (1. Oktober 2007 bis 31. März 2008) legte die Carl Zeiss Gruppe ihre Zwischenbilanz vor: Der Umsatz erreichte 1.451 Millionen Euro, das entspricht einem Anstieg von elf Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert (erstes Halbjahr 2006/07: 1.303 Millionen Euro). Bereinigt um Wechselkurseinflüsse betrug das Wachstum sogar 14 Prozent.

Auch international hat sich Carl Zeiss im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres weiter behauptet. Insbesondere in Europa und Asien konnte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr Umsatzzuwächse verbuchen. Auch im derzeit mit Unsicherheiten belasteten amerikanischen Markt hat sich Carl Zeiss - unter Berücksichtigung der Währungseinflüsse - positiv entwickelt. Der Auslandsanteil am Geschäft belief sich in den ersten sechs Monaten auf 85 Prozent.

Das EbIT (Earnings before Interest and Taxes) stieg um 28 Prozent - währungsbereinigt sogar um 32 Prozent - auf 242 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2006/07: 189 Millionen Euro).

Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 149 Millionen Euro. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert entspricht das einer Steigerung um 55 Prozent (erstes Halbjahr 2006/07: 96 Millionen Euro)

Dr. Dieter Kurz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG, erklärte auf der Halbjahres-Pressekonferenz am 29. Mai 2008 in Stuttgart: "Unsere Halbjahreszahlen zeigen, dass wir auch 2007/08 auf einem guten Weg sind. Wir haben uns im internationalen Geschäft weiter behauptet und - trotz des starken Euros - auch im Ausland Umsatzzuwächse verbuchen können."

Eigenkapitalquote erneut gestiegen

Die Eigenkapitalquote erreichte 32 Prozent und ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006/07 um fünf Prozentpunkte gestiegen (erstes Halbjahr 2006/07: 27 Prozent). Damit hat die Carl Zeiss Gruppe ihre finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit weiter ausgebaut.

302 Millionen Euro erreichte der Cashflow vor Ertragsteuern in der ersten Geschäftsjahreshälfte. Das entspricht 21 Prozent des Umsatzes (erstes Halbjahr 2006/07: 191 Millionen Euro; 16 Prozent des Umsatzes). "Unsere Ertragskraft wirkt sich auch positiv auf den Cashflow vor Ertragsteuern aus. Dadurch ist die Nettoliquidität weiter gestiegen. Zum 31. März 2008 erreichte sie 670 Millionen Euro. Das verbessert unsere gute Ausgangsposition für die Umsetzung unserer langfristigen Wachstumsstrategie weiter", erläuterte Finanzvorstand Dr. Michael Kaschke.

Deutliche Unternehmenswertsteigerung

Auch bei der Unternehmenswertsteigerung hat die Carl Zeiss Gruppe im ersten Halbjahr deutlich zugelegt: Der EVA® (Economic Value Added) der Carl Zeiss Gruppe erreichte im ersten Halbjahr 110 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2006/07: 62 Millionen Euro). Das entspricht einer Steigerung um 79 Prozent.

Carl Zeiss sucht neue Mitarbeiter

Zum Stichtag 31. März 2008 beschäftigte Carl Zeiss weltweit 12.844 Menschen, davon 8.392 (65 Prozent) an den deutschen Standorten. Damit ist die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006/07 (11.586 Mitarbeiter) um elf Prozent gestiegen. Zum Anstieg der Mitarbeiterzahl haben neben Änderungen im Konsolidierungskreis auch Neueinstellungen beigetragen: Carl Zeiss hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres weltweit über 360 neue Arbeitsplätze geschaffen - über die Hälfte davon in Deutschland. Dieser Trend hält an: Allein in Deutschland sucht das Unternehmen derzeit über 100 neue Mitarbeiter.

Forschung und Entwicklung: Investition in die Zukunft In den ersten sechs Monaten hat Carl Zeiss 161 Millionen Euro für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aufgewendet (erstes Halbjahr 2006/07: 137 Millionen Euro). Damit setzt Carl Zeiss elf Prozent des Umsatzes für die Erforschung und Entwicklung neuer Technologien, Produkte und Lösungen ein. Dass diese Investitionen sich lohnen, zeigt die Innovationsquote: Mehr als 60 Prozent des Umsatzes erzielt das Unternehmen mit Produkten, die nicht älter als fünf Jahre sind. "Wir investieren mit den hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in unsere Zukunft und in den kontinuierlichen Ausbau unserer Technologieführerschaft. Das motiviert auch unsere Mitarbeiter, leidenschaftlich nach Innovationen zu streben", betonte Dr. Dieter Kurz.

