TK Techniker Krankenkasse

DRG-Vertrag von Techniker Krankenkasse und LBK Hamburg unterzeichnet / Fallpauschalen mit Preisnachlass - Qualitätsgarantie - Behandlungsleitlinien

    Hamburg (ots) - Während die politische Debatte um das
Klinik-Fallpauschalengesetz noch immer andauert, schlossen die
Techniker Krankenkasse (TK) und der LBK Hamburg bereits einen Vertrag
auf Basis der so genannten "Diagnosis Related Groups" (DRG).
Hans-Dieter Koring, stellvertretender Vorsitzender des TK-Vorstandes,
und Heinz Lohmann, Vorstandssprecher des LBK Hamburg, stellten die
Vereinbarung heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Hamburg
vor.
    
    "Der Vertragsabschluss zwischen TK und LBK Hamburg beweist, dass
der Wettbewerb im Gesundheitssystem nicht mehr aufzuhalten ist",
sagte Koring. "Wettbewerbliche Ansätze im Gesundheitswesen haben sich
bewährt und werden mit diesem Angebot konsequent weiterentwickelt.
Wir haben es speziell auf die Bedürfnisse unserer Versicherten
zugeschnitten." Mit dem Allgemeinen Krankenhaus (AK) Barmbek habe man
zudem eine Einrichtung gewonnen, die für hohe Qualitätsansprüche weit
über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt ist.
    
    Lohmann erläuterte die Beweggründe des LBK Hamburg: "Mit dem
Vertrag wollen wir der Politik Mut machen, das Budgetsystem möglichst
schnell in ein Vertragssystem umzuwandeln, um die
Produktivitätspotenziale schnell an die Versicherten über Rabatte
weiterzugeben. Nur so kann auch künftig gute Medizin zu bezahlbaren
Preisen für alle angeboten werden." Der Vertrag könne durchaus als
Aufbruch in ein neues Zeitalter bei der Bezahlung von
Krankenhausleistungen gewertet werden. Entgegen der aktuellen
Diskussion um die Reform der Krankenhausvergütung hätten sich die
Vertragspartner dafür entschieden, eine spezielle Behandlung nach
festen Preisen direkt zwischen TK und Krankenhaus-Unternehmen
abzurechnen. Heinz Lohmann: "Solche Verträge machen das deutsche
Gesundheitswesen zukunftsfähig."
    
    Professor Dr. Roland Tauber, Chefarzt der Urologie im AK Barmbek,
betonte: "Meine Abteilung sichert ein Höchstmaß an Qualität. Die
Behandlung läuft nach klar definierten Leitlinien ab und ist damit
für den Patienten zu jeder Zeit nachvollziehbar."
    
    Koring und Lohmann sind sich darüber einig, dass der
abgeschlossene Vertrag auf andere Diagnosen in weiteren
Krankenhäusern des LBK Hamburg übertragen werden soll.
    
    Der Vertrag zwischen TK und LBK Hamburg gilt für eine spezielle
Operationstechnik bei der Entfernung der Prostata, die in der
urologischen Abteilung des AK Barmbek durchgeführt wird. Abgerechnet
wird auf Basis der australischen DRGs, wobei der LBK Hamburg bei
höheren Fallzahlen einen Preisnachlass gewährt.
    
    Zu den Leistungen des LBK gehören unter anderem die umfassende
Information des Patienten über die Behandlung und den Nachsorgebedarf
sowie die Unterbringung in einem Zimmer mit höchstens drei Betten.
Außerdem übernimmt der LBK Hamburg die Kosten, wenn der Patient
innerhalb von drei Monaten nach Ende der Behandlung wegen derselben
Krankheit erneut ins Krankenhaus eingewiesen oder ambulant behandelt
werden muss.
    
    Vertrag zwischen TK und LBK Hamburg
    
    Rechtsgrundlage
    
    Der Vertrag beruht auf § 140b ff. SGB V (Verträge  zu integrierten
    Versorgungsformen).
    
    
    Inhalt der Vereinbarung
    
    - Durchführung einer leitliniengestützten transurethralen
        Entfernung der Prostata (transurethral = durch die Harnröhre)
    
    - Die transurethrale Entfernung der Prostata erfolgt im
        Allgemeinen Krankenhaus Barmbek mit Hilfe modernster
        Behandlungsmethoden (Einsatz von Videotechnik, schonende
        Laserbehandlung und Niederdruckresektion).
    
    - Die Durchführung der transurethralen Entfernung der Prostata
        basiert auf einer lokal entwickelten Leitlinie der medizinischen
        Behandlung und der ablauforganisatorischen Gestaltung. Die
        Anwendung der Leitlinie sichert neben dem hohen diagnostischen
        Standard eine hohe Kontinuität und einen hohen
        Standardisierungsgrad der Behandlung. Darüber hinaus
        gewährleistet der LBK Hamburg die folgenden Modalitäten der
        Durchführung:
    
    - ggf. vorstationäre Behandlung,
    - die notwendige Operation wird spätestens am 2. Tag nach der
        vollstationären Aufnahme durchgeführt,
    - die Verweildauer im Krankenhaus wird 7 Tage nicht überschreiten,
    - der Patient wird am Beginn der Behandlung über den Ablauf der
        Behandlung sowie den Nachsorgebedarf informiert und
    - der Patient wird in einem Zimmer mit nicht mehr als drei Betten
        untergebracht.
    
    Besondere Leistungsverpflichtungen
    
    Innerhalb von drei Wochen nach Entlassung aus dem Krankenhaus wird
eine Nachsorge-untersuchung durchgeführt.
    
    Falls der Patient innerhalb von drei Monaten nach Ende der
Behandlung wegen derselben  Krankheit erneut ins Krankenhaus
eingewiesen oder ambulant behandelt werden muss, übernimmt der LBK
Hamburg die Kosten dieser Behandlung.
    
    Vergütung
    
    Die Vergütung der durch den LBK Hamburg erbrachten Leistungen
erfolgt über die Australian Refined Diagnoses Related Groups
(AR-DRGs). Die Relativgewichte  richten  sich  ebenfalls  nach  den
AR-DRGs. Es werden die australischen National-Gewichte zugrunde
gelegt.
    
ots Originaltext: Techniker Krankenkasse
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Ansprechpartner für Rückfragen:

Dorothee Meusch, Pressesprecherin TK              
Pressesprecher LBK Hamburg
Tel. 040 - 6909 1783, Fax 040 - 6909 1353      
Fax 040 - 2092 2046
E-Mail: Dorothee.Meusch@TK-online.de                

Siegmar Eligehausen
Tel. 040 - 2092 2068
E-Mail: presse@lbk-hh.de

Original-Content von: TK Techniker Krankenkasse, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: TK Techniker Krankenkasse

Das könnte Sie auch interessieren: