TK Techniker Krankenkasse

"Jedes vierte Kind leidet unter Einschlafproblemen"
120 Psychologen, Pädagogen und Kinderärzte diskutierten bei der Techniker Krankenkasse zum Thema "Kinder im Stress"

    Hamburg (ots) - Es ist schwer zu glauben, dass bereits Kinder im
Grundschulalter unter Stress-Symptomen leiden. Mit
Einschlafproblemen, Kopf- und Bauchschmerzen hat jedoch fast jedes
vierte Kind schon Erfahrung gemacht. Ursachen sind häufig
Leistungsdruck in der Schule, aber auch Stress in der Freizeit oder
in der Familie. Was man gegen Stress bei Kindern tun kann bzw. was
passieren muss, damit es gar nicht erst soweit kommt, waren die
zentralen Fragen des heutigen Symposiums "Kinder im Stress" bei der
Techniker Krankenkasse (TK), an der über 120 Experten aus den
Bereichen Psychologie, Pädagogik und Kindermedizin teilnahmen.
TK-Vorstand Helmuth Doose erläuterte die Motive für das Engagement
seines Unternehmens: "Ein Viertel unserer Versicherten ist jünger als
18. Daher fühlen wir uns besonders verpflichtet, großes Augenmerk auf
die Gesundheit der Erwachsenen von morgen zu legen."
    
    Führende Psychologen stellten die aktuellen Ansätze zur
Stressprävention bei Kindern vor. Prof. Dr. Arnold Lohaus,
Entwicklungspsychologe an der Universität Marburg, stellte seine
Forschungsergebnisse sowie das von ihm entwickelte
Stresspräventionstraining "Bleib locker" vor. Im Gegensatz zu reinen
Entspannungskursen beinhaltet "Bleib locker" darüber hinaus auch
aktive Trainingseinheiten. In dem acht Kurseinheiten umfassenden
Trainingprogramm, das ab sofort von den TK-Geschäftsstellen angeboten
wird, sollen die Kinder aber vor allem lernen, Stress zu erkennen und
Mechanismen zur Bewältigung zu entwickeln. "Die günstigsten
Forschungsergebnisse zeigten sich bei einer Variante, bei der
vorrangig Kompetenzen zur Problemlösung vermittelt wurden.
Demgegenüber ergaben sich weniger günstige Ergebnisse für eine
Trainingsvariante, bei der der Schwerpunkt auf das Einüben eines
Entspannungsverfahrens gelegt wurde", so Lohaus.
    
    Prof. Dr. Matthias Jerusalem, Gesundheitspsychologe an der
Humboldt-Universität in Berlin, vertrat ebenfalls den Ansatz der
Individualprävention, legte den Schwerpunkt aber auf die so genannten
"life skills", die Förderung der Lebenskompetenzen "mit dem Ziel, die
Persönlichkeit durch Stärkung von Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl
und Fähigkeiten zur Stressbewältigung zu fördern." Nur so könnten
Alltagsanforderungen ohne Risikoverhalten wie Alkoholkonsum und
Rauchen bewältigt werden.
    
    Prof. Dr. Peter Paulus von der Universität Lüneburg stellte den
beiden Individualansätzen sein Konzept der gesundheitsfördernden
Schule als setting-orientierten Ansatz entgegen. Grundlage der
Stressprävention müsse "eine Veränderung und Umgestaltung von
relevanten Lebenskontexten" sein. Ausgehend von schulischen
Belastungen und Beanspruchungen aus Sicht der Schüler, erläuterte er
Möglichkeiten der Stressprävention in der gesundheitsfördernden
Schule. Im Anschluss an seinen Vortrag sprach sich Paulus jedoch für
eine Konvergenz von problem- und setting-orientiertem Ansatz aus.
    
    Unter der Leitung von NDR-Moderator Bernd Seguin diskutierten die
Teilnehmer im Anschluss an die Vorträge über die vorgestellten
Ansätze und Lösungsmöglichkeiten.
    
    
    
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