Portfolio gestärkt

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2007/08 hat das Unternehmen sein Portfolio weiter gestärkt: Die Medizintechniksparte von Carl Zeiss hat im Oktober 2007 das Implantatgeschäft der *Acri.Tec® AG, Hennigsdorf, übernommen. Das Unternehmen ist führend im Bereich Implantate für die Augenchirurgie. Damit erweitert Carl Zeiss das Angebot im wachsenden Marktsegment der Augenchirurgie. Die Akquisition war ein wichtiger Meilenstein beim Ausbau der Position in der Augenheilkunde, die neben der Neuro- und Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie eine der beiden tragenden Säulen des Geschäfts des Bereichs Medizintechnik darstellt.

Der Unternehmensbereich Industrielle Messtechnik hat die Dr. Wolf & Beck GmbH, Wangen, vollständig übernommen. Bereits seit 2002 hielt Carl Zeiss die Mehrheit (75 Prozent) an diesem Unternehmen. Kernkompetenz der Gesellschaft ist die Entwicklung, Produktion und Integration berührungsloser optoelektronischer Sensoren für Koordinatenmessgeräte sowie Softwarelösungen für optische Messtechnik.

Zudem hat der Unternehmensbereich Industrielle Messtechnik zu Beginn des Geschäftsjahres 75 Prozent der Junker & Partner GmbH, Tholey, übernommen. Damit hat Carl Zeiss sein Produktportfolio auf dem Gebiet der Messvorrichtungen für die Automobilindustrie ergänzt und sich neue Kundensegmente erschlossen.

Entwicklung der Unternehmensbereiche

Der Unternehmensbereich Halbleitertechnik ist in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres erneut kräftig gewachsen und erzielte einen Umsatz von 610 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von 16 Prozent gegenüber der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2006/07 (527 Millionen Euro). Mit der Eröffnung des Carl Zeiss Advanced Imaging Centre Singapur - gemeinsam mit dem Unternehmensbereich Mikroskopie - sowie der Einweihung des Carl Zeiss Nano Solutions Centre in Peabody, Massachusetts (USA), hat der Unternehmensbereich seine Präsenz im asiatischen und amerikanischen Raum gestärkt und den Service vor Ort ausgebaut: Kunden können die Systeme wie beispielsweise Rasterelektronenmikroskope oder das Helium-Ionen-Mikroskop ORION in den Demozentren testen und sich von der besonderen Leistungsfähigkeit vor Ort überzeugen.

322 Millionen Euro Umsatz erzielte in der ersten Geschäftjahreshälfte der Unternehmensbereich Medizintechnik, der zum größten Teil aus der börsennotierten Carl Zeiss Meditec AG besteht. Das entspricht einem Umsatzplus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr (erstes Halbjahr 2006/07: 317 Millionen). Insbesondere der Wechselkurs des Euros zum US-Dollar hat die Umsatzentwicklung der Medizintechniksparte beeinflusst: Ohne diese Währungseffekte hätte sich ein Umsatzplus von sieben Prozent ergeben. Der Unternehmensbereich Medizintechnik bietet eine umfangreiche Palette von Diagnose- und Behandlungssystemen für die Augenheilkunde und ist führend im Bereich von Visualisierungslösungen für die Neuro- und Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie. Für die Augenchirurgie wird das Portfolio ergänzt durch sogenannte Intraokularlinsen, die bei der Operation des Grauen Stars eingesetzt werden und Sehfehler wie Kurz-, Weit- oder Alterssichtigkeit korrigieren können. Nach der erfolgreichen Integration der im Jahr 2005 übernommenen IOLTech, mit Sitz in La Rochelle, hat der Bereich nun durch die Übernahme der *Acri.Tec® AG, Hennigsdorf, sein Angebot in diesem wachsenden Marktsegment weiter ausgebaut.

Der Unternehmensbereich Mikroskopie erreichte im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 168 Millionen Euro. Das sind vier Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (161 Millionen Euro). Auch hier zeigen sich die Auswirkungen der Wechselkursentwicklungen: Ohne die Währungseinflüsse würde sich ein Umsatzwachstum von neun Prozent ergeben. Ins Geschäftsjahr 2007/08 ist der Bereich mit mehreren Produktneuvorstellungen gestartet: Mit dem Laser Scanning Mikroskop LSM 710 setzt Carl Zeiss neue Maßstäbe in der Fluoreszenzmikroskopie: Das System kann erstmals bis zu zehn Fluoreszenzfarben gleichzeitig abbilden. Damit eröffnet Carl Zeiss neue Möglichkeiten für die bio-medizinische Forschung. Das LSM 710 ist hochflexibel auf die verschiedensten Forschungsfragestellungen optimierbar. Durch seine hohe Empfindlichkeit können die Veränderungen in lebenden Zellen auf molekularer Ebene erforscht werden, die beispielsweise zu Schlaganfällen oder Alzheimer führen. In der Krebsforschung können mit dem LSM 710 die Mechanismen erforscht werden, die zur Zellteilung oder zum Wachsen eines Tumors führen.

