TK Techniker Krankenkasse

Innovatives Internet-Projekt der Techniker Krankenkasse: Psychisch Kranke treffen ihren Therapeuten online - wie der Gruppen-Chat bei der Alltagsbewältigung hilft

    Hamburg/Berlin (ots) - Wer nach der Entlassung aus der psychotherapeutischen Klinik im Internet mit seinem Therapeuten chattet, meistert seinen Alltag wesentlich besser. Dieses Fazit zogen Experten bei einer Pressekonferenz der Techniker Krankenkasse (TK) heute in Berlin.          Gemeinsam mit der Panorama-Fachklinik in Scheidegg und der Forschungsstelle für Psychotherapie Stuttgart stellte die TK ein einzigartiges Projekt vor, bei dem sich jeweils 10-12 ehemalige Scheidegg-Patienten mit ihrem Therapeuten zum wöchentlichen Gruppen-Chat treffen und ihre Probleme besprechen. "Es fällt psychosomatisch Kranken erfahrungsgemäß schwer, in der Klinik errungene Therapie-Erfolge auch zu Hause umzusetzen", sagte Dr. med. Christian Peter Dogs, Chefarzt in Scheidegg. "Deshalb sind Rückfälle nicht selten." Ziel des Internet-Projektes sei es, die Zeit bis zur ambulanten Weiterbehandlung zu überbrücken und Rückfälle zu verhindern.          Hans-Dieter Koring, stellvertretender Vorsitzender des TK-Vorstandes, begründete das innovative Engagement der TK: "Wir suchen ständig neue Wege, die Versorgung unserer Versicherten zu verbessern - die neuen Medien sind da eine große Chance." Längst gingen die Menschen heutzutage online einkaufen, erledigten Bankgeschäfte über den Daten-Highway und besorgten sich ihren Auslands-Krankenschein aus dem Urlaub via Internet. "Über die Hälfte unserer Versicherten sind unter 40 Jahre alt, da müssen wir zukunftsorientiert denken und auch moderne Therapie-Hilfe anbieten."          Dr. Hans Kordy, Projektleiter der Forschungsstelle, legte die ersten Ergebnisse vor: "Voraussichtlich können wir das mittelfristige Rückfallrisiko durch die Internet-Begleitung um 50 Prozent senken." Viele der Projekt-Patienten hätten anfangs kaum Interneterfahrung gehabt, dennoch chatteten durchschnittlich 84 Prozent beim wöchentlichen Online-Gespräch mit. Das körperliche und psychische Befinden der Teilnehmer pendele sich im Verlauf auf gutem Niveau ein. Kordy betonte, dass ein strenger Datenschutz und die Möglichkeit zur gezielten Krisenintervention für derartige Internet-Gespräche unerlässlich seien.          Auch die Sorge, das virtuelle Therapeuten-Gespräch fände in zu steriler Atmosphäre statt, räumten die Experten aus. Die Patienten gingen ebenso offen miteinander um wie in Face-to-Face-Gesprächsgruppen, berichtete Dr. med. Thomas Wangemann, der eine der Online-Gruppen therapeutisch begleitet. Und sie zeigten auch genauso viele Emotionen. Die seien allerdings unsichtbar: "Man muss eben immer explizit schreiben, dass man gerade weint - daran gewöhnt man sich aber schnell",  erzählte Projekt-Patientin Ute Lösch. "Ich habe viel Kraft aus der online-Begleitung gezogen und wie die meisten anderen Chat-Teilnehmer sehr von der Alltagsunterstützung im Netz profitiert."

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