TK Techniker Krankenkasse

TK fordert Neuregelung beim Übergang zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung

    Hamburg (ots) - Statt die Versicherungspflichtgrenze zu erhöhen,
plädiert die Techniker Krankenkasse (TK) für Neuregelungen beim
Übergang zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung.
Der derzeitige Zustand lasse die unterschiedlichen Funktionsweisen
solidarischer bzw. individueller Absicherung außer Acht. "Bevor sich
jemand privat versichert, hat er im gesetzlichen System über viele
Jahre als Familienangehöriger keinen oder als Student nur einen
geringen Beitrag bezahlt", sagte Professor Dr. Norbert Klusen,
Vorsitzender des TK-Vorstandes. In dieser Zeit bezahle die
gesetzliche Krankenversicherung (GKV) alle Leistungen, die zur
Erhaltung seiner Gesundheit erforderlich sind. "Daher wäre es nur
konsequent, wenn der private Versicherer dafür eine Abfindung an die
GKV bezahlt." Heute falle völlig unter den Tisch, dass die GKV
jahrelang erheblich in Vorleistung trete. Schließlich investiere sie
über Prävention, Diagnostik und Behandlung in einen
Gesundheitszustand, der den Wechsel in die private Versicherung
überhaupt erst ermögliche.
    
    Umgekehrt müssten bei der Rückkehr von der privaten in die
gesetzliche Krankenversicherung die bis dahin gebildeten
Altersrückstellungen der GKV zufließen. "Für den Rückkehrer fallen im
privaten System keine Leistungsausgaben mehr an, also werden auch
die Rückstellungen nicht mehr benötigt", sagte Klusen. Damit werde
ebenfalls berücksichtigt, dass sich der bis dahin privat Versicherte
über viele Jahre hinweg nicht am solidarischen Ausgleich "alt für
jung, gesund für krank, Singles für Familien" beteiligt habe.
    
    Beide Regelungen seien systemkonform, denn sie trügen den
Unterschieden zwischen Umlageverfahren in der gesetzlichen und
Kapitaldeckungsverfahren in der privaten Krankenversicherung
konsequent Rechnung. Man müsse nicht die Wahlfreiheit der
Versicherten einschränken, sondern den Übergang zwischen beiden
Systemen logisch gestalten.
    
    Eine Einbeziehung der privaten Krankenversicherung in den
Risikostrukturausgleich lehnt die TK ab. "Das wäre nicht
systemkonform und würde außerdem alles noch komplizierter machen",
sagte Klusen.
    
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