Der Unternehmensbereich Industrielle Messtechnik war in der ersten Geschäftsjahreshälfte 2007/08 sehr erfolgreich: Beim Umsatz legte der Bereich 21 Prozent - währungsbereinigt 26 Prozent - im Vergleich zum Vorjahr zu und erzielte 189 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2006/07: 156 Millionen). Carl Zeiss profitiert hier von der positiven konjunkturellen Entwicklung in der Maschinenbaubranche. In der industriellen Messtechnik erschließt sich das Unternehmen ein neues Marktsegment: die medizintechnische Fertigungsindustrie. Bei der Produktion von Implantaten für künstliche Knie- oder Hüftgelenke oder den Bandscheibenersatz kommt es ganz besonders auf Genauigkeit an. Hier punkten die Messsysteme von Carl Zeiss mit Schnelligkeit, Präzision und Zuverlässigkeit.

Der Bereich Markenoptik/Optronik, in dem das Geschäft mit Ferngläsern, Planetarien, Foto- und Filmobjektiven sowie optronischen Produkten zusammengefasst ist, hat in den ersten sechs Monaten ein deutliches Wachstum erzielt: Der Umsatz legte um 22 Prozent (währungsbereinigt: 24 Prozent) im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006/07 (120 Millionen Euro) zu und erreichte 146 Millionen Euro. Mit den Ferngläsern des Bereichs Sports Optics zählt Carl Zeiss zu den besonders innovativen Anbietern im Markt. Zunehmend ergänzen elektronische Komponenten diese klassischen optischen Instrumente. Das Fernglas Victory RF enthält einen elektronischen Laser-Entfernungsmesser für das schnelle Ermitteln von Entfernungen bis zirka 1.200 Meter. Damit ist das Fernglas ein erstklassiger Begleiter bei der Jagd, beim Segeln oder Wandern.

Das weltweit tätige Brillenglasunternehmen Carl Zeiss Vision - an dem Carl Zeiss mit dem Finanzinvestor EQT zu gleichen Teilen Anteile hält - hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 447 Millionen Euro Umsatz erzielt. Das entspricht - währungsbereinigt - einer Steigerung von rund neun Prozent gegenüber dem Vorjahr (erstes Halbjahr 2006/07: 431 Millionen Euro). Das Geschäft der Carl Zeiss Vision Gruppe wird im Beteiligungsergebnis der Carl Zeiss Gruppe anteilig ("at equity") berücksichtigt. Mit dem Brillenglastyp GT2 3D bietet Carl Zeiss Vision eine neue Generation von Gleitsichtgläsern an. Größere Übergangszonen zwischen Nah- und Fernsichtbereich sorgen für eine überdurchschnittlich gute Tiefenwahrnehmung und einen natürlichen Seheindruck. Dadurch ist die Eingewöhnungszeit für die Brillenträger sehr gering.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2007/08 geht die Carl Zeiss Gruppe von einer anhaltend positiven Entwicklung aus. "Das Geschäftsjahr 2007/08 haben wir mit viel Rückenwind begonnen. Wir verspüren jedoch eine nachlassende Investitionstätigkeit der Halbleiterindustrie. Daher werden sich in diesem Unternehmensbereich unsere Umsätze etwas verlangsamen. Trotz sich verändernder weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen gehen wir in allen anderen Geschäften von einer Fortsetzung der bisherigen Entwicklung bis September aus. Insgesamt rechnen wir mit guten Resultaten für das Geschäftsjahr", sagte Dr. Dieter Kurz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG.

Carl Zeiss ist eine weltweit führende internationale Unternehmensgruppe der optischen und optoelektronischen Industrie. Der Hauptsitz der Carl Zeiss AG ist Oberkochen, Baden-Württemberg. Die Unternehmensbereiche besetzen in den strategischen Märkten Medical and Research Solutions, Industrial Solutions und Lifestyle Products in der Regel die Position eins oder zwei. Die als eigenverantwortliche Einheiten geführten Bereiche fokussieren sich mit ihren Produkten und Dienstleistungen auf die biomedizinische Forschung und Medizintechnik sowie auf Systemlösungen für die Halbleiter-, die Automobil- und die Maschinenbauindustrie. Planetarien und hochwertige Konsumgüter wie Fotoobjektive oder Ferngläser tragen den Namen ZEISS zu Millionen Menschen in aller Welt.

Die Carl Zeiss Gruppe, die zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung ist, erzielte im Geschäftsjahr 2006/07 (30. September) einen Umsatz von 2.604 Millionen Euro. Weltweit beschäftigt die Gruppe rund 12.300 Mitarbeiter, davon rund 4.300 im Ausland. Die Unternehmensgruppe ist in mehr als 30 Ländern direkt vertreten und besitzt Produktionsstätten in Europa, Amerika und Asien. Das Augenoptik-Geschäft firmiert als Carl Zeiss Vision International GmbH und belegt unter den Brillenglasanbietern weltweit Platz zwei. Diese Gesellschaft ist jeweils zu gleichen Teilen im Besitz der Carl Zeiss AG und eines Finanzpartners. Weitere Informationen unter www.zeiss.de.

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Jörg Nitschke
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